Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) wurde am 22. Mai 1950 in Stuttgart gegründet. Sie ist ein gemeinnütziger Verein mit der Zielsetzung der wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Weiterentwicklung der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Dadurch werden die Sicherheit im Brandschutz, die technische Hilfeleistung, der Umweltschutz, der Rettungsdienst sowie der Katastrophenschutz und der Bevölkerungsschutz gefördert. Dazu gehören auch die mit diesen Bereichen verwandten Fachgebiete sowie die Aufklärung der Bevölkerung über den Schutz vor solchen Gefahren.
Aufgaben Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes ist in Deutschland ein Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und Sicherheit. Sicherheit bezieht sich dabei auf die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr. Im Kern ihrer forschenden Tätigkeiten setzt sich die vfdb mit aktuellen und zukunftsorientierten Sicherheitsfragen auseinander. Hierbei hat sie nach ihrem Leitbild folgende Ziele: Die Vereinigung schafft als Expertennetzwerk eine Dialogplattform durch ständige Fachreferate, Ad-hoc-Arbeitsgruppen sowie die Teilnahme an und die Organisation von Fachtagungen und Fachmessen, wie z. B. der Interschutz. Sie bringt sich in öffentliche und politische Debatten mit dem Fachwissen der Mitglieder und Arbeitskreise ein. Dazu betreibt sie eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Die vfdb beteiligt sich an der Forschung und Entwicklung und unterstützt Experten durch Fachinformationen, Richtlinien und Herausgabe einer technisch-wissenschaftlichen Zeitschrift. Sie kooperiert mit anderen Fachverbänden, z. B. mit dem Deutschen Feuerwehrverband und wirkt an der Normungsarbeit mit. Sie fördert innovative Produkte und Verfahren und vergibt ein eigenes Gütesiegel. Die vfdb arbeitet mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, den Mitgliedsverbänden und der Industrie zur Förderung innovativer Produkte und Verfahren zusammen.
Veröffentlichungen Die Vereinigung veröffentlicht eine vierteljährlich erscheinende technisch wissenschaftliche Zeitschrift, die für Mitglieder im Beitrag enthalten ist. Außerdem erstellt sie Richtlinien, Merkblätter und Empfehlungen. Zum Teil werden diese Dokumente über die Webseite der vfdb zur Verfügung gestellt.
Forschung Im Kern ist die vfdb eine forschende Organisation. In ihren 15 Fachreferaten werden aktuelle Fragen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr bearbeitet. Die Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Seit 2009 ist die vfdb als Konsortialpartner in unterschiedlichen Forschungsprojekten im Rahmen der Förderungen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt.
Fachreferate In der Vereinigung gibt in 15 Fachreferaten, die jeweils verschiedene Teilbereiche des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes, der Feuerwehrgeschichte und des Rettungsdienstes abdecken. Referat 1: Vorbeugender Brandschutz Referat 2: Brand- und Explosionsursachen Referat 3: Feuerwehren Referat 4: Ingenieurmethoden des Brandschutzes Referat 5: Brandbekämpfung, Gefahrenabwehr Referat 6: Fahrzeuge und technische Hilfeleistung Referat 7: Information- und Kommunikationstechnik Referat 8: Persönliche Schutzausrüstung Referat 9: Betriebliches Gefahrenabwehr- und Krisenmanagement Referat 10: Umweltschutz Referat 11: Brandschutzgeschichte Referat 12: Brandschutzaufklärung und -erziehung, Öffentlichkeitsarbeit Referat 13: Forschungsmanagement und -information Referat 14: Anlagentechnischer Brandschutz Referat 15: Rettungsdienst
Förderungen Der vfdb fördert die nationale und internationale, hier vor allem die europäische Zusammenarbeit mit allen staatlichen und privaten Fachstellen sowie Organisationen, Institutionen und Verbänden, der Sicherheitserziehung und -aufklärung, insbesondere bei Jugendlichen.
Öffentlichkeitsarbeit Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört die Verbreitung von Brandschutz- und Sicherheitsempfehlungen, auch zu einem besseren Verbraucherschutz.
Kooperationen mit anderen Organisationen Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes unterhält nationale und internationale Kooperationen und ist ihrerseits Mitglied in anderen Organisationen.
Mit der Teilnahme am Kongress des Weltfeuerwehrverbandes CTIF begann der damalige Präsident August Ortloph diese Partnerschaft. Vertieft wurde sie im Jahr 1978 als der vfdb-Präsident Manfred Gebhard zum Vizepräsidenten des CTIF gewählt wird. Ab 1960 fanden mehrere internationale Brandschutz-Seminare statt. Diese förderten den Erfahrungsaustausch im Bereich Sicherheitsforschung auf internationaler Ebene. Auf internationaler Ebene ist die vfdb auch Mitglied der Confederation of Fire Protection Associations (CFPA). Durch die Tatsache, dass die Federation of the European Union Fire Officers Associations (FEU) einen Sitz im Präsidium hat, ist auch hier eine enge Zusammenarbeit auf europäischer Ebene gegeben.
Auch auf nationaler Ebene ist die vfdb stark vernetzt. Ein wichtiges Gremium innerhalb der vfdb ist das Präsidium. Hier haben unterschiedliche Verbände, Gremien und Arbeitsgemeinschaften Stimmanteile. Auf diese Weise wird der Austausch zwischen Vertretern der Feuerwehren, des vorbeugenden Brandschutzes, der Verwaltung und anderer Bereiche, zum Beispiel der Schornsteinfeger, nachhaltig gefördert.
Als ideeller Träger der Messe Interschutz besteht eine enge Partnerschaft mit der Deutschen Messe AG in Hannover.
Im Bereich der Brandschutzaufklärung arbeitet das Referat 12 der vfdb mit dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) zusammen. Zu dieser Thematik bilden die beiden Vereinigungen seit 2004 den Gemeinsamen Ausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung.
Ehrungen und Preise Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes vergibt verschiedene Ehrungen und Preise auf dem Gebiet der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Heinrich-Henne-Medaille vfdb Excellence Award Ehrenmedaille der vfdb vfdb Nachwuchsförderpreis für herausragende Abschlussarbeiten Ehrenmitgliedschaft in der vfdb
vfdb Präsidenten (1950 bis heute) 1950 – 1954: Branddirektor a. D. August Ortloph (vormals Feuerwehr Dresden) 1954 – 1974: Oberregierungsrat Erhard Schmitt (Bundesministerium des Innern, Technisches Hilfswerk) 1974 – 1990: Oberbranddirektor Manfred Gebhard (Feuerwehr Hamburg) 1990 – 2013: Ltd. Branddirektor Hans Jochen Blätte (Feuerwehr Wuppertal) seit 2013: Direktor der Feuerwehr Dirk Aschenbrenner (Feuerwehr Dortmund)
Weblinks Website der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes Website „Brandschutzaufklaerung.de“ des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung von vfdb und DFV
Einzelnachweise
Kategorie:Brandschutz Kategorie:Organisation (Brandschutz) Kategorie:Verein (Stuttgart) Kategorie:Vereinsgründung 1950