Die Kommende Windau in Kurland war eine der Kommenden des Deutschen Ordens. Sie wurde im Jahre 1291 gegründet und wurde zur Keimzelle der Stadt Ventspils (Windau) in der heutigen Republik Lettland.
Die Kommende gehörte zum Meistertum Livland, das innerhalb des Deutschordensstaats erhebliche Autonomie besaß. Sie bestand bis 1560 und war 1561 bis 1562, nachdem Kurland im November 1561 unter Gotthard Kettler ein unter polnischer Lehnshoheit stehendes Herzogtum geworden war, Sitz des ehemaligen Landmarschalls Kaspar von Münster.
Komture von Windau 1291–: Detlev 1309–1313: Eberhard von Monheim vor 1339: Burchard von Dreileben 1339–: Dietrich von Melschede (auch Meschede) 1347–1349: Andreas von Steinberg (auch Stenberg) 1365–: Hartmann 1382–: Rabod von der Horst 1387–: Rembold um 1400?: Holtappel 1422–1425: Alf von Borchhausen 1435–1441: Heinrich von Sevinghausen 1441–1445: Hermann von Sevinghausen 1447–: Mathias von Boningen 1451–: Johann von Bevessen 1466–1468: Konrad von Herzenrode 1481–1494: Christian von Seelbach von Zeppenfeld 1499–1507: Wolter von Loe 1514–: Johann Clodt 1523–1527: Johann von der Hoeve 1532–1533: Wilhelm von der Balen genannt Fleck 1535–1545: Wilhelm von Etzbach 1545–1560: Adrian Torck 1561–1562: Kaspar (Jasper) von Münster
Siehe auch Komtur (Amt) Liste der Kommenden des Deutschen Ordens
Literatur Lutz Fenske & Klaus Militzer (Hg.), Die Ritterbrüder im livländischen Zweig des Deutschen Ordens, Böhlau, Köln, 1993, ISBN 3412065935, ISBN 978-3412065935
Windau Kategorie:Geschichte Lettlands im Mittelalter Kategorie:Ventspils