Hideki Noda (jap. , Noda Hideki; * 7. März 1969 in der Präfektur Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Autorennfahrer.

Karriere Hideki Noda machte eine für einen japanischen Autorennfahrer untypische Rennkarriere. Zum Unterschied zu fast allen seinen Landsleuten, die den Weg in die Formel 1 fanden und die die Nachwuchsserien in Japan durchliefen, bestritt Noda seine ersten Rennen in Europa. 1989 fuhr er in der britischen Vauxhall-Meisterschaft und wechselte 1990 zu Ralt in die Britische Formel-3-Meisterschaft. 1991 feierte er mit dem Erfolg in Silverstone seinen ersten Sieg in dieser Meisterschaft.

mini|links|Hideki Noda im Lola B05/40 von Kruse Schiller Motorsport beim 1000-km-Rennen von Silverstone 2008 Es folgten drei Jahre in der Formel 3000, ohne dass Noda viele zählbare Ergebnisse erzielen konnte. Einmal, beim Meisterschaftslauf in Enna 1994, kam er als Dritter aufs Podium. Dennoch erhielt er Ende des Jahres ein Engagement in der Formel 1, als er drei Rennen für das Team von Gérard Larrousse bestritt. Zielankunft war mit dem unterlegenen Larrousse LH94 zwar keine möglich, aber der von der Fachwelt als langsam eingestufte Noda überraschte mit ansprechenden Leistungen.

Ein Verbleib in der Formel 1 für die Saison 1995 scheiterte an der Aufgabe von Simtek, wo Noda einen Vorvertrag unterschrieben hatte. Noda wechselte in die Indy-Lights-Serie und war 1997 der erste Japaner, der ein von der CART organisiertes Monoposto-Rennen gewinnen konnte. Er triumphierte beim Wertungslauf in Portland.

1998 ging Noda zurück nach Japan und fuhr für das Team von Kazuyoshi Hoshino in der Formel Nippon und in der japanischen GT-Meisterschaft. Nach einigen Rennen in der Indy Racing League und einem Engagement in der A-1-Grand-Prix-Serie wechselte Noda zu den Le-Mans-Prototypen. Für Zytek trat er ab 2006 regelmäßig in der Japan Le Mans Challenge an, daneben fuhr er bei einigen ausgewählten Läufen der Le Mans Series. 2008 feierte Noda sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im offenen Lola von Kruse-Schiller-Motorsport.

Familie Hideki Noda hat zwei Töchter und einen Sohn. Die jüngere Tochter Juju stieg sehr früh als Rennfahrerin in den Motorsport ein. Sie gewann im April 2017 bereits mit 11 Jahren das Eröffnungsrennen der japanischen Formel-U17-Meisterschaft und fährt seit 2020 in der dänischen Formel-4-Meisterschaft.

Statistik Statistik in der Formel-1-Weltmeisterschaft

Gesamtübersicht Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.Runden Punkte WM-Pos. 1994 Tourtel Larrousse F1 Larrousse LH94 Ford HB 3.5 V8 3 – – – – – – – Gesamt 3 – – – – – –

Einzelergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 1994 DNF DNF DNF

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 2008 Kruse Schiller Motorsport Lola B05/40 Ausfall Getriebeschaden 2009 KSM Lola B07/46 Jean de Pourtales Ausfall Wagenbrand 2010 KSM Lola B07/40 Jean de Pourtales Rang 26

Literatur Steve Small: Grand Prix Who’s Who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

Weblinks

Offizielle Website (archiviert vom Internet Archive Stand 02/2012, japanisch, englisch) Hideki Noda bei Racing Sports Cars

Einzelnachweise

Kategorie:Formel-1-Rennfahrer (Japan) Kategorie:IndyCar-Rennfahrer Kategorie:Champ-Car-Rennfahrer Kategorie:Super-Formula-Rennfahrer Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Mann Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans