Bellis sylvestris ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gänseblümchen (Bellis) und der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Merkmale Bellis sylvestris ist ein ausdauernder Rosetten-Hemikryptophyt, der Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind bis zu 25 Millimeter breit. Sie sind dunkelgrün und am Grund lang keilförmig. Die Köpfchen haben einen Durchmesser von (25) 30 bis 40 Millimeter. Die Hüllblätter sind (5) 7 bis 12 Millimeter groß, schmal länglich und mehr oder weniger spitz. Die Zungenblüten sind oftmals an beiden Seiten rot überlaufen.
Die Blütezeit reicht von September bis Juni.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36 oder 54.
Unterscheidung von verwandten Arten Bellis sylvestris kann von Bellis perennis an folgenden Merkmalen unterschieden werden: Die Rosettenblätter sind deutlich dreinervig, ihre Spreite ist allmählich in den Blattstiel verschmälert. Die Hülle hat einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimetern. Die Hüllblätter sind 6 bis 11 Millimeter lang und meist spitzlich. Die Krone der Zungenblüten ist 7,5 bis 10 Millimeter lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Zungenblüten einen Durchmesser von 25–40 Millimetern.
Dagegen sind die Blätter von Bellis perennis einnervig oder undeutlich dreinervig. Die Spreite ist abrupt in den geflügelten Blattstiel verschmälert. Die Hülle hat einen Durchmesser von 5 bis 10 Millimetern. Die Hüllblätter sind 4,5 bis 6 Millimeter lang und meist stumpf. Die Krone der Zungenblüten ist 5 bis 7 Millimeter lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Zungenblüten einen Durchmesser von 15 bis 30 Millimetern.
mini|Bellis sylvestris Vorkommen Bellis sylvestris kommt im Mittelmeerraum an feuchten, schattigen Standorten in Wäldern, Gebüschen und Phrygana in Höhenlagen von 0 bis 1100 (1500) Meter vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Portugal, Spanien mit den Balearen, Gibraltar und Andorra, Frankreich mit Monaco und Korsika, Italien, Sardinien, Sizilien, Malta, Slowenien, Kroatien, die Balkanhalbinsel, Bulgarien, Ukraine und Krim, die Türkei, Syrien, Libanon, Jordanien und Israel, Zypern und die Ägäis. Die Art wurde in Deutschland in Baden-Württemberg eingeschleppt beobachtet, ist aber unbeständig.
Taxonomie und Systematik Bellis sylvestris wurde 1792 von Domenico Maria Leone Cirillo in Plantarum Rariorum Regni Neapolitani Band 2 Seite 12 Tafel 4 erstbeschrieben.
Es können zwei Unterarten unterschieden werden: Bellis sylvestris subsp. pappulosa (Syn.: Bellis pappulosa , Bellis sylvestris subsp. maroccana , Bellis sylvestris subsp. natalis-jesu ): Sie kommt in Marokko, Algerien, Portugal, Spanien und Frankreich vor. Sie besitzt einen sehr kleinen Pappus. Bellis sylvestris subsp. sylvestris: Sie kommt im Mittelmeergebiet und auf der Krim vor.
Literatur
Einzelnachweise Tropicos. Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Bellis sylvestris In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 774.
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora.
Kategorie:Astereae (Tribus) Kategorie:Astereae