mini|Geschmückter Pechstein

Trogenau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Regnitzlosau im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Trogenau liegt in der Gemarkung Vierschau.

Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur am Holzlohbach, einem rechten Zufluss der Südlichen Regnitz. Im Nordwesten befindet sich in einem Waldgebiet der Windpark Fasanerie. Außerdem gibt es dort einen ehemaligen Kohlenkalkbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2453 (0,5 km östlich), die St 2453 kreuzend nach Regnitzlosau (1,4 km südlich) und die St 2453 kreuzend nach Hohenvierschau zur Staatsstraße 2192 (1,6 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1234 erstmals als „Drogenauwe“ urkundlich erwähnt. Zusammen mit Höfen in Gattendorf wurde Trogenau dem Kloster Himmelkron überlassen. Nachdem der Ort von den Vögten von Weida regiert worden war, kam er 1435 unter die Herrschaft der Wettiner Sachsen. 1524 gaben die Kursachsen die Herrschaft über Trogenau und Nentschau an das Markgraftum Brandenburg-Kulmbach ab. Seitdem verläuft nördlich des Ortes die Grenze zu Sachsen.W. Malter: Oberfranken-Ost, S. 384f.

Um Trogenau gibt es Spuren von Bergbauaktivitäten, die bis in das Jahr 1473 urkundlich nachweisbar sind. Die sächsischen Fürsten und die Markgrafen schlossen einen Teilungsvertrag über die gewonnenen Edelmetalle. Im 18. Jahrhundert wurden einige Gruben wieder geöffnet. Im Bergkalk wurden Anthracit (Steinkohle) und Anthrakonit (Calcit) abgebaut, nach Malter im Schiefer Brauneisenstein. Von naturwissenschaftlichem Interesse sind Koralleneinschlüsse im Schalstein.D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 685.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Trogenau aus 21 Anwesen und einer Wehrzollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthische Stadtvogteiamt Hof. Grundherren waren das Kastenamt Hof (7 Anwesen), das Stiftskastenamt Himmelkron (3 Anwesen), die Herren von Reitzenstein zu Gattendorf, (2 Anwesen) die Herren von Reitzenstein zu Regnitzlosau (2 Anwesen) und die Herren von Brüningk (7 Anwesen).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 645f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Trogenau dem Justiz- und Kammeramt Hof. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Grund dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Gattendorf und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Vierschau zugewiesen.

1846 bauten Nentschau und Trogenau zusammen ein Schulhaus auf halbem Wege zwischen den Ortschaften, 1901 wurde es aufgestockt.Gemeinde Regnitzlosau: Chronik von Nentschau, 1. April 2009

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Trogenau am 1. Juli 1972 nach Regnitzlosau eingemeindet.

Baudenkmäler Granitener Pechstein am östlichen Ortseingang

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 103 101 135 149 157 152 124 118 113 111 77HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 21 20 22 18 18 19 22Quelle

Religion Trogenau ist seit 1390 nach St. Aegidien (Regnitzlosau) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Trivia Überregionale Bekanntheit erlangte der Ort, nachdem ein Einwohner bei der RTL-Doku-Soap Bauer sucht Frau in der dritten Staffel teilgenommen hatte.

Literatur

Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 384f.

Weblinks

Fußnoten

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