Annette Gigon / Mike Guyer sind ein Schweizer Architekturbüro mit Sitz in Zürich. Inhaber des Büros sind die Architekten Annette Gigon und Mike Guyer, die seit 2012 einen Lehrstuhl für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich innehaben.

Partner mini|140px|Annette Gigon Annette Gigon (* 24. Mai 1959 in Herisau, Schweiz) legte ihr Architekturdiplom 1984 an der ETH ab und arbeitete anschliessend in den Büros Arcoop – Ueli Marbach und Arthur Rüegg und 1985–1988 Herzog & de Meuron. Ab 1987 hatte sie ein eigenes Büro. Gigon ist Mitglied des BSA und seit 2003 der Berliner Akademie der KünstePressemitteilung der Akademie der Künste. Gastdozenturen hatte sie 2001–2002 an der EPF Lausanne und 2008 an der ETH Zürich. Seit 2012 ist sie ordentliche Professorin für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich.

mini|140px|Mike Guyer Mike Guyer (* 5. Juli 1958 in Columbus, Ohio, USA) arbeitete nach dem Diplom an der ETH Zürich 1984–1987 bei Rem Koolhaas in Rotterdam. Seit 1987 führte er, wieder in Zürich, neben einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Hans Kollhoff, sein eigenes Büro. Ebenfalls Mitglied des Bundes Schweizer Architekten, unterrichtete er 2002 als Gastdozent an der EPF Lausanne und 2009 an der ETH. Seit 2012 ist er ordentlicher Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich. Mike Guyer ist Sohn des Architektenpaars Esther und Rudolf Guyer.

Bauten Die Bauten des Büros finden internationalen Anklang und werden vielfach publiziert. Insbesondere im Museumsbau haben sich Gigon/Guyer mit Bauten wie dem Kunstmuseum Appenzell (ehemals Museum Liner), dem Archäologischen Museum und Park Kalkriese oder dem Kirchner Museum in Davos internationale Reputation verschafft.mini|Kirchner Museum mini|Erweiterungsbau des Kunstmuseum Winterthur mini|Ausstellungs- und Aussichtsturm vom Museum und Park Kalkriese 2017–2022: Erweiterung Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop: «Josef-Albers-Galerie» 2009–2020: Geschäftshaus und Umbau Villa Rosau, Zürich 2015–2019: Mehrfamilienhaus, Küsnacht 2013–2018: Wohnüberbauung Labitzke Areal, Zürich 2013–2018: Bürohochhaus Andreasturm, Zürich-Oerlikon 2015–2018: Bürogebäude Claridenstrasse 35, Zürich 2014–2017: Universitätsgebäude Francis Bouygues, Ecole CentraleSupélec, Paris Saclay, Frankreich 2012–2017: Hotel Züri, Heinrichstrasse, Zürich 2008–2015: Wohnüberbauung Entrepôt Macdonald, Paris 2008–2014: Fondazione Marguerite Arp, Locarno-Solduno 2008–2013: Wohnüberbauung Zellweger-Areal, Uster 2007–2013: Haus Lagerstrasse, Bürogebäude, Europaallee 21, Zürich 2004–2012/14: Löwenbräu-Areal – Kunstzentrum, Wohnhochhaus und Bürogebäude, Zürich 2009–2013: Würth Haus Rorschach, Verwaltungs- und Ausbildungszentrum mit Kongresssaal und Kunstmuseum «Forum Würth» 2007–2012: Résidence du Parc de Grange-Canal, Genf 2007–2011: Bürogebäude Platform, Maag-Areal, Zürich 2004–2011: Prime Tower Bürohochhaus mit Annexbauten Cubus und Diagonal, Zürich mit Joseph Schwartz 2005–2009: Besucherzentrum des Museums Kalkriese, Osnabrück, Deutschland 2005–2009: Verkehrshaus der Schweiz, Eingangsgebäude und Halle für Strassenverkehr, Luzern 2004–2008: Résidence du Pré-Babel, Genf 2003–2007: Wohnüberbauung Brunnenhof, Zürich, Wohnungen für kinderreiche Familien 2001–2007: Umbau Kunstmuseum Basel und Bibliothek Laurenzbau 2002–2004: Kunst-Depot, Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach 2001–2004: Donation Albers-Honegger «Espace de l'art concret» (EAC) in Mouans-Sartoux, Frankreich 1999–2002: Wohnüberbauung und Umbauten Pflegi-Areal, Zürich 1998–2002: Archäologisches Museum und Park Kalkriese in Osnabrück, Deutschland 1996–2002: Hörsaal Universität, Zürich 1996–1998: Kunstmuseum Appenzell (ehemals Museum Liner) 1995–1998: Renovation und Anbau Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur 1993–1995: Erweiterung Kunstmuseum, Winterthur 1993–1996: Sportzentrum Davos mit Branger & Conzett 1989–1992: Kirchner Museum, Davos

Auszeichnungen und Preise Architekturpreis Beton 2001 Baupreis des Architektur Forums Zürcher Oberland 2019 Mehrfamilienhaus in Küsnacht 2016 Wohnüberbauung Zellweger-Areal, Uster Architektur Preis Kanton Zürich 2016 – Zellweger Park, Uster mit der Wohnüberbauung Zellweger-Areal Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich: 2016 Bürohochhaus Prime Tower 2005 Wohnüberbauung Pflegi-Areal in Zürich 2001 Zwei Häuser in Zürich Tageslicht-Award 2012 für das Kirchner Museum Davos Auszeichnung guter Bauten der Stadt Wädenswil für die Wohnhäuser Park Grünenberg in Wädenswil, 2008 BDA Preis Niedersachsen 2003, für das Museum und Park Kalkriese Fritz-Schumacher-Preis für beispielhafte Leistungen in der Architektur, 2002 Weser-Ems-Preis für Architektur und Ingenieurbau 2001 für Museum und Park Kalkriese in Deutschland Alcopor-Preis für die Museumserweiterung Winterthur, 2000 Auszeichnung Bauen in den Bergen, 1. Preis Sexten Kultur Italien für das Kirchner Museum Davos RIBA international Fellowship 2009 Auszeichnung für gute Bauten Graubünden 2001 für Sportzentrum, Davos 1994 für das Kirchner Museum, Davos

Publikationen (Auswahl) Annette Gigon, Mike Guyer, Arend Kölsch (Hrsg.): Bürogebäude. gta Verlag ETH Zürich, 2019, ISBN 978-3-85676-396-1 Annette Gigon, Mike Guyer, Gregory Grämiger, Barbara Schlauri, Ulrike Traut (Hrsg.): Bibliotheksbauten. gta Verlag ETH Zürich, 2018, ISBN 978-3-85676-381-7. Annette Gigon, Mike Guyer, Felix Jerusalem (Hrsg.): Residential Towers. gta Verlag ETH Zürich, 2016, ISBN 978-3-85676-349-7. a+u 14:08 Architecture and Urbanism No. 527: Gigon/Guyer. Tokyo 08:2014 Gigon-Guyer Architekten: Arbeiten 2001–2011, anlässlich der Ausstellung Annette Gigon, Mike Guyer an der ETH Zürich, Dezember 2011 – Januar 2012, Lars Müller Publishers, Baden 2012, ISBN 978-3-03778-257-6. El Croquis, Nr. 143: Annette Gigon / Mike Guyer 2001–2008. Madrid 2009. a+u Architecture and Urbanism, Special Issue November 2006, Gigon / Guyer – matter, colour, light and space. Tokyo 2006. Adrian Schiess (Fotos), Max Wechsler (Text), Heinz Wirz (Hrsg.), Maureen Oberli-Turner (Übersetzung): Farbräume, Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron und Gigon/Guyer 1993–2003. Quart, Luzern 2004, ISBN 978-3-907631-38-6 (deutsch, englisch). Edelbert Köb (Hrsg.): Museum Liner Appenzell, Gigon & Guyer, Kunsthaus Bregenz, Hatje Cantz, Ostfildern 2000, . Christoph J. Bürkle (Hrsg.): Gigon Guyer Architekten. Arbeiten 1989–2000. Niggli Verlag, Sulgen 2000, ISBN 3-7212-0344-5. El Croquis Nr. 102: Annette Gigon / Mike Guyer 1989–2000. Madrid 2000.

Weblinks

Internetpräsenz des Büros Website an der ETH Zürich

Projekte von Gigon/Guyer auf surrounding

Belege

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