Bergtshofen (fränkisch: BärchdshofnE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 20. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bærχdshófn“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gallmersgarten im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Bergtshofen liegt in der Gemarkung Gallmersgarten.

Geographie Durch das Dorf fließt der Ottenbach, ein linker Zufluss der Ens. 1 km nordwestlich liegen die Waldgebiete Buchheimer Holz, Seeholz und Lochholz, 1 km westlich liegt die Gigertsleite, 0,5 km nördlich erhebt sich der Kirchbuck, 0,2 km südöstlich der Tannenbuck. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hochbach (1,3 km südöstlich), nach Buchheim (3 km östlich), nach Ermetzhofen zur Kreisstraße NEA 31 (2 km nordwestlich) und zur NEA 31 bei Mörlbach (2 km westlich).

Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung in einer Urkunde zur Festlegung der Grenzen des Wildbannes durch Kaiser Otto III. datiert vom 1. Mai 1000. Der Kaiser verlieh Bischof Heinrich von Würzburg den Wildbann über den zum castellum Bernheim und Villa Liuthereshusun gehörenden Forst. „Perenuuigeshouun“ wird in dieser Urkunde als 23. Grenzpunkt benannt.http://www.regesta-imperii.de/regesten/2-3-0-otto-iii/nr/1000-05-01_1_0_2_3_0_1111_1360.html (MGD O III. Nr. 358) Urkunde vom 1. Mai 1000 Bild mit Übersetzung Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Berenwīg.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 20 ff.

Gemäß einer Urkunde von 1363 wurden dem Kloster Heilsbronn Grundgefälle in Bergtshofen zugesichert. Der Rothenburger Bürger Heinrich Toppler erwarb u. a. in Bergtshofen zwei Güter.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 378 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bergtshofen acht Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Burgbernheim aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Reichsstadt Windsheim und das Castell’sche Amt Rüdenhausen gemeinsam inne. Grundherren waren das Oberamt Uffenheim (1 Hof), die Reichsstadt Windsheim (2 Viertelhöfe, 1 Gut, 1 Häckersgut) und das Amt Rüdenhausen (3 Güter).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 82.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bergtshofen dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burgbernheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Burgbernheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Gallmersgarten umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 212.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 65 70 76 82 82 74 76 83 64 60 64HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 12 13 15 17 16 13 13 12Quelle

Baudenkmäler Buchheimer Weg 1: Walmdachhaus Hochbacher Straße 2: Walmdachhaus Gemeindehaus: kleiner, erdgeschossiger Massivbau, im Wirtschaftsteil umgebaut; Giebel mit einfachem Fachwerk und Halbwalm; über der Haustür bezeichnet „1801“H. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 53. Das Objekt wurde abgerissen bzw. Denkmalschutz aufgehoben.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Blasius (Buchheim) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Gallmersgarten Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1000