mini|Der Seepark bei Reimboldshausen

Reimboldshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Kirchheim im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt etwa 3,5 km südwestlich des Kirchheimer Kernorts in den Südausläufern des Knüllgebirges. Durchflossen wird das Dorf von der Ibra, an der wenige Hundert Meter westlich des Dorfs in Richtung des Nachbarorts Kemmerode der Ibrastausee (auch Seepark genannt) liegt; Reimboldshausen befindet sich unterhalb des Staudamms.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Reimboldshausen erfolgte im Jahr 1261. Es war Sitz der Herren „von Reinboldeshusen“. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen: „villa Reimbolshusen“ und „Rumelshusin“ sowie „Rymboldishusen“, dann „Rümmershusen“ und „Rymmelshausen“, sowie „Römelshusen“ zu „Grimmelshausen“ und letztlich zum heutigen Namen. Von 1431 bis 1531 war das Dorf eine Wüstung.

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Reimboldshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Kirchheim eingegliedert. Für Reimboldshausen, wie für alle bei der Gebietsreform nach Kirchheim eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Das Dorf war am 22. August 1977 gegen 15:00 Uhr von einem Dammbruch der Staumauer des Ibrasees betroffen. Der Hochwasser-Stauinhalt von 500.000 m³ Wasser ergoss sich in einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle durch das Tal.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Reimboldshausen angehört(e):

1348: Heiliges Römisches Reich, Reichsabtei Hersfeld, Amt Niederaula ab 1378: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen (1402–1458 Abtei Hersfeld), Amt Niederaula ab 1648: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Niederaula ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis HersfeldVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.Trennung zwischen Justiz (Landgericht Hersfeld) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hersfeld ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld, Gemeinde KirchheimAm 1. Februar 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Kirchheim. ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gemeinde Kirchheim

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Reimboldshausen 81 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 30 zwischen 18 und 49, 15 zwischen 50 und 64 und 18 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 30 Haushalten. Davon waren 3 Singlehaushalte, 9 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 18 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 79 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 58 evangelische (= 87,88 %), 4 katholische (= 6,06 %) Einwohner

Politik Für den Ortsteil Reimboldshausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Reimboldshausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 gesteht der Ortsbeirat aus fünf fraktionslosen Mitgliedern. Diese wählten Harald Brill zum Ortsvorsteher.

Sehenswürdigkeiten Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Reimboldshausen.

Verkehr Durch Reimboldshausen führt die Kreisstraße 32 (Kemmerode–Reimboldshausen–Gershausen). Auf seinem Weg von Bad Hersfeld nach Kirchheim fährt der Bürgerbus montags bis freitags durch den Ort. Hier verkehrt auch das AST.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise Ortsteil Reimboldshausen. In: Webauftritt der Gemeinde Kirchheim. Abgerufen im November 2021.

Weblinks Ortsteil Reimboldshausen. In: Webauftritt der Gemeinde Kirchheim.

Kategorie:Ort im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Kategorie:Geographie (Kirchheim, Hessen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971