mini|Das alte Logo bis Juni 2020 mini|Coca-Cola-Zentrale in Atlanta mini|hochkant|Coca-Cola-Konturflasche mini|Kaufschein über 20 Aktien der Coca-Cola Company vom 20. Februar 1929Aktiensammler 02/03, S. 9, The Coca-Cola Company ist ein US-amerikanischer Getränkehersteller mit Schwerpunkt auf Erfrischungsgetränke und Sitz in Atlanta, Georgia in den USA. CEO ist James Quincey.

Die Coca-Cola Company bezeichnet sich als das größte Getränkeunternehmen weltweit. Das Unternehmen verkauft über 4000 Produkte in mehr als 200 Ländern der Welt. Bis September 2012 war die Firma in Kuba, Nordkorea und Myanmar nicht vertreten.Bolivia Downplays Reports of Coca-Cola Exit. Wall Street Journal, 2. August 2012. Abgerufen am 7. August 2012 Seit September 2012 wird Myanmar jedoch wieder beliefert.Who, What, Why: In which countries is Coca-Cola not sold?. BBC News, 11. September 2012. Abgerufen am 20. April 2013 Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde ein Rückzug des Geschäfts aus Russland angekündigt, über Multon Partners ist das Unternehmen aber weiter im Markt aktiv.Switzerland Times, Traces of the new Russian cola lead to Switzerland, 22. Januar 2023

Zwei Drittel des Umsatzes werden außerhalb der USA erzielt. Das Unternehmen beherrscht über die Hälfte des weltweiten Marktes, wobei die Produktion dieser Getränke vor allem durch nationale Lizenzabfüllbetriebe übernommen wird.

Das bekannteste Produkt ist die namengebende Coca-Cola. Weitere Getränkemarken der Coca-Cola Company sind etwa Fanta, Sprite, mezzo mix, Lift, Fuze Tea, Bonaqa, Apollinaris, Minute Maid (Cappy), Powerade und Glacéau.

Geschichte Der Anfang unter Pemberton Erfunden wurde Coca-Cola von John Stith Pemberton am 8. Mai 1886., Infoseite auf dem Webangebot der Coca-Cola GmbH Der Kriegsveteran und Pharmazeut aus Atlanta braute mit Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus den Blättern der Cocapflanze einen Sirup als Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen, das er Pemberton’s French Wine Coca nannte. Vorbild hierfür war der beliebte Vin Mariani. Sein Ziel war es, durch das enthaltene Kokain einen Ersatz für das damals beliebte, aber mit Nebenwirkungen behaftete Morphin zu finden. Nachdem am 25. November 1885 Atlanta und Fulton County beschlossen hatten, die Prohibition am 1. Juli 1886 versuchsweise für zwei Jahre einzuführen, war Pemberton gezwungen, den Wein aus dem Getränk zu nehmen, und erfand so Coca-Cola. Den Namen leitete er aus den Zutaten Kokablatt (englisch: coca leaves) und Kolanuss (englisch: cola nut) ab.Stern.de: Zwischen Mythos und Kritik, aufgerufen am 7. August 2009

Mit Sodawasser gemischt wurde der Sirup erstmals am 8. Mai 1886 als Getränk in Jacob’s Pharmacy in Atlanta für 5 Cent pro Glas verkauft. Pressemitteilung der Coca-Cola Company vom 25. Februar 2011, abgerufen am 16. Januar 2012 Er wurde damals nicht als Erfrischungsgetränk, sondern als Medizin angepriesen. In Apotheken und den damals beliebten Soda-Bars vertrieben, gingen zu Beginn nur durchschnittlich 13 Gläser täglich über den Tresen.

Aufstieg unter Candler Nachdem Pemberton, vermutlich, um sich Geld für seine Morphinsucht zu beschaffen, das Rezept und die Rechte an Coca-Cola mehrfach verkauft hatte, verschaffte sich der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler nach mehreren Irrungen und vermutlich auch Betrügereien am 30. August 1888, kurz nach dem Tod des Erfinders, die Rechte an der Marke. Insgesamt hatte er 2.300 US-Dollar für die gesamten Rechte bezahlt. 1892 gründete er The Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen und vermarktete sein Produkt schon 1895 in den gesamten USA und seit 1896 auch im benachbarten Ausland. Einer seiner Partner war Frank M. Robinson, Pembertons Buchhalter, der erst aus Enttäuschung darüber, von Pemberton beim Verkauf der Coca-Cola-Rechte übergangen worden zu sein, Candler das Rezept zukommen ließ und später die Produktion und vor allem Werbung von Coca-Cola organisierte. Da in den USA in immer mehr Bundesstaaten die Prohibition galt, hatte es Coca-Cola nicht schwer, sich mit seinem Verkaufspreis von einem Nickel (5 Cent) als „Ersatzdroge“ durchzusetzen.

Nachdem seit Mitte des Jahrzehnts Coca-Cola schon vereinzelt unter Verwendung des Sirups in Flaschen abgefüllt wurde, kam das Geschäft damit erst 1899, nach der Einführung von Kronkorken, richtig in Fahrt. In der Annahme, Coca-Cola sei hauptsächlich für Soda-Bars bestimmt, gab Candler die Rechte zur Abfüllung praktisch zum Nulltarif an Franklin Thomas und Joseph Brown Whitehead ab. Diese gründeten die Coca-Cola Bottling Co. und belieferten bald die gesamten Vereinigten Staaten. Coca-Cola wurde bald nicht mehr nur von der urbanen Oberschicht in Soda-Bars, sondern vor allem auch von der Landbevölkerung getrunken.

Der gesellschaftliche Erfolg unter Woodruff mini|Coca-Cola-Museum in Atlanta mini|Coca-Cola Verkaufsautomat in Japan Im Januar 1916 übergab Asa Candler die Führung des Geschäfts an seinen Sohn Howard, und zu Weihnachten des Jahres vermachte er seinen Verwandten seine 90 % der stimmberechtigten Aktien bis auf sieben Stück. Jedoch schon 1919 verkaufte Howard Candler hinter dem Rücken des Vaters die Coca-Cola Company an ein Konsortium aus Ernest Woodruff (1863–1944) und Eugene Stetson für 25 Mio. US-Dollar weiter.

1923 trat Robert W. Woodruff (1889–1985), der Sohn von Ernest Woodruff, seine Tätigkeit als neuer Präsident der Coca-Cola Company an. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen und Coca-Cola das, was der Journalist William Allen White später als das „sublimierte Wesen Amerikas“ bezeichnete. Sein Ziel war es, dass Coca-Cola nie mehr als „eine Armlänge“ vom Zugriff des Kunden („within an arm's reach of desire“) entfernt sein dürfe und es weltweit zu verbreiten, wofür er 1926 das Foreign Sales Department – später The Coca-Cola Export Corporation – gründete.

Woodruff trat 1954 als Präsident zurück, blieb aber bis 1984 im Verwaltungsrat. Sein Einfluss auf das mächtige Finanzkomitee des Verwaltungsrates ermöglichte ihm auch weiterhin die Kontrolle über einen Großteil der Unternehmensführung, insgesamt über 60 Jahre lang.

Coca-Cola und das Militär Während des Zweiten Weltkrieges wurde in den USA der Zucker rationiert. Trotzdem versprach der damalige Chef Robert Woodruff für jeden Soldaten eine Coke für 5 Ct. Das war der Anfang einer engen Beziehung zwischen dem Militär und der Coca-Cola Company. So wurden in der Folgezeit auf Befehl des amerikanischen Generals Eisenhower („Eisenhower Cable“) 248 Coca-Cola-Angestellte in die Armee aufgenommen, die 64 Abfüllanlagen an den Kriegsschauplätzen errichteten, um die Versorgung mit Coca-Cola sicherzustellen, die als Rückgrat der Moral der Soldaten galt. Diese Angestellten erhielten, ohne dass sie gedient haben mussten, den Rang eines „Technical Observers“, ein Begriff, der ursprünglich für Panzer-Techniker geschaffen wurde. Vor Ort hatten die Coca-Cola-Techniker mit verschmutztem Wasser, Krankheiten, veralteten Geräten und Arbeitskräftemangel zu kämpfen. In manchen Abfüllanlagen wurden auch deutsche und japanische Kriegsgefangene eingesetzt. Während des Krieges starben drei Coca-Cola-Techniker, vermutlich, weil ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Für das Militär füllte man Coca-Cola 1950 auch zum ersten Mal in Dosen ab.einestages/SPIEGEL: "Auf sie mit Gebräu!"

Weiße Cola Nachdem Marschall der Sowjetunion Georgi Schukow durch Dwight D. Eisenhower Ende der 1940er-Jahre Coca-Cola kennenlernte, stieß er die Produktion von Weißer Cola an, die wie Wodka aussah, da er nicht mit dem Symbol des amerikanischen Imperialismus gesehen werden wollte.

Der finanzielle Erfolg unter Goizueta Im August 1980 wurde Roberto Crispulo Goizueta Präsident der Coca-Cola Company. Unter ihm und dem damaligen Präsidenten wurde 1982 Diet Coke eingeführt, die sich als Riesenerfolg herausstellte. 1985 änderte Coca-Cola sein Rezept und bot das Produkt unter dem Namen New Coke in den USA an. Nach massiven Protesten der Verbraucher wurde jedoch kurz darauf die alte Rezeptur unter dem Namen Coca-Cola Classic wieder eingeführt. Goizueta blieb Präsident, bis er 1997 an Lungenkrebs starb.

Neuere Geschichte Nach Beendigung der Offensive der Alliierten im Irak-Krieg war Coca-Cola das erste Unternehmen, das im kriegszerstörten Irak seine Verteilungszentren einrichtete. Noch während des Krieges versorgte Coca-Cola alle US-Soldaten mit Sonnenbrillen.AG Friedensforschung an der Universität Kassel: „Zuckerlimonade und Frankensteinnahrung. Coca Cola, Mc Donald’s, Globalisierung, Krieg, sowie die Lage der Frauen in Zeiten des Empire.“ von Ellen Diederich. Dez. 2004. Ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg wurden außerdem US-Soldaten im Irak von Coca-Cola auch mit Getränken versorgt. Im Sommer 2005 erhielt der Konzern nach 40 Jahren eine Verkaufs-Lizenz für den Irak.Analyse und Kritik: Wenn braune Brause krank macht Im selben Jahr erwarb das Unternehmen, zusammen mit Coca-Cola HBC den russischen Getränkehersteller Multon, welcher etwa 25 % des russischen Saftmarktes abdeckte.New York Times, COMPANY NEWS; COCA-COLA AND GREEK BOTTLER BUY RUSSIAN JUICE MAKER, 1. April 2005

2016 erwarb Coca-Cola für 3,15 Milliarden US-Dollar den bisher von AB InBev gehaltenen Mehrheitsanteil an Coca-Cola Beverages Africa.Coke and AB InBev Reach Agreement Regarding Coca-Cola Beverages Africa. The Coca-Cola Company, 21. Dezember 2016

Am 1. Mai 2017 löste James Quincey den bisherigen CEO Muhtar Kent ab, der mehrere Jahre die Position innehatte.

Im August 2018 übernahm Coca-Cola die laut Reuters weltweit zweitgrößte Kaffeekette Costa Coffee für rund 4,4 Milliarden Euro.

Gegenwart Coca-Cola ist die höchstdotierte Getränkemarke der Welt und liegt heute (Stand: 2025) mit einem Markenwert von 60,1 Milliarden US-Dollar weltweit auf Platz 7 der wertvollsten Marken der Welt.https://interbrand.com/best-global-brands/ (englisch) Der Umsatz lag im Jahre 2010 bei 35,1 Milliarden US-Dollar bei einem Nettoergebnis von 11,8 Milliarden US-DollarThe Coca-Cola Company: (engl.; PDF; 2,7 MB) mit einer Gesamtabfüllmenge von etwa 130 Milliarden Liter.

Heute ist Coca-Cola in fast jeder Region der Erde das am meisten verkaufte Cola-Getränk. Eine der wenigen Ausnahmen bildet Thüringen, wo Vita Cola Marktführer bei Colas ist.Bilanz Vita-Cola, abgerufen am 18. August 2020 auf otz.deVita Cola Geschichte, abgerufen am 24. Juli 2012 auf der Homepage des Unternehmens

Im Jahr 2025 führte die Coca-Cola Company Cola mit Rohrzucker als neue Produktvariante in den USA ein. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump, der als ein Heavy User der Diet Coke gilt, eigenen Angaben zufolge der Konzernführung die Einführung von Cola mit Rohrzucker vorgeschlagen. Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte Maissirup, das in der US-amerikanischen Standardcola vorwiegend enthalten ist, zuvor als ungesund kritisiert.

Geschäftszahlen Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die Coca-Cola Company einen Umsatz von 35,2 Mrd. US-Dollar bei einem Gewinn von 1,2 Mrd. US-Dollar. Seit dem Jahre 2012 hat der Konzern mit fallenden Umsätzen zu kämpfen. Der Börsenwert betrug im Oktober 2018 ca. 197 Mrd. US-Dollar, womit Coca-Cola zu den wertvollsten Herstellern von Konsumgütern zählt. Die Schulden des Unternehmens beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 47,8 Mrd. US-Dollar. + Geschäftszahlen in Mrd. US-DollarJahrUmsatzGewinnBilanzsummeBörsenwert2003 20,9 4,4 27,3 1082004 21,7 4,9 31,8 1242005 23,1 4,9 29,4 1002006 24,1 5,1 30,0 1182007 28,9 6,0 43,3 1362008 31,9 5,8 40,5 1422009 31,0 6,8 48,7 1052010 35,1 11,8 72,9 1312011 46,5 8,6 80,0 1512012 48,0 9,0 86,2 1542013 46,9 8,6 90,1 1622014 46,0 7,1 92,0 1822015 44,3 7,4 90,0 1842016 41,9 6,5 87,3 1862017 35,4 1,2 87,9 1882018 34,3 6,4 83,22019 37,3 8,9 86,4 2352020 33,0 7,7 87,32021 38,7 9,8 94,4 261202243,09,592,8202345,810,797,7202447,110,6100,5266

Coca-Cola im deutschsprachigen Raum Deutschland

Coca-Cola gibt es in Deutschland seit dem 8. April 1929.