Marmande [] ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Lot-et-Garonne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Stadt ist Sitz der Unterpräfektur (französisch Sous-préfecture) des Arrondissements Marmande, dieses besteht aus zehn Kantonen. Die Stadt ist Hauptort der Kantone Marmande-1 und Marmande-2.

Marmande liegt zwischen Bordeaux (etwa 90 Kilometer nordwestlich) und Agen (etwa 65 Kilometer südöstlich) am östlichen, rechten Ufer der Garonne.

Geschichte Während des Albigenserkreuzzuges verübten die Kreuzritter unter dem Prinzen Ludwig (VIII.) von Frankreich nach der Eroberung der Stadt 1219 ein Massaker, dem 5.000 Bewohner zum Opfer fielen.Wilhelm der Bretone: Gesta Philippi Augusti. Herausgegeben von Léopold Delisle. In: Recueil des Historiens des Gaules et de la France. Band 17, 1878, S. 62–116, hier S. 113. Alberich von Trois-Fontaines: Chronica. Herausgegeben von Paul Scheffer-Boichorst. In: Monumenta Germaniae Historica. Scriptores (in Folio). Band 23: (Chronica aevi Suevici). Hahn, Hannover 1874, S. 631–950, hier S. 909.

1848 wurde bei Marmande ein zur Erde fallender Steinmeteorit beobachtet. Der gefundene Meteorit wog etwa drei Kilogramm und zählt zum eisenarmen Typ L5.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2018Einwohner 13.542 15.559 16.911 16.953 17.568 17.199 18.218 17.534

Kirchen und Kapellen in Marmande Stiftskirche Notre-Dame Kirche Notre-Dame-de-la-Présentation im Ortsteil Beyssac Evangelische Kirche Kirche Saint-Pierre im Ortsteil Granon Kirche Sainte-Marie-Madeleine im Ortsteil La Magdeleine Kirche Sainte-Quitterie im Ortsteil Garrigues Protestantische Kirche Kapelle Saint-Benoît Kapelle Notre-Dame-des-Vignes im Ortsteil Télégraphe Kapelle Saint-Jean-Marie-Vianney Kapelle Saint-Léger im Ortsteil Thivras Kapelle Saint-Vincent im Ortsteil Coussan

Sport Jährlich am Vorabend des französischen Nationalfeiertags, dem 14. Juli, findet auf der Motorrad-Grasbahnrennstrecke im Rahmen der Langbahn-Weltmeisterschaft der Langbahn-WM-Grand-Prix von Frankreich statt.

Kultur Seit 1997 findet das spartenübergreifende Open-Air-Musikfestival Garorock im Stadtgebiet statt. Seit Februar 2013 befindet sich die Chinesische Glocke in der Stadt, die auf die Städtepartnerschaft mit Yuncheng hinweist.

Verkehr mini|Bahnhof um 1910 Marmande hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bordeaux–Sète, der mit dem Streckenabschnitt Langon–Tonneins 1855 von der Compagnie des chemins de fer du Midi et du Canal latéral à la Garonne (Midi) eröffnet wurde. 1886 erreichte ihn die Bahnstrecke Magnac-Touvre–Marmande der Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans (PO), 1891 kam die Bahnstrecke Marmande–Mont-de-Marsan der Midi hinzu. Letztere verlor bereits 1938 ihren Personenverkehr, 2017 wurde sie endgültig stillgelegt. In Richtung Magnac wurde der Personenverkehr ebenfalls 1938, der Güterverkehr 1953 eingestellt. Aktuell wird der Bahnhof von Regionalzügen des TER Nouvelle-Aquitaine der Relation Bordeaux–Langon–Agen bedient.

Städtepartnerschaften Partnerstädte von Marmande sind Portogruaro in Venetien (Italien), Ejea de los Caballeros im spanischen Aragonien und seit 2013 Yuncheng in China.

Persönlichkeiten Léopold Faye (1828–1900), Minister und Bürgermeister von Marmande Jean Jules Brun (1849–1911), General des Heeres und Politiker Paul Bourillon (1877–1942), Radsportler Tristan Derème (1889–1941), Dichter Bernard Maury (1943–2005), Jazzpianist Pierrick Fédrigo (* 1978), Radsportler In Marmande wirkte Pierre Deluns-Montaud (1845–1907), Abgeordneter und Minister.

Weblinks

Einzelnachweise

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