Die Liste der Denkmäler in Mannheim führt die 36 Denkmäler und Mahnmale in der Stadt auf (Stand im Herbst 2017). Nicht erfasst sind die Gedenktafeln und Stolpersteine in Mannheim, die Gedenkstätten auf den Friedhöfen sowie die Kunstobjekte im öffentlichen Raum. Ebenfalls nicht erfasst sind die Bau- und Bodendenkmäler.

Liste Die Zusammenstellung ist nach den Stadtteilen und danach nach den Jahreszahlen der Denkmaleinweihung vorsortiert. Sie kann auch mit einem Klick auf den kleinen Pfeil in der Spalte „Jahr“ oder „Bildhauer“ nach diesen Kriterien individuell sortiert werden.

Name Jahr Bildhauer Standort Bild und Beschreibung Grupello-Pyramide 1743 1895 Gabriel de Grupello Innenstadt O 1 (Paradeplatz) 150x150px|rechts Kurfürst Johann Wilhelm beauftragte Grupello mit dem Entwurf eines Denkmals, das im Düsseldorfer Schlosspark aufgestellt werden sollte. Nach dem Tod Johann Wilhelms blieb die Anlage unvollendet und Kurfürst Carl Philipp ließ sie 1738 nach Mannheim bringen. Unter der Leitung von Alessandro Galli da Bibiena wurde das Werk vollendet und 1743 auf dem Paradeplatz aufgestellt. Die Erweiterung des Denkmals mit den Brunnenschalen und den wasserspeienden Figuren schuf 1895 Johannes Hoffart. Marktplatzbrunnen 1771 Peter van den Branden Innenstadt G 1 (Marktplatz) 150x150px|rechts Die im Jahr 1719 für den Heidelberger Schlossgarten gefertigte Figurengruppe stellt die vier Elemente dar. Kurfürst Carl Theodor ließ die Skulpturengruppe in das Schwetzinger Schloss bringen, wo sie aber keinen passenden Platz fand. Daher schenkte er sie 1767 der Stadt Mannheim. Johann Matthäus van den Branden arbeitete das Denkmal um und erstellte den Sockel. Nun stellen die Figuren die Stadtgöttin Mannheimia, den Gott des Handels Merkur sowie die Flussgötter Neckar und Rhein dar. Der Brunnen wurde erst 1887 hinzugefügt. Statue des Hl. Johannes Nepomuk Paul Egell Innenstadt N 4 150x150px|rechts Die Statue des Hl. Johannes Nepomuk wurde nach Fertigstellung auf dem Kapuzinerplatz vor der Kapuzinerkirche aufgestellt. 1837 wurde das Denkmal entfernt, weil es nicht mehr standsicher war. 1926 kam es in das Reiß-Museum. 1990 wurde auf dem Kapuzinerplatz eine Replik von Woytek Kaczorowski aufgestellt. Veteranendenkmal M. Arnold nach Entwurf von Jakob Hochstetter Innenstadt D 5 150x150px|rechts Das Veteranendenkmal erinnert an die Gefallenen der Freiheitskriege 1792–1815. Von den 1.700 Soldaten des Mannheimer Infanterieregiments, das 1812 mit Napoleon in den Russlandfeldzug ziehen musste, kehrten nur 100 Männer zurück. 1813/14 überquerte bei Sandhofen ein russisches Korps erstmals den Rhein und trug den Krieg in die linksrheinischen Gebiete, die damals französisch waren. Schillerdenkmal Carl Cauer (Entwurf), Ferdinand von Miller (Guss) Innenstadt B 3 150x150px|rechts Friedrich Schiller war mehrmals in Mannheim. Sein Stück Die Räuber wurde im Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Das Schillerdenkmal wurde 1862 vor dem Nationaltheater in B 3 aufgestellt. Nachdem das Theater im Zweiten Weltkrieg zerstört und am Friedrichsring neu errichtet worden war, wurde das Denkmal zunächst in D 6 aufgestellt. Im 21. Jh. steht es wieder im Quadrat B 3, das zu einer Grünanlage umgestaltet wurde.Rolf Selbmann: Dichterdenkmäler in Deutschland. Literaturgeschichte in Erz und Stein. (PDF; 37 MB) Veröffentlichung der Uni München, J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung. S. 97. Dalbergdenkmal Max von Widnmann (Entwurf) Ferdinand von Miller (Guss) Innenstadt N 2 150x150px|rechts Wolfgang Heribert von Dalberg war Intendant des Nationaltheaters. König Ludwig II. stiftete 1865 das Denkmal, das 1866 vor dem Nationaltheater in B 3 seinen Platz erhielt. Nachdem das Theater im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde das Denkmal zunächst in D 6 aufgestellt. Seit 1992 steht es beim Dalberghaus in N 2. Karl-Ludwig-Denkmal Johannes Hoffart (Entwurf) Innenstadt Ehrenhof Schloss 150x150px|rechts Zum dreihundertjährigen Stadtjubiläum war ein Denkmal zu Ehren des Kurfürsten Carl Theodor geplant. Nach dem Einspruch der badischen Regierung entschied sich die Stadtverwaltung für Kurfürst Karl Ludwig. Er förderte nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs den Wiederaufbau und erließ erweiterte Stadtprivilegien. Das Denkmal stand ursprünglich vor dem Westflügel des Schlosses. 1958/59 wurde es in den Ehrenhof versetzt. Karl-Friedrich-Denkmal Johannes Hoffart (Entwurf) Innenstadt Ehrenhof Schloss 150x150px|rechts Zeitgleich zum Karl-Ludwig-Denkmal entstand das Karl-Friedrich-Denkmal. Nach der Auflösung der Kurpfalz fiel Mannheim an Baden. Karl Friedrich wurde zunächst Kurfürst und 1806 der erste Großherzog von Baden. Das Denkmal stand zunächst vor dem Ostflügel des Schlosses und wurde 1958/59 in den Ehrenhof versetzt. Anna-Hölzel-Gedenkstein Innenstadt Schlossgarten 150x150px|rechts Der Anna-Hölzel-Gedenkstein wurde 1907 durch den Kunstgewerbeverein Pfalzgau errichtet und erinnert an eine Freundin von Friedrich Schiller. Schiller wohnte in Mannheim bei Anton und Anna Hölzel. Als er 1784 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, gewährten sie ihm ein großzügiges Darlehen. Friedensengel Gerhard Marcks Innenstadt E 6 150x150px|rechts Mit der Plastik Friedensengel wird an alle Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs erinnert. Das Mahnmal für die Toten 1933 bis 1945 wurde am 16. November 1952 in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer in B 4 eingeweiht. Im Jahr 1983 erhielt es einen neuen Standort in E 6 neben dem Rathaus. Blumepeterdenkmal Gerd Dehof Innenstadt O 5 150x150px|rechts Der Blumepeter (1875–1940) war ein Mannheimer Original. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Zeitung Mannheimer Morgen stifteten die Herausgeber das Bronzedenkmal. Es stand zunächst auf dem Kapuzinerplatz in N 4, später wurde es nach O 5 auf die Kapuzinerplanken versetzt. Neckartor Innenstadt Breite Straße 150x150px|rechts 1725 wurde das Neckartor erbaut, das das größte Stadttor Mannheims und dementsprechend repräsentativ gestaltet war. Nachdem die Festungsmauern geschleift wurden, verlor es seine Funktion. Als 1842 in der Verlängerung der Breiten Straße mit dem Bau der ersten festen Brücke über den Neckar, der Kettenbrücke, begonnen wurde, riss man das Neckartor ab. Nachdem die Breite Straße in den 1970er Jahren zur Fußgängerzone umgestaltet wurde, wurde an der alten Stelle zwischen K 1/K 2 und U 1/U 2 das Denkmal errichtet. Trümmerfrauendenkmal Maritta Kaltenborn, Waltraud Suckow Innenstadt B 3 Breite Straße 150x150px|rechts Das als Bronzerelief ausgeführte Denkmal, das an die Trümmerfrauen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, wurde 1995 von Oberbürgermeister Gerhard Widder auf dem Schillerplatz in B 3 eingeweiht. Mahnmal für die Sinti-Opfer Innenstadt E 6 150x150px|rechts Neben dem Friedensengel befindet sich das Mahnmal für die Sinti-Opfer. Es erinnert an die rund 100 Mannheimer Familien, die von den Nationalsozialisten vernichtet wurden. Der schlichte Kubus wurde 1996 aufgestellt. Mahnmal für die Opfer der Justiz im Nationalsozialismus Jürgen Schwarz Innenstadt Schloss Westflügel 150x150px|rechts Den Opfern der Justiz im Nationalsozialismus zum Gedenken wurde das Mahnmal vor dem Schloss aufgestellt, wo sich das Mannheimer Sondergericht befand und auch der Volksgerichtshof tagte. Eingraviert sind die Namen der Opfer von 73 Hinrichtungsurteilen des Sondergerichts, von denen mehr als die Hälfte für Taten für schuldig befunden wurden, die heute als Bagatelldelikte gelten würden, wie Diebstahl von Lebensmitteln für den Eigenverzehr. Das Denkmal wurde 2002 von Justizminister Ulrich Goll eingeweiht. Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus Jochen Kitzbihler (Entwurf), Helmut Striffler (Realisierung) Innenstadt P 2 150x150px|rechts Ein Glaskubus auf den Mannheimer Planken, der Haupteinkaufstraße der Stadt, erinnert an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Auf ihm sind in Spiegelschrift die mehr als 2.200 Opfer eingraviert. Der am 25. November 2003 eingeweihte Kubus hat eine Kantenlänge von drei Metern und ist schräg auf das Zentrum Mannheims den Paradeplatz ausgerichtet.Stadt Mannheim Gurs-Wegweiser Innenstadt Willy-Brandt-Platz 150x150px|rechts 2006 wurde beim Hauptbahnhof ein überörtlicher Wegweiser mit der Inschrift „Gurs 1170 km“ aufgestellt. Er erinnert an die Deportation von 2.000 Mannheimer Juden nach Gurs während der Wagner-Bürckel-Aktion am 22./23. Oktober 1940. Nur wenige von ihnen überlebten. Auf Initiative des Stadtjugendrings, des Stadtjugendamts, des BDKJs und des Stadtarchivs beschäftigten sich Mannheimer Jugendliche mit der Geschichte der Deportation, erstellten eine Ausstellung und eine Dokumentation. Der Gemeinderat unterstützte das Projekt und ließ das Hinweisschild aufstellen. Dasselbe Schild mit anderer Kilometerangabe befindet sich auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg im Breisgau. Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus Michael Volkmer Innenstadt 150x150px|rechts Das transportable Mahnmal entstand auf Initiative des „Arbeitskreises Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim“. Es stellt einen großen Stapel aus 1000 zu einer homogenen und anonymen Masse verschmolzenen Würfeln dar, die jedoch einander sehr ähnlich ausgeführt wurden. Jeder von ihnen symbolisiert ein Einzelschicksal, die jedoch miteinander zusammenhängen. Erster Aufstellort war vor dem Amtsgericht, später soll das Mahnmal schrittweise vor den Institutionen aufgestellt werden, die an den Sterilisierungen beteiligt waren wie das Universitätsklinikum, das Diakoniekrankenhaus oder der Fachbereich Gesundheit Mannheim.Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisierungen, abgerufen am 25. September 2017. Sackträgerdenkmal Gerd Dehof Jungbusch Beilstraße 150x150px|rechts Der Stadtteil Jungbusch ist eng verknüpft mit dem Mannheimer Hafen. Tausende von Sackträgern fanden einst Arbeit beim Entladen der Schiffe. Am 17. September 1983 weihte Oberbürgermeister Gerhard Widder das ihnen gewidmete Denkmal ein. Stephaniedenkmal Konrad Taucher Lindenhof Stephanienufer 150x150px|rechts Carl Reiß stiftete das Denkmal, das an die Großherzogin Stéphanie de Beauharnais erinnert. Sie ließ den Schlossgarten umgestalten und für die Bevölkerung öffnen. Das Denkmal steht – seit 1989 als Replik – an dem nach ihr benannten Stephanienufer. Das Original befindet sich im Mannheimer Schloss. Der Bildhauer schuf es nach einem Gemälde von François Gérard. Heinrich-Lanz-Denkmal August Kraus Lindenhof John-Deere-Werke Heinrich Lanz war der Gründer der Landmaschinenfabrik Heinrich Lanz AG, die in John Deere aufging. Das Denkmal entstand fünf Jahre nach Lanz’ Tod. Die 3,60 Meter hohe Bronzestatue steht auf einem 3,31 Meter hohen Sockel aus Muschelkalk. Memel-Gedenkstein Lindenhof Rheinpromenade 150x150px|rechts