Roland Graeter (* 31. August 1954 in Stuttgart) ist ein deutscher Musiker, Komponist, Künstler und Initiator des Musikmarathons 2011.

Leben Graeter legte das Abitur am Georgii-Gymnasium Esslingen ab. Schon während seiner Jugend und im Architekturstudium spielte Musik eine zentrale Rolle im Leben Graeters. Davon zeugen 14 Jahre Cello-Unterricht, intensives Selbststudium und Stimmbildung bei Dietburg Spohr und Stefanie Haas. Nach dem Diplom an der Universität Stuttgart begann Greater 1980, sich konsequent mit Improvisation für Stimme und Cello auseinanderzusetzen.

Ab 1985 folgten Soloauftritte in Europa und den USA. In Duos trat er unter anderem mit Rainer Bürck, Dietburg Spohr, Phil Minton, Barre Phillips, Jean-Marc Montera auf. Von 1998 bis Mitte 2008 lebte Roland Graeter in der Provence (Südfrankreich) und formte dort aus einer Bauernhaus-Ruine eine sensible Architektur aus Glas, Stahl und Naturstein als Begegnungsstätte für Musiker. Dort hatte er im September 2008 die Idee zum Projekt Musikmarathon 2011, den Graeter seither vorbereitet. 2011 nahm er an den Castings zu Das Supertalent teil, kam aber nach dreifachem ablehnenden Votum nicht ins Halbfinale.

Graeter lebt in Esslingen am Neckar und in Südfrankreich.

Musikalische Arbeit Das Zentrum Graeters musikalischer Arbeit ist die Idee des Duos mit sich selbst. Seine Musik schöpft aus dem Spiel zwischen Verzahnung und Unabhängigkeit von Stimme und Cello. Für Graeter gibt es architektonischen oder intuitiven Zugang zu Musik.

Die architektonische Herangehensweise (Komposition, Konzepte) prägt sich wegen ihrer Reproduzierbarkeit besser ins kollektive Bewusstsein ein. Intuitive Musik dagegen ist für ihn ein wacher Rausch lautmalerischer Trance und endet im Vergessen, aber sie schafft auch – wie im Bereich der Sprache die freie Rede – aus dem Moment heraus durchaus Struktur, Form und Sinn.

Werke Musik zur Theaterproduktionen von Bruno Boussagol sombre printemps, Festival von Avignon 1989 und 1991 und Paris 1993 Musik für Tanz- und Theaterproduktionen in Frankreich 1995 Chanterellen: Musikperformance mit 10 Musikern zur gleichnamigen CD, Rotebühlzentrum Stuttgart 1998

Auszeichnungen Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg für improvisierte Musik 1989 und 1992 Preis Musik Kreativ, Kunsthalle Schirn, Frankfurt am Main, 1993 Stipendium Künstlerhaus Edenkoben 2001

Diskografie 1990: lose musik 1992: nachtgesaenge und ekstasen 1995: my seldom greys 1997: chanterellen 2008: ulmkonzert

Weblinks

Website von Roland Graeter

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Improvisationsmusiker Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann