Brockhausen ist ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Hemer im Märkischen Kreis.
Geographie
Ortsgliederung
Die ehemalige Gemeinde Brockhausen lag im Osten des Amtes Hemer und bestand aus den Siedlungen Apricke, Bäingsen, Brockhausen, Hönnetal und Riemke sowie dem ehemaligen Rittergut Burg Klusenstein.
Geschichte Als Grenzort zwischen der Grafschaft Mark und dem kurkölnischen Sauerland war die spätere Gemeinde Brockhausen bereits im Mittelalter bedeutsam. 1353 wurde aus diesem Grund die Burg Klusenstein auf einer Klippe des Hönnetals errichtet.
Anfang des 20. Jahrhunderts war die Gemeinde stark landwirtschaftlich geprägt. Der „Luftkurort“ war gemeinsam mit der Nachbargemeinde Deilinghofen ein bedeutsames Ziel für Bergleute aus dem Ruhrgebiet; das benachbarte Hönnetal war zudem bei Touristen beliebt. Im Rahmen des Gesetzes zur kommunalen Neuordnung in Preußen verlor die Gemeinde am 1. April 1929 ihre Eigenständigkeit und wurde mit Deilinghofen zusammengelegt. Schon zuvor waren die Nachbargemeinden durch einen gemeinsamen Schulbezirk, die Kirchengemeinde und weitere Einrichtungen, die sich die beiden Gemeinden teilten, eng miteinander verbunden.Stopsack, Hans-Hermann: Vom Amt zur Stadt. Selbstverlag, Hemer 2000, S. 182.
Seit der kommunalen Neuordnung, die mit dem Sauerland/Paderborn-Gesetz am 1. Januar 1975 in Kraft trat, ist Brockhausen ein Ortsteil der Stadt Hemer.
Die Einwohnerentwicklung in der Zeit von 1872 bis 1928 zeigt folgendes Bild: Datum Einwohner 1872 531 1885 543 1895 535 1900 543 1904 526 1905 549 Datum Einwohner 1907 534 1910 583 1911 611 1914 571 1919 567 1928 588
Auf der Deilinghofener Hochfläche (oftmals auch Deilinghofer Hochfläche genannt) wurden mehrere nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Höhlen, unter anderem die Große Burghöhle, die Grabenponor- und die Feldbachponorhöhle, entdeckt.
Sehenswürdigkeiten mini|Denkmalgeschützte Fischteiche.Im Bildhintergrund das Herrenhaus. Eine Sehenswürdigkeit des Ortsteils ist die Burg Klusenstein von 1353Stadtportrait: Geschichte der Stadt Hemer, abgerufen am 19. September 2023. mit Blick ins Hönnetal. Der inzwischen geschlossene Brockhausener Märchenwald war ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Fischteiche als Relikt der alten Klosteranlage des Stiftes Fröndenberg und Teile des heutigen Gutes Bäingsen stehen seit 1984 unter Denkmalschutz.Denkmalbeschreibung auf dem Geoportal Iserlohn: Nr. 10 Gut Bäingsen, abgerufen am 19. September 2023
Bis ins Jahr 2005 bestimmte eine 600 Jahre alte Eiche das Dorfbild. Die so genannte „Zwölfmännereiche“NABU: stand zwischen 1932 und 1995 unter Naturschutz, 2005 musste der von einer Krankheit befallene Baum aus Sicherheitsgründen allerdings gefällt werden.Ende nach 600 Jahren, IKZ vom 22. April 2005
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Hemer Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Märkischer Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1929