mini|Eingang zu einem Hammam in der Medina von Tunis
mini|Eingang in die Medina von Tanger mini|Medina von Fès Medina, , ist die Bezeichnung für die Altstadt arabischer, meist nordafrikanischer Städte. In der arabischen Sprache hat das Wort Madīna die Bedeutung „Stadt“ schlechthin.
Die größte Medina Nordafrikas ist jene der marokkanischen Stadt Fès (), an zweiter Stelle steht jene von Tunis mit einer Fläche von 87 Hektar. Die Medina der tunesischen Stadt Kairouan () weist eine Fläche von 54 Hektar auf.
Die Medinas sind eng mit dem Islam verknüpft, wie aus folgendem Zitat deutlich wird:
Im Laufe der letzten hundert Jahre haben sich die Medinas allerdings stark gewandelt. Zahlreiche kleinere Medinas in Südtunesien wurden überhaupt aufgegeben. Thomas Veser meint in seinem Artikel, dass bei Anhalten dieser Entwicklung „die Medina in absehbarer Zeit ihre Rolle als zentrales Bezugssystem der maghrebinischen Gesellschaft wohl völlig einbüßen“ werde.
Mehrere Medinas wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, so zum Beispiel die Medinas von: Jahr Medina der Stadt… in… 1981 Fès 1985 Marrakesch 1996 Meknès 1997 Tétouan 2001 Essaouira 1979 Tunis 1988 Sousse 1988 Kairouan 1993 Zabid 1986 Aleppo
Siehe auch Mellah, das jüdische Viertel marokkanischer Städte
Weblinks
Einzelnachweise Thomas Veser: Das Chaos gottgewollter Ordnung. Tunesiens Altstädte verlieren ihre historische Bedeutung. In: Extra. Wochenend-Beilage zur Wiener Zeitung. 14. August 1998, S. 8. Siehe UNESCO-Liste des Welterbes.
Kategorie:Arabien Kategorie:Stadtbaugeschichte (Islam)