Dreieckskrabben oder auch Seespinnen oder Meerspinnen (Majidae) gehören zur Teilordnung der Krabben mit etwa 700 marinen Arten, deren Carapax (Rückenpanzer) von oben oft dreieckig aussieht, woraus sich ihr Name ergibt. Die Schreitbeine und Scherenbeine sind spinnenartig lang. Körper und Beine sind mit hakenartigen Borsten besetzt, an denen die Tiere Algen und andere Fremdkörper zur Tarnung befestigen. Bei Adulten, die sich nicht mehr häuten, wachsen zudem oft Schwämme und Algen auf dem Körper, die sich das Tier zur Tarnung selbst aufsetzt. Bei der letzten Häutung wird ein starker Sexualdimorphismus deutlich. Die Männchen haben viel größere Scheren (Chela) als die Weibchen. Die meisten Arten sind langsame Allesfresser, die sich von Algen, Tieren, Aas und gelegentlich von dem eigenen Tarnungsmaterial ernähren.
Merkmale Der Carapax ist variabel geformt, von birnenförmig bis rechteckig, manchmal vorn deutlich verbreitert. Die Seitenränder und der Hinterrand sind mit Dornen oder Körnchen bewaffnet, manchmal sind sie gelappt oder leistenartig. Der vordere Seitenrand trägt vier ungleiche Lappen. Der Pseudorüssel ist gespalten oder lamellenartig und ragt unterschiedlich weit nach vorn. Die Augenhöhlen sind fast vollständig geschlossen, lediglich bei den Planoterginae sind die Ränder unvollständig. Ein Zwischendorn ist meist vorhanden. Die Augenstiele sind variabel verlängert und zurückgezogen ganz oder teilweise verborgen. Die Cornea ist gut entwickelt und von einer Hinteraugenkappe geschützt. Das basale Antennenglied ist mäßig bis sehr breit, manchmal deutlich hervorstehend und deutlich erweitert und den Augenhöhlenboden bildend.
Alle Somiten des Pleons und das Telson sind bei beiden Geschlechtern meist frei beweglich. Das erste Gonopodium ist schlank, verlängert und schwach oder mäßig gebogen. Seine Öffnung liegt etwas vor dem Ende oder am Ende, die Spitze trägt häufig einige Lappen oder andere Fortsätze.
Systematik Die Familie wird in 40 Gattungen in drei Unterfamilien gegliedert: Eurynolambrinae , 1994 Eurynolambrus , 1841 Majinae , 1819 Ageitomaia , 1986 Alcomaja , 2015 Anacinetops , 1879 Choniognathus , 1932 Cyclax , 1851 Entomonyx , 1884 Eurynome , 1814 Holthuija , 2015 Jacquinotia , 1915 Kasagia , 2007 Kimbla , 1986 Leptomithrax , 1876 Maiopsis , 1893 Maja , 1801 Majella , 1893 Micippa , 1817 Microhalimus , 1880 Naxia , 1825 Neomaja , 2015 Notomithrax , 1963 Ovimaja , 2015 Paraentomonyx , 1983 Paramaja , 1936 Paramaya , 1837 Paramithrax , 1834 Pippacirama , 1986 Planaja , 2015 Prismatopus , 1933 Pseudomicippe , 1861 Rathbunaja , 2015 Sakaija , 2015 Schizophroida , 1986 Schizophrys , 1848 Seiitaoides , 1986 Temnonotus , 1875 Teratomaia , 1986 Thersandrus , 1897 Tumulosternum , 1913 Planoterginae , 1991 Planotergum , 1935
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Mithraculus cinctimanus zeitgerafft (HD Video) Bei Seespinnen ersetzt der Darm das Herz, n-tv vom 16. Juli 2017