Dobrá Voda ( Guttenbrunn) ist ein Ortsteil der Gemeinde Číměř in Tschechien. Er liegt fünf Kilometer nördlich von Nová Bystřice und gehört zum Okres Jindřichův Hradec. Der Ort ist als ein Dreiecklängsangerdorf angelegt.

Geschichte Im Jahre 1364 wird die Ortschaft „Gvtepvnne“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Besitzungen der Ortschaft gehörten großteils zur Herrschaft Neubistritz und zu einem kleinen Teil zur Herrschaft NeuhausOkresni archiv: Neuhaus Kataster von 1654 und Revisitation von 1674. Um das Spital in Neuhaus zu erhalten, mussten die Bewohner von Guttenbrunn im Jahre 1405 einen Arbeitsbeitrag leisten.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Schreibweise der Ortschaft mehrmals. So sprach man von „Gothenprvn“ (1429), dann von „Gutnprvn“ (1541) und schließlich ab 1789 von „Gutenbrunn“. 1848 wurde Guttenbrunn eine selbstständige Gemeinde. Die Matriken werden seit 1664 bei Neubistritz geführt.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Friedensvertrag von Saint Germain, 1919, wurde der Ort, dessen Bewohner im Jahre 1910 ausschließlich der deutschen Sprachgruppe angehörten, Bestandteil der neuen Ersten Tschechoslowakischen Republik. Nach dem Münchner Abkommen, kam der Ort an das Deutsche Reich 1933 bis 1945. Er wurde ein Teil des Reichsgaus Niederdonau.Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Der Kreis Neubistritz (Südböhmen) und das Zlabingser Ländchen von A bis Z. 2008.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bei dem 24 Einwohner ums Leben kamen, fiel die Gemeinde an die Tschechoslowakei zurück. Am 29. Mai 1945 wurde sie mit den umliegenden Gemeinden von Tschechen besetzt. Der Ort wurde neu besiedelt.

Nach 1961 wurde die Ortschaft von der Nachbargemeinde Číměř verwaltet und am 14. Juni 1964 in diese eingemeindet.

Siegel und Wappen Es gibt den Hinweis, dass das Gemeindesiegel einen Bären zeigte, der eine Krone und einen Buchstaben in den Pranken hielt, dieses Siegel konnte bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Doch ein Gerichtsdokument der Nachbargemeinde Schamers aus dem Jahre 1658 zeigt einen solchen Bären. Es wird vermutet, dass die Einwohner die unter die Herrschaft Neuhaus beim Gericht in Schamers dieses Siegel führten. Welches Siegel man in der Herrschaft Neubistritz verwendeten ist derzeit noch unklar.

Bevölkerungsentwicklung Volkszählung Einwohner gesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner Jahr Deutsche Tschechen Andere 1880 503 503 0 0 1890 472 466 6 0 1900 495 495 0 0 1910 424 424 0 0 1921 376 356 6 14 1930 349 341 6 2 1991 41 2001 37 Josef Bartoš, Jindřich Schulz, Miloš Trapl: Historický místopis Moravy a Slezska v letech 1848–1960. Band 9: Okresy Znojmo, Moravský Krumlov, Hustopeče, Mikulov. Profil, Ostrava 1984.

Sehenswürdigkeiten Kapelle St. Martin (1768) Kriegerdenkmal Volksschule, einklassig, später zweiklassig

Literatur Hans Weresch: Adam Müller-Guttenbrunn. Sein Leben, Denken und Schaffen. Band 1–2. Selbstverlag, Freiburg (Breisgau) 1975.

Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen/Steige 1990, ISBN 3-927498-13-0, S. 12. Bruno Kaukal: Die Wappen und Siegel der südmährischen Gemeinden in den Heimatkreisen Neubistritz, Zlabings, Nikolsburg und Znaim. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen/Steige 1992, ISBN 3-927498-16-5, S. 88. Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Der Kreis Neubistritz (Südböhmen) und das Zlabingser Ländchen von A bis Z. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen/Steige 2008, S. 62.

Weblinks Ortsbeschreibung der Dachverbandes der Südmährer in Österreich (deutsch)

Einzelnachweise

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