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Hünfelden ist eine Gemeinde mit Einwohnern () im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Die Gemeinde liegt im Taunus nördlich der Landeshauptstadt Wiesbaden an der Hühnerstraße (Bundesstraße 417).
Nachbargemeinden Hünfelden grenzt im Norden an die Stadt Limburg und die Gemeinde Brechen, im Osten an die Gemeinde Selters und die Stadt Bad Camberg (alle im Landkreis Limburg-Weilburg), im Süden an die Gemeinden Hünstetten und Aarbergen (beide im Rheingau-Taunus-Kreis), sowie im Westen an die Verbandsgemeinden Aar-Einrich und Diez (beide im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz).
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus folgenden sieben Ortsteilen, die ehemals selbstständig waren:
Ortsteile EinwohnerStand: 1. Januar 2019Dauborn2714Kirberg2295Mensfelden1297Heringen983Nauheim882Ohren774Neesbach761Gesamt9706
Geschichte Gemeindegebiet Im Gebiet der heutigen Gemeinde Hünfelden kann Mensfelden auf die älteste bekannte Erwähnung aus dem Jahr 775 verweisen. Dauborn, Heringen und das inzwischen untergegangene Dorf Bubenheim auf dem Gebiet des heutigen Kirberg folgten 790 im Goldenen Buch der Abtei Prüm. Durch das Hünfeldener Gebiet zogen sich die Via Publica sowie die Hühnerstraße (heutige Bundesstraße 417). 1355 wurde in Kirberg eine Burg errichtet.
Im Jahr 1235 wurde das Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal gegründet, das 1590 mit einem großen Äbtissinnenhaus ausgestattet wurde. Nach der Reformation wurde die Anlage zur nassauischen Staatsdomäne. Seit 1969 besteht dort die christliche Kommunität Jesus-Bruderschaft.
Gemeindebildung Die Gemeinde Hünfelden entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Dauborn, Heringen, Kirberg, Mensfelden, Nauheim, Neesbach und Ohren. Der Name „Hünfelden“ wurde damals wegen der zahlreichen Hünengräber aus der Hallstattzeit rund um die Ortsteile Heringen und Ohren gewählt. Die Gemeinde hatte bei ihrer Gründung 6952 Einwohner. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Hünfelden wurde je ein Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hünfelden 9785 Einwohner. Darunter waren 276 (2,8 %) Ausländer, von denen 148 aus dem EU-Ausland, 84 aus anderen europäischen Ländern (einschließlich Russische Föderation, Türkei und die ehemaligen Staaten „Jugoslawien (Gesamtjugoslawien)“) und 44 aus anderen Staaten kamen. (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 4,7 %.) Nach dem Lebensalter waren 1749 Einwohner unter 18 Jahren, 4023 zwischen 18 und 49, 2193 zwischen 50 und 64 und 1821 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 3983 Haushalten. Davon waren 1000 Singlehaushalte, 1267 Paare ohne Kinder und 1349 Paare mit Kindern, sowie 321 Alleinerziehende und 46 Wohngemeinschaften. In 806 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 2710 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
Religionszugehörigkeit • 1987: 6095 evangelische (= 68,8 %), 2059 katholische (= 23,3 %), 701 sonstige (= 7,9 %) Einwohner • 2011: 5149 evangelische (= 52,6 %), 2114 katholische (= 21,6 %), 2522 sonstige (= 25,8 %) Einwohner
Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Hünfelden erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 27,0 8 36,5 11 38,3 12 42,4 13 40,8 15 39,5 15 34,4 11 32,7 10 36,3 11 34,5 11 40,5 15 35,9 13 FBH Freie Bürgerliste Hünfelden 10,8 3 24,9 8 25,4 8 17,1 5 16,1 6 19,9 7 12,8 4 – – – – – – – – 3,1 1 10,0 3 – – – – – – – – – – 5,0 2 5,9 2 – – – – 2,5 1 1,6 1 ALH Alternative Liste für Hünfelden – – – – – – 5,4 2 – – – – – – – – – – 0,5 0 – – – – Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 37 100,0 37 Wahlbeteiligung in % 62,0 54,1 49,9 48,5 45,6 51,4 mini|Rathaus der Gemeinde Hünfelden in Kirberg
Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hünfelden neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und sechs weitere Beigeordnete angehören.Gemeindevorstand Bürgermeisterin ist seit dem 1. März 2011 die parteiunabhängige Silvia Scheu-Menzer. Sie wurde als Nachfolgerin von Norbert Besier, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 28. November 2010 in einer Stichwahl bei 56,2 Prozent Wahlbeteiligung mit 65,5 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, jeweils ohne Gegenkandidaten, zuletzt im November 2022.Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Hünfelden 2022
Amtszeiten der BürgermeisterVotemanager: Wahltermine Gemeinde Hünfelden, seit 1995; Hinweis: Bürgermeisterwahlen vor 2010 sind nicht aufbereitet, Bürgermeister Hünfeldens auf Seite 9 der PDF-Datei 15,7 MB 2011–2029 Silvia Scheu-Menzer 1999–2011 Norbert Besier 1987–1999 Fritz Stauf 1972–1987 Erich Valeske
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke Ruine der Burg Kirberg restaurierte Fachwerkbauten und das ehemalige Rathaus im Ortsteil Kirberg Steinscher Hof in Kirberg ehemaliges Kloster Gnadenthal
Museen Das Heimatmuseum in Kirberg
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr Hünfelden liegt an der Bundesstraße 417 nach Wiesbaden und Limburg. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Limburg-Süd und Bad Camberg an der Bundesautobahn 3. Nächstgelegener Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd.
Bildung Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist eine Grund-, Haupt- und Realschule mit einem gymnasialen Zweig.
Öffentliche Einrichtungen Kindergarten Kirberg Kindergarten Dauborn Kindergarten Heringen Kindergarten Mensfelden Kindergarten Nauheim Kindergarten Neesbach Kindergarten Ohren Freiwillige Feuerwehr Kirberg, gegr. 1905 (seit 25. Oktober 1970 mit Jugendfeuerwehr und ab 15. August 2010 mit Kinderfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Dauborn, gegr. 1906 (seit 10. August 1975 mit Jugendfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Heringen, gegr. 1909 (seit 12. Januar 1974 mit Jugendfeuerwehr und ab 5. April 2008 mit Kinderfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Mensfelden, gegr. 1935 (seit 16. März 1993 mit Jugendfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Nauheim, gegr. 1934 (seit 1. März 1973 mit Jugendfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Neesbach, gegr. 1934 (seit 1. April 1972 mit Jugendfeuerwehr und seit 30. Oktober 2009 mit Kinderfeuerwehr) Freiwillige Feuerwehr Ohren, gegr. 1934 (seit 1. April 1972 mit Jugendfeuerwehr)
Persönlichkeiten
Wilhelm Bender (* 1944), Manager, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Fraport AG Frank Gerhardt (* 1967), Komponist Andreas Felger (* 1935), Maler Hildegard Pfaff (* 1952), Politikerin, 1991–2009 hessische Landtagsabgeordnete (SPD) Jan-Luca Rumpf (* 1999), Fußballspieler Karlheinz Weimar (* 1950), geboren in Kirberg, von 1999 bis 2010 Hessischer Finanzminister (CDU) Friedrich Christian Wirth (1826–1895) in Neesbach geborener Jurist, Landtagsabgeordneter, Mitgründer der Nassauischen Sparkasse
Weblinks
Info-Broschüre der Gemeinde Hünfelden (PDF; 15,9 MB).
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1971