mini|Fulda-Werra-Bergland Das Fulda-Werra-Bergland ist eine naturräumliche Haupteinheit (357) im Osthessischen Bergland (Haupteinheitengruppe 35) in Ost- und Nordhessen und, zu minimalen Anteilen im Südosten, in Thüringen. Es breitet sich in der Hauptsache rechts der Fulda und links der Werra, von der Rhön aus nordwärts, bis zu deren Hochzeit zur Weser bei Hann. Münden aus.

Mit Abstand bekanntester und höchster Gebirgszug/Berg ist der Hohe Meißner mit im Nordosten. Bekannt sind weiterhin der Kaufunger Wald im äußersten Norden, das Stölzinger Gebirge im Zentrum und der Seulingswald im Süden.

Geographische Lage und Grenzen Das Fulda-Werra-Bergland liegt zwischen der Fulda nördlich von Bad Hersfeld und der Werra südlich von Heringen je flussabwärts, d. h. nördlich, zwischen beiden Flüssen.

Hinzu kommt der Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug, der sich, links der Fulda zwischen Bad Hersfeld und Malsfeld, etwa 22 km nordwestwärts zieht und nach Südosten bei einem Abstand von etwa 12 km fließend in den Knüll (Haupteinheit 356) übergeht. Dieser wird zum Knüll in etwa von der um den Nebenfluss Breitenbach verlängerten Efze und zum Kirchheimer Bergland (355.4), zum Fulda-Haune-Tafelland (Haupteinheit 355) gehörig, von der (jenseitigen) Geis abgetrennt.

Abgezogen werden muss links der Werra ferner das Werrabergland (Haupteinheit 358) bei Eschwege und Bad Sooden im Nordosten und der Ringgau (483.4) östlich von Sontra als Teil des Thüringer Beckens (Haupteinheitengruppe 48) im Osten.

Südlich grenzt das Bergland an die Kuppenrhön (Haupteinheit 353), nordwestlich an die bereits zum Westhessischen Bergland (Haupteinheitengruppe 34) gezählte Westhessische Senke (343) am Verdichtungsraum Kassel.

Nach Norden schließen sich Reinhardswald, Bramwald und weitere Teile des Weser-Leine-Berglandes (37) an, im äußersten Südosten, südlich des Ringgau, geht der Naturraum fließend ins Salzunger Werrabergland (359) über.

Naturräumliche Gliederung Das Fulda-Werra-Bergland gliedert sich wie folgtKarte und Beschreibung im Umweltatlas Hessen: 357 Fulda-Werra-Bergland 357.0 Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug 357.00 Rotenburg-Ludwigsecker Wald 357.01 Wichtetal 357.02 Eichelsberg 357.03 Melgershäuser Höhen 357.1 Bebra-Melsunger Fuldatal 357.10 Friedlos-Mecklarer Fuldatal 357.11 Bebraer Becken 357.12 Rotenburger Fuldatal 357.13 Melsunger Fuldatal 357.2 Solztrotten- und Seulingswald 357.20 Seulingswald 357.21 Solztrottenwald 357.22 Nesselröder Mulde 357.3 Sontraer Hügelland 357.30 Ibaer Hügelland 357.31 Sontraer Land 357.32 Schemmerbachgrund 357.4 Stölzinger Bergland (Stölzinger Gebirge) 357.40 Haselbach-Bebra-Bergland 357.41 Stolzhäuser Rücken 357.42 Vockeroder Bergland (mit Katzenstirn) 357.5 Witzenhausen-Altmorschener Talung 357.50 Spangenberger Senke 357.51 Hessisch-Lichtenauer Becken 357.52 Velmeder Tal 357.53 Rommeroder Hügelland 357.54 Waldkappeler Wehretal 357.6 Melsunger Bergland (mit Günsteröder Höhe) 357.7 Kaufunger Wald und Söhre 357.70 Söhre 357.71 Kaufunger-Wald-Hochfläche (Vorderer Kaufunger Wald) 357.72 Hinterer Kaufunger Wald 357.8 Meißnergebiet 357.80 Nördliche Meißnervorberge 357.81 Hoher Meißner 357.82 Finkenberg-Dachsberg-Zug 357.9 Sontra-Bergland (mit Schlierbachswald) 357.90 Hosbach-Sontra-Bergland 357.91 Schlierbachswald

Berge Zu den Bergen des Fulda-Werra-Berglands gehören – sortiert nach Höhe in Meter (m) über Normalnull (NN): Hoher Meißner (); Hoher Meißner im Meißnergebiet Hirschberg (); Söhre Bilstein (); Vorderer Kaufunger Wald Eisberg (); nördlicher Stolzhäuser Rücken im Stölzinger Gebirge Haferberg (); Hinterer Kaufunger Wald Himmelsberg (); Günsteröder Höhe im Melsunger Bergland Alheimer (); südlicher Stolzhäuser Rücken im Stölzinger Gebirge Bielstein (); Söhre Klosterstein (); Rotenburg-Ludwigsecker Wald im Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug; Quelle der Beise Dammskopf (); Rotenburg-Ludwigsecker Wald im Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug (nahe: Schloss Ludwigseck am Atzelstein) Katzenstirn (); südliches Vockeroder Bergland im Stölzinger Gebirge Toter Mann (); Seulingswald Eichelsberg (); Eichelsberg im Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug Herzberg (); Richelsdorfer Gebirge (Naturraum Solztrottenwald) Kessel (); Melgershäuser Höhen im Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzug

Fließgewässer Die wichtigsten Nebenflüsse von Fulda und Werra im nach ihnen benannten Bergland sind, flussaufwärts, das heißt von Nord nach Süd, sortiert (jenseitige Grenzflüsse in Klammern, Längen ebenso): linke Fulda-Zuflüsse Beise (20,9 km) Wichte (9,7 km) Rohrbach (18,0 km) (Geisbach (22,1 km)) rechte Fulda-Zuflüsse Nieste (21,8 km) Losse (28,9 km) Pfieffe (21,5 km) Kehrenbach (12 km) Ulfe (10,6 km) (Solz (21,4 km)) linke Werra-Zuflüsse Gelster (17,5 km) Berka (9,8 km) Wehre (36,4 km) (Ulster (57,2 km)) Speziell für die rechten Nebenflüsse der Fulda, die aus dem Fulda-Werra-Bergland kommen, findet sich hier eine detaillierte Aufstellung.

Einzelnachweise

Allgemeine Quellen BfN-Landschaftssteckbriefe: Fulda-Werra-Bergland (ohne Kaufunger Wald, Meißnergebiet und Bebra-Melsunger Fuldatal) Meißnergebiet Kaufunger Wald (ohne Söhre) Bebra-Melsunger Fuldatal

Weblinks des Fulda-Werra-Berglandes mit Naturraumgrenzen, allen wichtigen Erhebungen und Flusssystemen / Placemarks (Google Earth erforderlich)

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