Kurt Radeke (* 27. April 1924 in Pasewalk; † 9. Februar 2017)Nach unbestätigten Angaben aus seinem familiären Umfeld soll sein Sterbedatum angeblich der 8. Februar 2017 sein. Sein Sterbeort bleibt unbekannt. war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben Kurt Radeke wuchs in Pasewalk auf. Er absolvierte seine professionelle Schauspielausbildung von 1951 bis 1954 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Anschließend bekam er von 1954 bis 1956 sein erstes Engagement am Landestheater Eisenach. Er wechselte zum Stadttheater in Greifswald, wo er mit dem Regisseur Adolf Dresen bis zum Jahr 1965 zusammenarbeitete. In den folgenden Jahren machte er einen großen Karrieresprung. Er ging an das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin und wurde als festes Ensemblemitglied bis 1989 am Maxim-Gorki-Theater Berlin engagiert. Zu seinen wichtigen Theaterrollen zählen Friedrich der Große in Die Preußen kommen von Klaus Hammel sowie der Diener in Stella von Johann Wolfgang von Goethe.

Kurt Radeke wirkte in seiner fast fünf Jahrzehnte lang andauernden Karriere als Schauspieler vor der Kamera von 1960 bis 2005 in mehr als 70 Film-und-Fernsehproduktionen mit. Er wirkte in zahlreichen Produktionen des Deutschen Fernsehfunks und in DEFA-Spielfilmproduktionen mit, zumeist allerdings in Nebenrollen. Vielen Zuschauern ist er vor allem durch seine Rolle als Schausteller Albert in Spuk unterm Riesenrad in Erinnerung geblieben.

Radeke war auch gelegentlich als Synchronsprecher aktiv.

Kurt Radeke starb im Februar 2017 im Alter von 92 Jahren.

Filmografie (Auswahl) 1960: Blaue Stunde mit Ursula Harking 1961: Gewissen in Aufruhr (Fernsehfilm) 1969: Sankt Urban 1970: Fiete Stein 1970: Tscheljuskin 1971: Kennen Sie Urban? 1971: Zeit der Störche 1971: Goya 1971: Männer ohne Bart 1971: Die Verschworenen 1971: Husaren in Berlin 1972: Leichensache Zernik 1972: Polizeiruf 110: Das Ende einer Mondscheinfahrt (Fernsehreihe) 1973: Unterm Birnbaum 1973: Den Wolken ein Stück näher (Fernsehfilm) 1973: Die Zwillinge (Fernsehen) 1974: Polizeiruf 110: Kein Paradies für Elstern (Fernsehreihe) 1975: Till Eulenspiegel 1975: Bin ich Moses? 1975: Die Seefee 1976: Frau Jenny Treibel (Fernsehfilm) 1976: Das blaue Licht 1977: Die Millionen des Knut Brümmer 1977: Das Herz der Dinge 1977: Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus 1978: Spuk unterm Riesenrad (Fernsehfilm) 1979: Zünd an, es kommt die Feuerwehr 1980: Die Schmuggler von Rajgrod 1981: Dein unbekannter Bruder 1982: Der Mann von der Cap Arcona 1982: Melanie van der Straaten (Fernsehfilm) 1982: Wenn’s donnert, blüht der Gummibaum (Fernsehfilm) 1983: Plauener Spitzen 1984: Drei Schwestern (Fernsehfilm) 1984: Wo andere schweigen 1985: Polizeiruf 110: Treibnetz (Fernsehreihe) 1986: Der Verrückte vom Pleicher-Ring (Fernsehspiel) 1987: Wengler und Söhne. Eine Legende 1987: Der Staatsanwalt hat das Wort: Himmelblau oder Hans im Glück 1989: Ich, Thomas Müntzer, Sichel Gottes 1990: König Phantasios 1992: Die Antigone des Sophokles nach der Hölderlinschen Übertragung für die Bühne bearbeitet von Brecht 1997: Polizeiruf 110: Über den Tod hinaus (Fernsehreihe) 1998: Spuk aus der Gruft (Miniserie) 2005: Sommer vorm Balkon

Theater (Auswahl) 1966: William Shakespeare: Der Sturm (Prospero) – Regie: Gert Jurgons (Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin) 1969: Nikolai Gogol: Der Revisor (Schulinspektor) – Regie: Hans-Georg Simmgen (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1972: William Congreve: Liebe für Liebe (Vater Foresight) – Regie: Karl Gassauer (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1977: Rudi Strahl: Arno Prinz von Wolkenstein oder Kader entscheiden alles – Regie: Karl Gassauer (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1983: Molière: Die gelehrten Frauen (Crysale) – Regie: Karl Gassauer (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1986: Claus Hammel: Die Preußen kommen (Friedrich II.) – Regie: Karl Gassauer (Maxim-Gorki-Theater Berlin) 1990: Alexander Galin: Retro oder zurück aufs Dach (Nikolaj Michailowitsch) – Regie: Karl Gassauer (Maxim-Gorki-Theater Berlin – Studiotheater)

Hörspiele 1969: Friedrich Schiller: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (Romano) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1969: Bernhard Thieme: Protokoll über einen Zeitgenossen (Frenzel) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Werner Gawande: Die Kündigung (Heinz Kubisch) – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Autorenkollektiv: Gespräche an einem langen Tag – Regie: Detlef Kurzweg (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1970: Armand Lanoux: Der Hüter der Bienen – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1973: Linda Teßmer: Am schwarzen Mann (Wirt) – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1974: Giorgio Bandini: Der verschollene Krieger (Reisender) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1983: August Strindberg: Ein Traumspiel – Regie: Peter Groeger (Märchen für Erwachsene – Rundfunk der DDR) 1984: Brüder Grimm: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Fährmann) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Litera) 1985: Franz Fühmann: Das blaue Licht – Regie: Barbara Plensat (Fantasy, Märchen für Erwachsene – Rundfunk der DDR) 1986: Georg Büchner: Woyzeck (Alter Mann) – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

Weblinks

Kurt Radeke bei der Zeitgenössischen Oper Berlin

Einzelnachweise

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