mini|Seladon aus Longquan im Musée Guimet mini|Longquan-Seladon im Topkapi-Palast, Istanbul, Türkei mini|Longquan-Seladon (Vase, Song-Dynastie, 13. Jahrhundert, aus der Nantoyōsō Collection, Japan)
Der Longquan-Brennofen () ist ein berühmter chinesischer Keramikbrennofen („China kiln“) aus der Zeit der Song-Dynastie im Südwesten der chinesischen Provinz Zhejiang. Es handelt sich um einen der berühmtesten Seladon-Brennöfen des alten China im südlichen Landstrich.
Geschichte
Die Bezeichnung Longquan-Brennofen dient als Oberbegriff für mehrere hundertSiehe die jüngeren Angaben bei . verschiedene, über ein weites Gebiet verstreute Brennöfen.Siehe die ältere (Die Brennofenstätten sind mit einem fetten Punkt eingezeichnet). Sein Gebiet erstreckt sich in der Provinz Zhejiang über Longquan, Wuyi, Yongjia, Wencheng und Taishun.. Die archäologische Stätte des Seladon-Brennofens von Longquan der Zeit der Südlichen Song-Dynastie wurde 1959 ausgegraben. Sie liefert wichtiges Material für die Erforschung von Produktion, Typen, Stilen und Kunsthandwerk des Longquan-Seladons der Zeit der Südlichen Song-Dynastie.. Nach dem Cihai wurde sie 1960 ausgegraben.
Eine wichtige Brennöfenstätte befand sich in den Dörfern Dayao (大窑) und Jincun (金村) der Großgemeinde Xiaomei (小梅镇)Zur administrativen Gliederung von Longquan, siehe 丽水市-行政区划网(区划地名网) (Netzwerk der Stadtverwaltung von Lishui (Regional Geographical Names Network)). in Longquan, Provinz Zhejiang. Der Brennofen hat seine Ursprünge in der Zeit der Fünf Dynastien, er führte die Tradition des (tang-zeitlichen) Yue-Brennofenss fort und brannte Seladon.chin. qīngcí 青瓷. Das Neue chinesisch-deutsche Wörterbuch (Xin Han-De cidian) übersetzt mit „blaßgrün getöntes Porzellan“.Cihai, S. 1067. Die folgende Darstellung ist eng an dieses Werk angelehnt. Seine Blütezeit fiel in der Zeit der Südlichen Song-Dynastie. Die Longquan-Keramikbrennöfen der Zeit der Südlichen Song-Dynastie können in zwei Typen eingeteilt werden: Bei dem einen ist der Rohlingtaizhi feinkörnig und strahlend weiß, bei den Farbglasuren sind der helle grünlich-blaue (fenqing)fěnqīng 粉青 und der essigpflaumengrüne (meiziqing )méiziqīng 梅子青 Farbton repräsentativ, als dekorative Muster dienen plastisch hervorzutreten scheinende Dekorationen und Applikationen.Cihai, S. 1067. Dieser Typ wird gewöhnlich Di-Brennofen („Brennofen des jüngeren Bruders“; chin. Dì yáo 弟窑) genannt; unter dem Namen des Longquan-Brennofens wird gewöhnlich immer dieser Typ bezeichnet.Cihai, S. 1067. Der andere Typ wird gewöhnlich Ge-Brennofen („Brennofen des älteren Bruders“; Gē yáo 哥窑) genannt.
Die Utensilienformen des Longquan-Brennofens sind sehr vielfältig, neben Haushaltsgegenständen für den täglichen Bedarf wurden auch verschiedene Schreibutensilien und verschiedene antikisierende GefäßeDas Cihai listet die Gefäßtypen píng 瓶, gū 觚, dǐng 鼎 und lú 炉 auf. gebrannt.Cihai, S. 1067. In der Zeit der Yuan-Dynastie wurde seine Keramik in großen Mengen nach Übersee exportiertSiehe z. B. den Artikel Sinan-Schiffswrack., später wurde die Produktion nach Lishui丽水 und Yongjia永嘉 ausgedehnt.Cihai, S. 1067. Zur späteren Ausdehnung vgl. auch . In der Zeit der Ming-Dynastie wurde sie noch fortgeführt, in der mittleren Zeit der Mandschu-Dynastie begann der Niedergang und die Produktion wurde eingestellt. Nach der Gründung der Volksrepublik China wurde die Produktion wiederbelebt.Cihai, S. 1067. Siehe auch Liste des immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China.
Denkmal der VR China Die Stätte des Longquan-Brennofens von Dayao steht seit 1988 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (3-228).
Immaterielles Kulturerbe der Volksrepublik China Brennen und Manufaktur des Seladons aus LongquanLongquan qingci shaozhi jiyi 龙泉青瓷烧制技艺 Longquan Celadon Baking Techniques wurden 2006 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China (VIII-9)Vgl. . und 2009 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.Traditional firing technology of Longquan celadon. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2009.
Schiffswrackfunde Auf dem Schiffswrack Nanhai Nr. 1 befanden sich unter anderem Seladon aus der Südlichen Song-Dynastie aus diesem Brennofen. Ebenfalls im Sinan-Schiffswrack aus der Yuan-Dynastie.
Literatur Longquan qingci yanjiu (Forschungen zum Longquan-Seladon). Peking 1989. Chuimei Ho (Hrsg.): New Light on Chinese Yue and Longquan Wares. Centre of Asian Studies, The University of Hong Kong, Hong Kong 1994. 龙泉东区窑址发掘报告 / 浙江省文物考古研究所编 (An Excavation Report of the Kiln Sites in the East of Longquan). Wenwu chubanshe, Peking 2005, ISBN 7-5010-1647-X. Katalog der Barlow Collection (Suchwort „Longquan“).
Nachschlagewerke Cihai. Shanghai cishu chubanshe, Shanghai 2002, ISBN 7-5326-0839-5. Zhongguo da baike quanshu: Kaoguxue (Archäologie). Zhongguo da baike quanshu chubanshe, Peking 1986 ().
Siehe auch Liste von alten chinesischen Keramikbrennöfen
Weblinks Longquan yaozhi (chinesisch)
Fußnoten
Kategorie:Keramikbrennofen Kategorie:Chinesisches Porzellan Kategorie:Töpferei (China) Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Zhejiang Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien Kategorie:Song-Dynastie Kategorie:Kultur (Zhejiang) Kategorie:Nationales Kulturdenkmal der Volksrepublik China Kategorie:Immaterielles Kulturerbe (Volksrepublik China) Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe