Hasselbach ist ein Stadtteil von Weilburg an der Lahn im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Mit unter 400 Einwohnern ist Hasselbach der zweitkleinste Stadtteil Weilburgs.
Geographie Hasselbach liegt im Westerwald etwa sechs Kilometer von der Weilburger Innenstadt entfernt. Die höchste Erhebung des Weilburger Stadtgebiets befindet sich in der Hasselbacher Gemarkung: der Hohenstein (370,1 m ü. M.).
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Gaudernbach erfolgte im Jahr 1325. Als sie Gräfin Lukardis von Wied-Runkel der Abtei Rommersdorf eine Rente von ihren Gütern zu Hasilbach vermachte. Ursprünglich gehörte der Ort zum Amt Merenberg und der nassauischen Grafschaft Weilburg.
Im Jahr 1844 umfasste der Ort 59 Häuser.
Der Ort gehörte zum Kirchspiel Allendorf. Ein eigener Friedhof wurde im Jahr 1829 angelegt, bis dahin wurde auf dem Friedhof in Allendorf beerdigt. Der Ort verfügt über keinen eigenständigen Kirchenbau.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen und die Stadt Weilburg auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Weilburg. Dadurch wurde Hasselbach ein Stadtteil von Weilburg. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Hasselbach angehört(e):
bis 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Merenberg ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Merenberg ab 1815: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HadamarAbtrennung der Justiz (Justizamt Weilburg) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg ab 1867: Norddeutscher BundNorddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, OberlahnkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Weilburg) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Oberlahnkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Oberlahnkreis, Stadt WeilburgAm 31. Dezember 1970 wurde Hasselbach als Ortsbezirk in die Stadt Weilburg eingegliedert. ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Weilburg
Bevölkerung Einwohnerentwicklung Im Jahr 1844 umfasste der Ort 59 Häuser.
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hasselbach 399 Einwohner. Darunter waren 33 (8,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 66 Einwohner unter 18 Jahren, 162 zwischen 18 und 49, 81 zwischen 50 und 64 und 87 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 165 Haushalten. Davon waren 45 Singlehaushalte, 54 Paare ohne Kinder und 57 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 45 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 108 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Religionszugehörigkeit • 1885: 303 evangelische (= 98,06 %), 6 katholische (= 1,94 %) Einwohner • 1961: 266 evangelische (= 77,10 %), 78 katholische (= 22,61 %) Einwohner
Politik Ortsvorsteherin ist nach der Kommunalwahl in Hessen 2021 Lothar Hölzgen (SPD).
Vereine Auf Ortsebene bestehen die Vereine Freiwillige Feuerwehr Hasselbach e. V., gegründet 1932 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 27. März 1997 und Kinderfeuerwehr seit 30. April 2011), Frauenchor Hasselbach, Gefriergemeinschaft Hasselbach, Gemischter Chor „Germania“ Hasselbach, Kyffhäuser Kameradschaft Hasselbach, Landfrauenverein Hasselbach, Reichsbund der Kriegsopfer Hasselbach-Gaudernbach und TuS Hasselbach 1911, der im Fußballbereich in der Spielgemeinschaft Gaudernbach/Hasselbach auftritt.
Infrastruktur Seit dem Jahr 1932 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Hasselbach für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.
Es bestehen das Bürgerhaus, ein Sportplatz, eine Grillhütte, ein Kinderspielplatz und Wanderwege.
Siehe auch die Liste der Kulturdenkmäler in Hasselbach.
Literatur
Weblinks Stadtteil Hasselbach. In: Webauftritt der Stadt Weilburg.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg Kategorie:Geographie (Weilburg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg) Kategorie:Ersterwähnung 1235 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970