mini|Halina Birenbaum (2019) Halina Birenbaum (; * 15. September 1929 in Warschau, Republik Polen als Halina Grynsztejn) ist eine israelische Schriftstellerin und Übersetzerin.
Leben Halina Birenbaum wurde als Tochter von Jakub Grynsztejn und Pola Grynsztejn (geb. Kijewska, verwitwete Perl) geboren und wuchs mit zwei älteren Brüdern auf.Halina Birenbaum: Ma jeunesse et le siècle de l’Holocauste, abgerufen am 23. Januar 2017. Nach dem deutschen Überfall auf Polen musste ihre Familie in das Warschauer Ghetto übersiedeln. Nach dessen Vernichtung wurde sie im Juli 1943 – mit einem Halt im Konzentrationslager Majdanek – in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Nach dessen Auflösung wurde sie im Januar 1945 in das KZ Ravensbrück verschleppt und im Februar in das KZ Neustadt-Glewe.Halina Birenbaum: Das Leben als Hoffnung, abgerufen am 23. Januar 2017. Dort wurde sie am 2. Mai 1945 durch die Rote Armee befreit. Ihre Mutter wurde in Majdanek ermordet, ihr Vater im Vernichtungslager Treblinka.
1947 emigrierte Birenbaum nach Israel. Bis zur Eheschließung im Jahre 1950 arbeitete sie in einem Kibbuz. Halina Birenbaum ist mit Chaim Birenbaum verheiratet und hat zwei Söhne.
Schriftstellerisches Werk Das Leben und der Tod in der Besatzungszeit, das Martyrium der polnischen Juden in den Ghettos und in den Konzentrationslagern bilden die Hauptthemen der Prosa und der Dichtung von Halina Birenbaum. Ihre teils in Polnisch, teils in Hebräisch geschriebenen Bücher wurden ins Deutsche, Englische, Französische, Italienische, Japanische und Spanische übersetzt. Sie vermittelt ihre Erfahrung des Holocaust in zahlreichen Lesungen und bei Begegnungen mit Jugendlichen in Israel und Europa.
2025 wurde Birenbaum das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Schriften in deutscher Übersetzung (Auswahl)
Nicht der Blumen wegen. Gedichte aus der Shoah. Ausgewählt und herausgegeben von Nea Weissberg-Bob. Gildenstern Verlag, Bad Honnef 1990, ISBN 3-926589-10-8; hebr.: "שירים לפני ומתוך המבול" (Lieder vor und inmitten der Sintflut). Maariv, Tel Aviv 1990. Rückkehr in das Land der Väter. Erinnerungen, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-13650-4. Wciąż pytają ... / Man fragt mich immer wieder .... Fundacja na Rzecz Międzynarodowego Domu Spotkań Młodzieży, Oświęcim 2011, ISBN 978-83-929532-8-9 (polnisch und deutsch). Ich suche das Leben bei den Toten. Metropol Verlag, Berlin, 2019, ISBN 978-3-86331-496-5.
Literatur Kurt Langer (Hg.): Halina Birenbaum und ich. DIFF-Kurs 10 „Israel“ 2000/2001. Albert-Schweitzer-Gymnasium / Geschwister-Scholl-Gymnasium Marl. Städtepartnerschaftsverein Herzlia-Marl, Marl 2002, ISBN 3-8311-3908-3. Ralf Thier-Hinse, Ernst Spranger (Hg.): Halina Birenbaum: Das Leben als Hoffnung. Die Geschichte einer Holocaust-Überlebenden. Mit Texten und Bildern von deutschen Schülern. Dialog-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-933144-80-9. Halina Birenbaum/Monika Tutak-Goll: To nie deszcz, to ludzie. Halina Birenbaum w rozmowie z Moniką Tutak-Goll. Warszawa, Wydawnictwo Agora 2019, ISBN 978-83-268-2837-9
Weblinks
Texte, Bilder, Links von Halina Birenbaum bei zchor.org (hebräisch, polnisch, deutsch, englisch, französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Israeli Kategorie:Überlebender des Holocaust Kategorie:Häftling im Warschauer Ghetto Kategorie:Häftling im KZ Majdanek Kategorie:Häftling im KZ Auschwitz Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Frau Kategorie:Zeitzeuge des Holocaust