Beim Umpolungsverfahren handelt es sich um eine Methode aus der elektrische Messtechnik zur Störunterdrückung bei komplexen Impedanzmessungen mit fester Messfrequenz.Starkstromanlagen mit Nennswechselpannungen über 1 kV, aus VDE-Norm 0101, VDE-Klassifikation VDE 0101, DIN-Nummer DIN VDE 0101, Ausgabe 2000-01
Bei diesem Verfahren werden zur Bestimmung der Impedanz eines Prüflings bei Messfrequenz drei Messungen vorgenommen: ohne Quelle mit Quelle bei Messfrequenz mit Quelle bei Messfrequenz, 180° Phasenverschoben
right|mini|Abbildung 1: Zeigerdiagramm beim Umpolungsverfahren
Abbildung 1 zeigt das komplexe Zeigerdiagramm einer Spannungsmessung bei eingespeistem Strom an einem Prüfling mit dem Umpolungsverfahren. Hierbei ist: eine durch Störer verursachte Spannung gemessen bei abgeschalteter Quelle, die bei 0° phasenverschobener Quelle gemessene Spannung, die bei 180° phasenverschobener Quelle gemessene Spannung.
Die zur Impedanzbestimmung gesuchte Spannung errechnet sich aus den Beträgen der gemessenen Spannungen nach folgender Formel:
Anschließend lässt sich die Impedanz mit folgender Formel berechnen:
Wichtig bei der Anwendung des Umpolungsverfahrens ist die Erfüllung folgender Kriterien: Die Störung darf nur bei einer Frequenz auftreten. Die Störung muss stabil sein.
Siehe auch Störungsunterdrückung durch Schwebungsmethode Störunterdrückung mit Frequenzfilter
Einzelnachweise
Kategorie:Elektrische Messtechnik