Esperantist bezeichnet einerseits „einen Kenner des Esperanto“, aber auch einen „Anhänger des Esperanto“.Esperantist. Duden; zuletzt eingesehen am 12. Febr. 2019
Geschichte und Definition Schon sehr bald nach der Veröffentlichung der Plansprache Esperanto durch Ludwik Lejzer Zamenhof im Jahr 1887 fingen ihre Anhänger an, sich Esperantisten zu nennen. So hieß die erste, ab 1889 erscheinende Esperanto-Zeitschrift La Esperantisto (deutsch Der Esperantist). In einer auf dem 1. Esperanto-Weltkongress 1905 in Boulogne-sur-Mer beschlossenen „Erklärung über das Wesen des Esperantismus“ („Deklaracio pri la Esenco de la Esperantismo“) wird das Wort im fünften Absatz wie folgt definiert:
Die Endung -ist lässt vermuten, es handele sich um einen Anhänger einer bestimmten Ideologie, einer bestimmten kultur- oder sprachpolitischen Bestrebung. In diesem Fall nimmt „Esperantist“ Bezug auf den „Esperantismus“, der im Titel der Erklärung von Boulogne (1905) auftaucht und im ersten Absatz definiert wird:
Daher ist der alternative Begriff „Esperanto-Sprecher“ (Esperanto-parolanto) aufgekommen, der diese Konnotation vermeidet und mit dem ausdrücklich lediglich die Zugehörigkeit zur Esperanto-Sprachgemeinschaft bezeichnet wird. Die Bezeichnung Esperantismus ist heute unüblich; man spricht eher von der Esperanto-Bewegung.
„Interna ideo“ (innere Idee)
Der Sprachgründer Zamenhof hat mit Esperanto auch eine „innere Idee“ (interna ideo) verbunden. Dazu sagte er auf dem 8. Esperanto-Weltkongress 1912 in Krakau:
Die geschichtliche Entwicklung der interna ideo hat Alessandra Madella dargestellt.Alessandra Madella: ‘The Light Cloak of the Saint:’ The Changing Rhetorical Situations of Esperanto’s “Internal Idea” and its Relevance to Contemporary Problems. Poroi 14, Iss. 2 (2019): Article 4.
Weblinks
Esperanto-Weltbund UEA – größter Weltdachverband der Esperanto-Sprecher
Einzelnachweise