Unter dem Begriff Märzwasser verstand man im 19. Jahrhundert Wasser, das im Monat März aus frisch geschmolzenem Schnee oder aus Flüssen gewonnen wurde. Dieses Wasser sei, so der Volksglaube, in geschlossenen Flaschen besonders lange haltbar und könne kaum verderben. Man hielt es wegen seiner Reinheit für gut geeignet zum Waschen, weshalb es von Frauen sorgfältig aufbewahrt wurde. Zudem sprach man ihm eine heilsame Wirkung zu. Darüber hinaus sollte das Märzwasser die Fruchtbarkeit fördern. Es wurde daher mit Vorliebe zur Bewässerung von Nutzpflanzen verwendet.

Buchnachweis Zitat aus der Oeconomischen Encyklopädie von 1773 bis 1858:

Zitat aus Volksglaube und Brauchtum der Ostslaven von Felix Haase, Breslau 1939.

Literatur

Kategorie:Wasser (Brauchtum)