Die folgende Auflistung bildet ein Glossar von Fußballbegriffen:

50+1-Regel: Vorschrift der DFL, wonach Kapitalanleger nicht die Stimmenmehrheit in Kapitalgesellschaften von Fußballvereinen übernehmen dürfen. Ausnahmen (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim) sind möglich.

A Absatzkick: Schuss oder Zuspiel, bei dem der Ball mit der Ferse getroffen und nach hinten gespielt wird. Ablösesumme: Jener Geldbetrag, der bei einem Transfer gezahlt wird. Abseits: Regelübertretung der angreifenden Mannschaft, die eintritt, wenn ein angreifender Spieler einen Pass (natürlich von seinem Mitspieler!) erhält, sich aber beim Zeitpunkt des Abspiels nicht zumindest zwei verteidigende Spieler (inklusive Torwart) näher an der eigenen Grundlinie befanden oder er sich beim Abspiel vor dem Ball befand. Abseitsfalle: Versuch der verteidigenden Mannschaft, einen Angreifer abseits zu stellen, indem sich die gesamte Abwehrkette kurz vor dem Abspiel nach vorne bewegt. Abschlag: Schuss des Torhüters aus dem Strafraum, nachdem er den Ball mit den Händen gefangen hat. Aus einem Abschlag kann direkt ein Tor erzielt werden. Abstauber: Als Abstauber werden Spieler, meist Stürmer, bezeichnet, die viele Tore dadurch erzielen, dass sie den Ball einfach ins Tor „einschieben“, nachdem andere Spieler durch geschickte Spielzüge, Flanken o. ä. die Abwehr überwunden haben. In vielen Fällen wurde der Ball zuvor vom gegnerischen Torwart abgewehrt oder war vom Pfosten abgeprallt. Das Abstauben erfordert gleichwohl auch eine gute Antizipationsbegabung und Spielverständnis. Ein so erzieltes Tor wird auch als Abstaubertor bezeichnet. Abstieg: Wechsel in eine niedrigere Spielklasse aufgrund der Tabellenposition nach Saisonende. Abstoß: Wegschießen des Balles aus dem Fünfmeter-Raum (Torraum), nachdem jener von einem Spieler der angreifenden Mannschaft über die Torlinie gespielt wurde. Albiceleste: Bezeichnung der argentinischen Nationalmannschaft. Das Wort ist eine Kombination von span. alba (weiß) und celeste (himmelblau), was auf die Farbe der Dressen bzw. der Nationalflagge Argentiniens bezogen ist. Alibipass: Passspiel, das zu keinem unmittelbaren Vorteil für die eigene Mannschaft führt. Der Ball wird zu einem sicher stehenden Mitspieler gespielt, um die Verantwortung zu delegieren. Aluminium: Periphrastische Umschreibung des Torgestänges (Pfosten, Latte). Anschlusstreffer: Tor einer in Rückstand liegenden Mannschaft, die mit dem Treffer den Rückstand auf ein Tor reduziert.Word of the Week: Anschlusstreffer, dw.com, abgerufen am 7. Mai 2019 (englisch). Ankick: österreichisch für Anstoß Anstoß: Beginn eines Spiels. Der Ball wird vom Mittelpunkt des Spielfeldes gespielt. Es dürfen sich dabei keine Spieler der verteidigenden Mannschaft im Mittelkreis befinden. Apertura und Clausura: Ligasystem in einigen lateinamerikanischen Ländern (etwa Argentinien, Chile oder Kolumbien). Assist: Schweiz. für Torvorlage Aufsetzer: Zumeist nicht sehr scharfer Schuss, bei dem der Ball vor dem Torwart einmal aufspringt, was die Abwehr für den Torhüter erschwert. Aufstellung: Anordnung der Spieler auf dem Spielfeld. Aufstieg: Wechsel in eine höhere Spielklasse aufgrund der Tabellenposition. Aus: Ball befindet sich hinter einer der Torlinien (aber nicht im Tor -> Abstoß oder Eckball) oder Seitenlinien (->Einwurf) Auswahl: Bezeichnung einer Nationalmannschaft (nationale Auswahl). Typisch ist dieser Ausdruck vor allem im Portugiesischen (Selecção bzw. Seleção) und Spanischen (Selección). Außenrist: Außenseite des Fußes. Zuspiele und Schüsse, die mit dem Außenrist geschossen werden, sind häufig besonders spektakulär, da sie überraschend ausgeführt und besonders stark angeschnitten werden können. Bekannt für diese Technik sind Franz Beckenbauer und Ricardo Quaresma. Außenspieler: siehe Flügelspieler Azzurri: Bezeichnung der Fußballspieler der italienischen Nationalmannschaft nach der Farbe der Heimtrikots.

B Badkickerl: müdes Fußballspiel (österreichisch) Badkicker: Spieler, die im Training und unbedeutenden Spielen hervorragend spielen, dies aber in wichtigen Spielen nur äußerst selten umsetzen können. Bahnschranke: Spieler einer Freistoßmauer, der auf dem Boden liegt um einen Flachschuss zu verhindern Ballesterer: Fußballspieler (österreichisch), Name eines österreichischen Fußballmagazins Ballschani: Balljunge (österreichisch) Bananenflanke: Flanke (Fußball), die mit viel Effet in den Strafraum geschlagen wird. Als Begründer dieser Kunstfertigkeit gilt der Brasilianer Garrincha. Bänkleinwärmer: Schweiz. für Ersatz- bzw. Auswechselspieler Barrage: Schweiz. für Aufstiegs-/Relegationsspiel Bemmerl: österreichischer Ausdruck für einen erfolgreichen Torschuss Binden: Aktion eines angreifenden Spielers. Durch längeres Ballhalten zieht er mehrere Verteidiger auf sich und spielt so andere Mitspieler frei; auch durch Freilaufen können Gegner gebunden werden. Blaue Karte: Nur im Hallen- und Nachwuchsfußball gebräuchliche Verwarnung, die zu einer Zeitstrafe führt. Blutgrätsche: Besonders brutales Foul ohne konkreten Versuch, den Ball zu spielen. Es wird nur der Gegner niedergetreten. Bogenlampe: Schuss, bei dem der Ball in sehr hohem Bogen (oft mit viel Effet) zu einem Mitspieler oder ins Tor fliegt. Box: Strafraum Bundesliga: In Österreich und Deutschland die Bezeichnung für die höchste nationale Spielklasse. Der entsprechende Ausdruck lautet in Spanien Primera División, in England Premier League, in Italien Serie A, in Portugal, Griechenland oder der Schweiz Super League. In letzter Zeit wurden diese Bezeichnungen häufig mit dem Namen ihrer Sponsoren ergänzt.

C Calcio: Italienischer Begriff für Fußball; siehe Fußball in Italien. Caps: Englischer Begriff für (Zahl der) Länderspieleinsätze. Catenaccio (ital. Riegel oder dicke Kette): defensive Spielweise, die typischerweise von italienischen Mannschaften gepflegt wurde. Chaleira [] s. Rabona Champions League, UEFA Champions League: Höchste Spielklasse Europas für Vereinsmannschaften. Je nach Rang in der Koeffizientenliste der UEFA können bis zu vier Mannschaften eines Landes zuzügliche Titelverteidiger am Bewerb teilnehmen. Chancentod: Bezeichnung für einen Spieler, der viele Torchancen vergibt. Clausura: siehe Apertura. Corner: siehe Eckstoß, wird in Österreich und in der Schweiz umgangssprachlich für Eckball verwendet Cup: Im Allgemeinen die Bezeichnung von Wettbewerben im Fußball. Meistens ist damit aber der nationale Pokalwettbewerb gemeint, der von mehreren Mannschaften verschiedener Ligen ausgespielt wird.

D Deadline Day: Tag, an dem das Transferfenster schließt. defensiv: Bezeichnung einer Spielanlage, die den Erfolg vor allem durch eine gut stehende Abwehr zu erreichen sucht. Gegenteil: offensiv. Defensive: Jener Teil einer Mannschaft, der vor allem mit der Verteidigung beschäftigt ist. „Defensivpapst“: Scherzhafte Bezeichnung für Trainer, die vornehmlich ein defensives Spiel forcieren. „Diables Rouges“ (frz. „Rote Teufel“): Spitzname der belgischen Nationalmannschaft. Doppelpack: Zweifacher Torerfolg eines Spielers. Doppelpass: Geschicktes Passspiel zweier Spieler untereinander, durch das mindestens ein Gegner ausgespielt wird. Der Ball wird von einem Spieler zu seinem Mitspieler (der „Wand“) gespielt. Dieser spielt den Ball entweder direkt oder nach kurzer Verzögerung wieder zum Teamkollegen. Im Idealfall hat sich die gegnerische Mannschaft zur „Wand“ orientiert und eröffnet dem ersten Spieler den Raum. Double: Sieg in zwei wichtigen Wettbewerben des gleichen Jahres (üblicherweise Meisterschaft und Pokal). Dribblanski: österreichisches Deutsch für einen Fußballspieler, der gut mit dem Ball umgehen kann Dribbling: Der Spieler läuft und führt dabei den Ball möglichst dicht am Fuß, um so durch dabei angewandte Körpertäuschung am Gegenspieler vorbeizulaufen. Dritte Halbzeit: Ausschreitungen nach einem Fußballspiel; aber auch Bezeichnung für ein gemütliches Beisammensein nach dem Spiel. Dropkick: Schusstechnik, bei der der Ball gleichzeitig mit oder unmittelbar nach dessen Aufspringen am Boden volley geschossen wird.

E Eckstoß: Wird gegeben, wenn die verteidigende Mannschaft den Ball über die Torlinie gespielt hat. Der Eckstoß (oder Eckball, Corner) wird von der Spielfeldecke aus von der angreifenden Mannschaft gespielt. Es kann direkt aus einem Eckstoß ein Tor erzielt werden. Edelroller: Der Ball wird nicht richtig getroffen und kullert nur in Richtung Tor. Der Name kommt daher, dass manche Edelroller überraschend bis ins Tor kullerten. Effet: Kurvenartige Flugrichtung des Balles, die durch dezentrales Treffen verursacht wird, in Österreich gerne Fetten genannt („a Fetten mit geben“). Ehrentor/Ehrentreffer: erstes Tor einer zurückliegenden Mannschaft, die keine realistische Chance mehr auf den Ausgleich hat. Eiergoalie: österreichisch für einen schlechten Tormann Eiertor: Haltbarer Treffer, bei dem der (Eier-)Goalie einen klaren Fehler gemacht hat Eigentor: Tor, das von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft erzielt wird. Eisen: Wenn der Ball an den Pfosten oder die Latte geht. Beispiel: Der ging ans Eisen! Einwechslung: Spielertausch, bei dem ein Spieler die Mannschaft verlässt und ein anderer für ihn eingewechselt wird. In einem Pflichtspiel ohne Verlängerung darf je Mannschaft dreimal je Match gewechselt werden. In einer Verlängerung darf mittlerweile eine vierte Einwechslung erfolgen. In von der FIFA anerkannten Freundschaftsspielen (d. h. für die FIFA-Weltrangliste gewertete Spiele) dürfen bis zu sechs Spieler ausgewechselt werden. Einwurf: Wird gegeben, wenn der Ball die Seitenlinie vollständig überschreitet. Jene Mannschaft darf den Ball einwerfen, die den Ball nicht aus dem Spiel genommen hat. Der Einwurf wird mit beiden Händen über dem Kopf ausgeführt. Beide Beine müssen bei der Ausführung den Boden berühren. Eisenbahnerschmäh: österreichischer Ausdruck für Ball links, Körper rechts am Gegenspieler vorbei oder umgekehrt Elfmeter: Wird gegeben, wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum einen Regelverstoß begeht, der einen direkten Freistoß nach sich zöge. Elfmeterpunkt: Punkt, von dem ein Elfmeter ausgeführt wird. Er ist 10,9728 m vom Tor entfernt (=12 Yards). Elfmeterschießen: Wird angewandt, wenn bei unentschiedenem Spielstand in KO-Duellen oder Endspielen eine Entscheidung herbeigeführt werden muss. Beide Mannschaften schießen dabei abwechselnd zunächst fünf Elfmeter oder weniger wenn eine Mannschaft durch noch zu schießende Elfmeter den Vorsprung der anderen Mannschaft nicht mehr aufholen kann. Ist der Spielstand nach diesen Elfmetern ausgeglichen, tritt abwechselnd je ein weiterer Spieler jeder Mannschaft an, bis eine Entscheidung gefallen ist. Endspiel: Letztes Spiel eines Turniers im K.-o.-System zur Ermittlung des Turniersiegers. Englische Woche: Bezeichnung für eine Woche, in der eine Mannschaft mehrere Spiele (zumeist zusätzliche Europacup-Spiele) bestreitet. Europameisterschaft: Turnier, das europäische Nationalmannschaften alle vier Jahre austragen.

F Fahrstuhlmannschaft: Mannschaft, die stets zwischen zwei Ligen hin und her wechselt. Fallrückzieher: Spektakuläre Aktion, bei der ein Spieler im Fallen einen Volley nach hinten spielt. Bei der idealen Ausführung liegt der Spieler beim Schuss horizontal in der Luft. Fan: Anhänger einer Mannschaft. Fersler: österreichisches Deutsch für Absatzkick Fetzen: Österreichisch für ein Transparent einer Fangruppe Fetzenlaberl: österreichisches Deutsch für Fußball (Spielgerät). Bezeichnete ursprünglich selbst gebastelte Bälle aus Stofffetzen. Fett'n: Österreichisch für Effet bzw. Drall. „Einen Fett'n mitgeben“ meint demnach dem Ball beim Schuss Drall geben. FIFA: Fédération Internationale de Football Association, Föderation des Verbandsfußballs, Weltfußballbund.