alternativtext=Porträtbild einer Frau mit langen dunklen Haaren und Brille, die in ein Mikrofon spricht. Blickrichtung ist nach links.|mini|Pegah Ahmadi bei einer Lesung auf dem Poesiefestival Berlin 2023 Pegah Ahmadi ( ; * 1974 in Teheran) ist eine iranische Dichterin, Literaturkritikerin und Übersetzerin.
Leben Bereits mit sieben Jahren begann Pegah Ahmadi, Gedichte zu schreiben. Ihren Durchbruch erreichte sie mit siebzehn, als ein Gedicht von ihr in dem Magazin Takāpu veröffentlicht wurde. Ahmadi studierte persische Sprache und Literatur an der Universität von Teheran. Sie veröffentlichte regelmäßig in literarischen Zeitungen im Iran und arbeite als Chefredakteurin der Literaturzeitschrift Paperik. Während ihrer Zeit im Iran publizierte sie mehrere eigene Gedichtbände. Zu ihrem Werk zählen ferner wissenschaftliche Veröffentlichungen, Literaturkritiken und Übersetzungen aus dem Amerikanischen, unter anderem Texte von Sylvia Plath.Pegah Ahmadi, Brown University (abgerufen am 15. Juli 2025).
Nachdem sie die Unterdrückung der Frauen und der freien Meinungsäußerung im Iran thematisiert hatte, wurden Ahmadis veröffentlichte Werke beschlagnahmt. Sie erhielt ein Publikationsverbot und wurde aus ihrem Arbeitsverhältnis entlassen. Da sie die Proteste nach der iranischen Präsidentschaftswahl 2009 unterstützte, war die von Verhaftung bedroht. Sie verließ den Iran mithilfe des International Cities of Refuge Network (ICORN) und war von 2009 bis 2012 Gastautorin in Frankfurt am Main. Während ihres ersten Aufenthalts in Deutschland erschien der im Iran entstandene, dort aber abgelehnte Band Sardam Nabud – auch in deutscher Übertragung von Jutta Himmelreich unter dem Titel Mir war nicht kalt. Im akademischen Jahr 2011/12 war Ahmadi zu Gast an der Brown University in Rhode Island.Pegah Ahmadi, Sujet Verlag (abgerufen am 14. Juli 2025).
2011 und 2018 erschienen in die deutsche Sprache übersetzte Gedichte von Ahmadi. Den Band Das war also die Zukunft (2024) verfasste sie selbst auf Deutsch; er wurde von Monika Rinck lektoriert. Pegah Ahmadi lebt in Köln.Pegah Ahmadi - Das war also die Zukunft, Edition H. Schroeder (abgerufen am 15. Juli 2025).
Werk Gedichtsammlungen 1999: Am Ende auf der Note G 2001: Kadenz 2003: Tahshiyeh bar Divār-e Khānegi, (Randnotiz an der Hauswand) 2004: Īn Ruzhā'yam Galūst (Diese Tage sind ein Kloß im Hals) 2008: Āhū Khāni, (Fehlersuche) 2011: Sardam Nabud (Mir war nicht kalt) 2018: Wucht 2024: Das war also die Zukunft
Wissenschaftliche Veröffentlichungen 2005: She'r-e Zan az Āghāz tā Emruz (Weibliche Dichtung von den Anfängen bis heute) 2005: Āntology-e Jāme'e She'r-e Zanān-e Irāni (Anthologie weiblicher iranischer Dichtung, Band I)
Übersetzungen aus dem Englischen 2000: Āvāz Āsheghāneh-ye Dokhtar-e Divāneh (Liebeslied eines geisteskranken Mädchens), von Sylvia Plath 2007: Sad o Yek Haiku, Az Gozashteh tā Emruz (Hundert-und-ein Haiku von der Vergangenheit bis heute), von Jackie Hardy
Weblinks
Kurzbiographie, Sujet Verlag (persisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Persisch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Essay Kategorie:Literaturkritiker Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen Kategorie:Übersetzer ins Persische Kategorie:Chefredakteur Kategorie:Person (Teheran) Kategorie:Iraner Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau Kategorie:Journalist (Iran)