mini|Die Lindenstraße in der Ortsmitte

Rehfeld ist ein Ortsteil der Stadt Falkenberg/Elster im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Falkenberg/Elster ist Mitglied der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Rehfeld. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Rehfeld befindet sich etwa sieben Kilometer westlich der Kernstadt an der Bahnstrecke Halle–Cottbus.

Geschichte Rehfeld ist vermutlich eine Gründung der Antoniter aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Schlimme Verwüstungen brachte Rehfeld der Dreißigjährige Krieg. Das Gebiet zwischen Elbe und Schwarzer Elster hatte in jener Zeit besonders schwer zu leiden, sodass am Ende des Krieges nahezu jede Ortschaft in Mitleidenschaft gezogen war. Im Winter 1636/1637 wurde der Ort durch schwedisches Kriegsvolk des Generals Banér, das in dieser Zeit im wenige Kilometer entfernten Torgau an der Elbe ihr Winterquartier genommen hatte, geplündert und mitsamt der Kirche und der Schule fast vollständig niedergebrannt. Die Truppen durchstreiften die gesamte Gegend bis in den kleinsten Winkel. Die Ortschaften wurden ausgeplündert, drangsaliert, niedergebrannt. In Rehfeld blieben nur drei Häuser verschont. Gleichzeitig kam es immer wieder zu verheerenden Pestepidemien, welche die Bevölkerung im Ort ebenfalls stark dezimierten.

Rehfeld gehörte ursprünglich zum Amt Schweinitz und kam infolge der Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 zum Landkreis Torgau der preußischen Provinz Sachsen. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 in der DDR wurde der Ort in den Kreis Herzberg eingegliedert.

Am 31. Dezember 2001 wurde Rehfeld gemeinsam mit Beyern, Kölsa, Großrössen und Kleinrössen in die Stadt Falkenberg/Elster eingegliedert.Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 37 (Online als PDF-Datei)

Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung von Rehfeld ab 1875 bis 2000.Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 14 (Online als PDF-Datei) Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1875 250 1946 638 1989 347 1995 315 1890 260 1950 623 1990 345 1996 310 1910 300 1964 447 1991 339 1997 302 1925 350 1971 454 1992 333 1998 296 1933 418 1981 357 1993 326 1999 292 1939 413 1985 323 1994 324 2000 298

mini|Dorfkirche Rehfeld Kultur und Sehenswürdigkeiten Vereinsleben und regelmäßige Veranstaltungen Traditionell findet alljährlich im Mai auf dem örtlichen Sportplatz das Kranzreiten statt. Ortsansässige Vereine sind unter anderem die Freiwillige Feuerwehr, der Dorfclub sowie der Seniorenclub.

Nachdem Rehfeld 2002 Sieger im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde, konnte 2005 im Zuge der Dorferneuerung ein Dorfgemeinschaftszentrum geschaffen werden.

Sehenswürdigkeiten Die Rehfelder Dorfkirche wurde in den Jahren 1910 und 1911 erbaut und besitzt einen aus dem 12. Jahrhundert stammenden Taufstein. Sie befindet sich auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg.

Persönlichkeiten Gottlieb Budäus (1664–1734), fürstlich–sächsischer Leibarzt, Mitglied der Gelehrtenakademie „Leopoldina“ Friedrich Christian August Hasse (1773–1848), Historiker, Enzyklopädist und Schriftsteller Wilhelm Zahn (1848–1911), Pfarrer und Altertumsforscher

Anmerkungen und Einzelnachweise

Weblinks

Ortsteil Rehfeld In: Webauftritt der Stadt Falkenberg/Elster. Beitrag in der RBB-Sendung Landschleicher vom 8. Juli 2007

Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Ortsteil von Falkenberg/Elster Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster) Kategorie:Gemeindeauflösung 2001