Mashike (jap. , -chō) ist eine Kleinstadt im Landkreis Mashike in der Unterpräfektur Rumoi auf Hokkaidō.
Etymologie Der Name der Stadt kommt von Ainu mashukini oder mashuke, was „möwenreicher Ort“ bedeutet.
Geschichte 1751 gründete der aus Matsumae stammende Kaufmann Murayama Denbē () hier eine Wächterhütte, die damit die erste japanische Ansiedlung auf dem Boden von Mashike war. 1856 gründete das Lehen Akita zur Abwehr Russlands ein Feldlager, das eine Schlüsselstellung in der Verteidigung Hokkaidōs innehatte. 1877 wurde in Mashike ein Rathaus errichtet und damit das mura (Dorf) Mashike geschaffen. 1880 wird Betsukari (, -mura) eingemeindet. 1897 wurde Mashike der Sitz der neu gegründeten Unterpräfektur Mashike. Am 1. Juli 1900 erfolgte die Ernennung von Mashike zur Chō und Gemeinde 1. Klasse. 1914 wurde der Sitz der Unterpräfektur nach Rumoi verlegt und diese in Unterpräfektur Rumoi umbenannt.
Am 5. November 1921 erhielt die Stadt Anschluss an das Schienennetz.
Verkehr Mashike hat Anschluss an die Nationalstraße 231 nach Sapporo und Rumoi, sowie der Präfekturstraßen 94 nach Fukagawa, 301 innerhalb der Stadt und 546.
Verbindung mit dem Schienennetz bestand von 1921 bis 2016 durch die Bahnhöfe/Haltepunkte Afun, Nobusha, Shaguma, Shumombetsu, Hashibetsu und Mashike an der von JR Hokkaido betriebenen Rumoi-Hauptlinie nach Rumoi und Fukagawa.
Sehenswürdigkeiten mini|links|Wohnhaus der Homma-Familie mini|links|Mashike-Itsukushima-Schrein In Mashike befindet sich das als Wichtiges Kulturgut des Landes anerkannte Alte Maruichi-Honma-Handelshaus (, kyū shōka maruichi Homma-ke), auch Altes Wohngebäude der Familie Homma (, kyū Homma-ke jūtaku) genannt.
Die Stadt selber hat die Haupthalle (honden) des Mashike-Itsukushima-Schreins () als materielles und den Volkstanz Ofuyu-Kagura () als geistigen Kulturschatz benannt.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Ofuyu-Kap (, Ofuyu-misaki), der Shokambetsu-Teuri-Yagishiri-Quasinationalpark () mit dem 1.491 m hohen Shokambetsu-dake (), die 13 °C „warme“ Iwao-Onsen (), sowie der Benten-Schrein ().
Wirtschaft mini|links|Kunimare Shuzō Wirtschaftszweige in Mashike sind Handel, Landwirtschaft (hauptsächlich Obstbäume), Fischerei und Industrie (hauptsächlich Lebensmittelindustrie).
Bekannt ist Mashike für die 1882 gegründete Sake-Brauerei Kunimare Shuzō (), die als nördlichste Japans gilt.
Bildung In der Stadt befinden sich die Grundschulen Mashike, Betsukari, Shagumo und Afun, die Mittelschule Mashike und die 2. Mittelschule Mashike, sowie die Oberschule Hokkaidō-Mashike.
Angrenzende Städte und Gemeinden Unterpräfektur Rumoi: Rumoi Unterpräfektur Sorachi: Hokuyrū Uryū Shintotsukawa Unterpräfektur Ishikari: Ishikari
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Präfektur Hokkaidō Kategorie:Ort mit Seehafen