mini|Das Vollwappen des BDIC
Der BDIC – Korporationsverband an deutschen Hochschulen ist ein Korporationsverband deutscher Studentenverbindungen. Als Bund Deutscher Ingenieur-Corporationen (BDIC) wurde er 1951 in Ehrenbreitstein am Rhein als Nachfolgeorganisation mehrerer Verbände an deutschen, staatlichen Ingenieurschulen (Akademien, Polytechniken, Höheren Technischen Lehranstalten usw.) gegründet und hatte in seinen besten Zeiten über 200 Mitgliedsverbindungen, womit er zeitweilig der größte korporationsstudentische Dachverband war.
Allgemeines Ihm gehören fakultativ schlagende, freischlagende und nichtschlagende farbentragende Studentenverbindungen an Universitäten und heutigen Hochschulen an. Der Verband hat sich den Wahlspruch Ehrfurcht vor dem Leben (Albert Schweitzer) gegeben. Die Verbindungen des BDIC sind Männerbünde mit Lebensbundprinzip.
Der BDIC gliedert sich in drei Landesverbände, die jeweils von einem Landessenior geleitet werden. Der Vorstand des BDIC besteht aus dem Vorsitzenden (Bundessenior), dem Stellvertreter (stellvertretender Bundessenior), dem Schatzmeister (Bundesschatzmeister), dem Vertreter der Studenten (Seniorenconventsvertreter) und den drei Landessenioren. Die Organe des BDIC sind der schon beschriebene Bundesvorstand, der Delegiertenconvent, in dem jeder Bund basierend auf seiner Mitgliederzahl Stimmrecht hat, und der Seniorenconvent, in dem die aktiven Studenten ihren Vertreter wählen. Der BDIC ist Mitglied des Convents Deutscher Korporationsverbände (CDK) und des Convents Deutscher Akademikerverbände (CDA).
Geschichte In den 1950er und 1960er Jahren reaktivierten sich viele Studentenverbindungen, die im Dritten Reich verboten worden waren. Darunter waren im Jahre 1950 auch Korporationen an deutschen Ingenieurschulen, die sich zunächst in vier unabhängigen Dachverbänden organisierten. Am 23. Juni 1951 beschlossen 28 studentische Verbindungen die Zusammenlegung ihrer Dachverbände zu einer großen Dachorganisation, dem Bund Deutscher Ingenieur-Corporationen. Folgende Dachverbände sind dabei unter anderem in dem BDIC aufgegangen, wobei unabhängig davon weitere Bünde aus anderen Dachverbänden hinzukamen: Bund Deutscher Burschenschaften Ehrenbreitsteiner Vertreter ConventDer Ehrenbreitsteiner Vertreter Convent fusionierte nur zum Teil in den BDIC, s. Paulgerhard Gladen: Die deutschsprachigen Korporationsverbände. 4. aktualisierte und erweiterte Auflage. WJK-Verlag, Hilden 2014, ISBN 978-3-933892-28-7. S. 222. Friedrichsruher Waffenring Karthäuser Deputierten-Convent Verband Bayern Hohensyburgbund Dortmund und Hagen
Durch die Veränderungen an den Hochschulen wurde eine Anpassung des Verbandsnamens notwendig, und der Bund Deutscher Ingenieur-Corporationen wurde 1974 in BDIC – Korporationsverband an deutschen Hochschulen umbenannt.
Mitgliedsbünde
Von den einst über 200 Studentenverbindungen im BDIC sind heute nur noch wenige verblieben, darunter folgende fünf Bünde mit studentischen Aktivitates:
Die Sortierung der Liste erfolgt alphabetisch nach dem Hochschulort und innerhalb des Ortes nach dem Gründungsdatum, ohne Nennung des Hochschulortes im Namen. Name Ort Gründung FarbenWappenZirkel FechtfrageAnmerkungen Burschenschaft Technischer Club VindeliciaAugsburg1952rot-grün-weiß freischlagendBurschenschaft WartburgMannheim1924 grün-weiß-blau freischlagend Eintritt in den BDIC am 25. Mai 1963. Burschenschaft Technischer Club MinervaMünchen1926 grün-weiß-schwarz freischlagend Technische Studentenverbindung Moeno RipuariaSchweinfurt1921rot-gold auf grünem Grund fakultativ schlagend Rekonstitution am 14.01.1951; Eintritt in den BDIC im Juni 1954; 1975 wurde der Hauptsitz der Verbindung nach Schweinfurt verlegt und die Aktivitas in Würzburg aufgelöst. Technisch-Wissenschaftliche Verbindung TeutoniaSaarbrücken1921schwarz-gold-grün nichtschlagend Eintritt in den BDIC 18. Mai 1957.
Siehe auch Liste der Korporationsverbände
Weblinks Homepage des Verbandes
Literatur Paulgerhard Gladen: Die deutschsprachigen Korporationsverbände. WJK-Verlag, Hilden 2013, ISBN 978-3-933892-28-7. S. 209–238. Bernhard Grün, Christoph Vogel: Die Fuxenstunde. Handbuch des Korporationsstudententums. Bad Buchau 2014, S. 227–228, ISBN 978-3-925171-92-5.
Einzelnachweise
Kategorie:Korporationsverband Kategorie:Verbandsgründung 1951 Kategorie:Verein (München)