Masljanino () ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Nowosibirsk (Russland) mit Einwohnern (Stand ).

Geographie Die Siedlung liegt an der Westflanke des Salairrückens, gut 110 Kilometer Luftlinie südöstlich der Oblasthauptstadt Nowosibirsk, hauptsächlich am linken Ufer des Ob-Nebenflusses Berd.

Masljanino ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Masljanino.

Geschichte Der Ort wurde 1644 von Siedlern aus dem europäischen Teil Russlands gegründet.Masljanino auf der Webseite des Geographischen Instituts der RAN (russisch) Der Name ist vom russischen Wort maslo für Öl abgeleitet und bezieht sich auf das Leinöl, das die Siedler aus dem Flachs gewannen, den sie auf den der Taiga abgerungenen Feldern anbauten.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts gehörte das Dorf zum Ujesd Barnaul des Gouvernements Tomsk. Zweimal, am Anfang und am Ende des 19. Jahrhunderts, brannte fast das gesamte Dorf nieder.

1925 wurde Masljanino im Rahmen einer Verwaltungsreform Zentrum eines Rajon. 1944 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehen.

Bevölkerungsentwicklung: Jahr Einwohner 1939 5.431 1959 9.781 1970 10.578 1979 11.883 1989 12.656 2002 13.565 2010 13.102 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Masljanino sind verschiedene Wohngebäude aus dem 19. Jahrhundert sowie die Nikolai-Kirche von 1896 auf der Webseite der Eparchie Nowosibirsk der Russisch-Orthodoxen Kirche (russisch) erhalten. Seit 1978 besitzt der Ort es ein Rajon-Heimatmuseum.Informationen zum Museum bei museum.ru (russisch)

Wirtschaft und Infrastruktur In Masljanino als Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes (Getreide, Flachs; Rinder, Schweine) gibt es Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie der Forst- und Baustoffwirtschaft.

12 km oberhalb Masljanino wurde an der Berd beim Dorf Perebor zwischen 1947 und 1951 ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 600 Kilowatt errichtet. Bis zum Anschluss an das landesweite Stromnetz diente die Anlage der Elektroenergieversorgung des Rajons, danach wurde sie demontiert. Die Staumauer ist jedoch erhalten ().

Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Tscherepanowo an der Eisenbahnstrecke Nowosibirsk–Barnaul. Nach Tscherepanowo besteht Verbindung über eine 60 km lange Regionalstraße, die dort auch Anschluss an die Fernstraße M52 besitzt.

Verweise Einzelnachweise

Literatur

Kategorie:Ort in der Oblast Nowosibirsk