Haboro (jap. , -chō) ist eine Kleinstadt im Landkreis Tomamae in der Unterpräfektur Rumoi auf Hokkaidō.
Etymologie Der Name Haboro stammt von Ainu haboropetsu, was „Becken eines breiten Flusses“ bedeutet.
Geografie thumb|left|Yagishiri Zum Stadtgebiet von Haboro zählen die vorgelagerten Inseln Teuri (, -tō) und Yagishiri (, -tō). Beide gehören zum Shokambetsu-Teuri-Yagishiri-Quasinationalpark ().
Weiterhin befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen der 1.032 m hohe Berg Pisshiri (), Ainu für „Berg der Steine“, der gleichzeitig die Grenze zwischen Embetsu, Haboro, Horokanai bildet. Flüsse sind der Haboro (, -gawa) und der Chikubetsu (, -gawa).
Geschichte Am 3. Februar 1894 wird Haboro als Ortsteil des Dorfes Tomamae gegründet und am 15. Juli 1897 als eigenständiges Dorf (, Haboro-mura) ausgegliedert. Am 19. September 1901 wird der Ortsteil Shokambetsu als eigenständiges Dorf ausgegliedert. Am 1. April 1902 wird Haboro zur Gemeinde 2. Klasse, am 1. April 1909 zur Gemeinde 1. Klasse und am 1. Juli 1921 zur Chō ernannt. Am 1. April 1955 wird Teuri (, -mura) und am 1. April 1959 Yagishiri (, -mura) eingemeindet. Beide wurden Dezember 1880 aus Tomamae ausgegliedert und am 1. April 1906 zu Gemeinden 2. Klasse ernannt.
Verkehr thumb|left|Hafen Haboro Haboro hat Anschluss an die Nationalstraße 232 nach Teshio und Rumoi. Präfekturstraßen die die Ortsgrenzen durchqueren sind die Präfekturstraßen 255, 356, 437, 547, 548, 612, 741, 747, 762 und 866.
Mittels der Haboro Enkai Ferry (, Haboro enkai ferī, dt. „Küstenfähre Haboro“) besteht ein Fährbetrieb zu den beiden vorgelagerten Inseln Teuri und Yagishiri.
Sämtliche frühere Zugverbindungen nach Haboro wurden eingestellt. Die am 30. März 1987 vollständig eingestellte Haboro-Linie der staatlichen JNR nach Rumoi und Horonobe hielt an den Bahnhöfen Haboro und Chikubetsu. Die Haboro-Linie diente ursprünglich dem Kohletransport. Die 1941 eröffnete Haboro Tankō Tetsudō (, dt. „Kohlebahn Haboro“) wurde 1970 beim Schließen der Kohleminen ebenfalls aufgegeben. Diese betrieb die Linien Chikubetsu-Linie (, Chikubetsu-sen) und Akebono-Linie (, Akebono-sen) und fuhr neben dem Bahnhof Chikubetsu noch acht weitere an. Weitere waren die Chikubetsu Shinrin Tetsudō (, dt. „Forstbahn Chikubetsu“). 1962 wurde von der JNR als Erweiterung der Shinmei-Linie die Meiu-Linie (, Meiu-sen) begonnen, die jedoch nie fertiggestellt wurde.
Wirtschaft Hauptwirtschaftszweige der Stadt sind Fischerei, Landwirtschaft und Tourismus besonders zum Quasinationalpark.
Bildung In Haboro befinden sich die Grundschulen Haboro, Teuri und Yagishiri, die Mittelschulen Haboro, Teuri und Yagishiri, sowie die Oberschulen Hokkaidō-Teuri und Hokkaidō-Haboro. Die erste wird dabei von der Stadt und zweite von der Präfektur getragen.
Städtepartnerschaften Am 11. September 1979 wurde das Dorf Taira in der Präfektur Toyama Partnerstadt. Als dieses 2004 in die 50.000 Einwohner zählende Großstadt Nanto eingemeindet wurde, ging der Status auf diese über.
Am 1. Oktober 1980 wurde die Kleinstadt Uchinada in der Präfektur Ishikawa Schwesterstadt.
Angrenzende Städte und Gemeinden Unterpräfektur Rumoi: Tomamae Shosambetsu Embetsu Unterpräfektur Sorachi: Horokanai
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ort in der Präfektur Hokkaidō Kategorie:Ort mit Seehafen