Elias Räntz (getauft 21. August 1649 in Regensburg; begraben 27. September 1732 in Bayreuth) war ein Bildhauer des Barocks. Aus einer steirischen Familie stammend, wirkte er unter anderem am markgräflichen Hof in Bayreuth. mini|hochkant|Altar der Pfarrkirche in Pilgramsreuth
Leben Räntz wurde 1677 zum Hofbildhauer des Markgrafen Christian Ernst berufen. Er kam aus Italien, wo er in Rom studiert hatte,Der Markgrafenbrunnen am Neuen Schloss bei markgrafenkultur.de, abgerufen am 6. Juli 2019 und stand unter dem Einfluss Gian Lorenzo Berninis und Alessandro Algardis. Das Bayreuther Stadtbild hat er, wie auch später seine Söhne und Enkel, mit bedeutenden Kunstwerken bereichert.
Elias Räntz starb im September 1732 im Alter von 83 Jahren in Bayreuth.
Nachkommen Sohn Johann David Räntz der Ältere (1690–1735),Bayreuth – Opernstraße 16 Redoute bei markgrafenkultur.de, abgerufen am 5. November 2022. Architekt und Bauleiter des Ordensschlosses Sankt Georgen.Christoph Rabenstein: Als es in Bayreuth noch Seeschlachten gab in: Heimatkurier 7–8/1996 des Nordbayerischen Kuriers, S. 13. In Bayreuth entwarf er 1714/15 das 1740 wieder abgebrochene erste Redoutenhaus, schuf das 1718 vollendete Eremitenschlösschen in der Eremitage und 1730 das Waisenhaus in der Friedrichstraße.Will von Poswik, Herbert Conrad: Bayreuth. S. 12. Sohn Johann Gabriel Räntz (1697–1776), von dem der Kanzelaltar (1749) und die vier Sandsteinskulpturen auf der Attika der Bayreuther Spitalkirche stammen. Enkel Johann David Räntz (1729–1783) Enkel Lorenz Wilhelm Räntz (1733–1776), der gemeinsam mit seinem Bruder Johann David 1769 in Rom arbeitete.
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Hugenottenbrunnen im Schlossgarten in Erlangen Zu den wichtigsten Schöpfungen des Künstlers gehören 1699–1705: Markgrafenbrunnen in Bayreuth, nach Zeichnungen von Charles Philippe Dieussart Portalschmuck des Alten Rathauses in Bayreuth Grabstein der Stecknadelbraut Margareta Katharina Schlenckin auf dem Bayreuther Stadtfriedhof Die Epitaphe von Georg Leonhard Schöpf (1628–1703), Georg Friedrich Pertsch (1625–1692) und Joachim Heinrich Hagen (1648–1693) in der Gottesackerkirche in Bayreuth 1703: Altar in der Laurentiuskirche in Thurnau 1706: Hugenottenbrunnen im Schlossgarten in Erlangen 1706/1707: Schnitzarbeiten am Choraltar von St. Jakobus in Creußen 1710/1711: Altar und Kanzelaufbau der Pfarrkirche in Pilgramsreuth 1724: Das Epitaph von Georg Wilhelm Laubenberg (1693–1714), dem Hofzwerg des Markgrafen Georg Wilhelm, das heute in der Corps de Logis des Neuen Schlosses in Bayreuth steht
Literatur
Karl Sitzmann: Künstler und Kunsthandwerker in Ostfranken. Kulmbach 1957, S. 414–420. Rentz, Elias. In: Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexikon. Band 13: Rhenghiero, Rhenghieri – Rubens, P. P. E. A. Fleischmann, München 1843, S. 37 (books.google.de) . Räntz, Elias. Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 8, Saur, München 2007, S. 155 (books.google.de).
Weblinks
Abbildungen von Werken auf dem Bildindex der Kunst und Architektur Elias Räntz Datenblatt auf dem Portal der Deutschen Biographie
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer des Barock Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Hofbildhauer Kategorie:Bildender Künstler (Bayreuth) Kategorie:Geboren 1649 Kategorie:Gestorben 1732 Kategorie:Mann