mini|Dreambox Modell 7020HD

Dreambox war die Bezeichnung für die DVB-Receiver der bis 2023 in Lünen ansässigen Firma Dream Property GmbH. Es gab die Receiver in verschiedenen Versionen, davon war die Dreambox 7000 der erste Receiver am Markt, der „ab Werk“ mit einem Linux-Betriebssystem ausgeliefert wurde.

Allen Dreambox-Receivern, abgesehen vom DM 100, ist gemeinsam, dass sie mit Linux-Betriebssystem arbeiten. Die älteren Modelle gab es nur für DVB-S. Seit dem Jahr 2006 gibt es ebenfalls Modelle für den Empfang von DVB-C und DVB-T, es folgten Modelle für DVB-T2 und DVB-S2. Die Unterstützung für die verschiedenen digitalen Fernsehnormen sind entweder durch getrennte Modelle (bei der 500er-Serie), oder durch steckbare und somit austauschbare Tunermodule (bei 600, 800, 900, 920, 7025, 7020 HD und 8000) gelöst. Einige Modelle bieten zusätzlich die Möglichkeit, ein 2,5″- oder 3,5″-Festplattenlaufwerk zu integrieren. Dadurch werden bis zu ca. sechs gleichzeitige Aufnahmen und zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) ermöglicht.

Größere Bekanntheit in den Medien bekamen die Dreamboxen im Frühjahr 2007, als bekannt wurde, dass mit entsprechender Software die Nagravision-Verschlüsselung von Premiere ausgehebelt werden konnte.Dream: „Kudelski nimmt die Falschen ins Visier“, digitalfernsehen.de/, 4. Mai 2007.

Die Receiver sind in der Lage, den Informationsservice Radio Screen Show (Übertragung von Bildern parallel zum Empfang von Radiosendern) anzuzeigen.

Ende 2023 wurde die Herstellerfirma Dream Property GmbH liquidiert. Die Marke Dreambox wurde von einem Händler für Receiver übernommen, der nun unter dem Namen Dreambox Play eine Android-TV-basierende Streamingbox anbietet.

Übersicht Modell Besonder­heiten Tuner Display Anschlüsse und Schnittstellen Leistungsaufnahme Verfügbarkeit DVB- HDMI Smart­card Com­mon Inter­face Ethernet RJ‑45Die Geschwindigkeit von Ethernet wird in Megabit/s ausgedrückt. „10/100“ entspricht 100BASE-TX, auch als Fast Ethernet bezeichnet, welches maximal 100 Megabit/s übertragen kann.Es werden 8P8C-Modularstecker und -buchsen verwendet. Im Handel ist deren Bezeichnung meist „RJ-45.“ seriell RS‑232 Speicher­karten USB eSATA mögl. Fest­platte Be­trieb Stand­by Deep Stand­by von bis Nachfolge­modell C T S S2 CF SD intern extern 100 Betriebs­system basiert nicht auf Linux – – 1 – 2×LED – 1 – 10/100 – – – 1×1.2 (Slave) – – – 10 W ? W – Oktober 2008 ? – 5600 C Anschluss an Fernseher ohne SCART-Anschluss möglich 1 – – – vier­stellige Anzeige – 1 2 – 1 – – – – – – ? ? ? ? ? 500 5600 S – – 1 – – 5620 C 1 – – – 10/100 5620 S – – 1 – 10/100 500 C sehr kompakt 1 – – – 2×LED – 1 – 10/100 1 – – – – – – 10 W ? – 2006 ? 500 HD 500 T – 1 – – 500 S – – 1 – 500 + – – 1 – 500 HD HDTV-fähig, (experiment­elle) DivX-Unter­stützung 1Ein /T-Hybridtuner kann entweder ein Kabelfernsehsignal oder ein digitales terrestrisches Fernsehsignal empfangen. – – 2×LED 1 1 – 10/100 –Die Verbindung über eine serielle Schnittstelle wird mittels Mini-USB-Adapter ermöglicht. – – intern 1 – eSATA 12 W 10 W 1 W Februar 2010? – – – – 1 600 PVR sehr kompakt wechselbar 2×LED – 1 – 10/100 1 – – – – IDE 2,5″ – 15 W ? W ? W April 2007 ? 800 HD PVR 800 HD PVR HDTV-fähig, sehr kompakt wechselbar OLED 1Obwohl dieses Modell keinen HDMI-Ausgang bietet kann es mit dem mitgelieferten Kabel über den DVI-Ausgang vollwertig an einen HDMI-Eingang angeschlossen werden. 1 – 10/100 1 – – 2×2.0, 1×1.1 (intern) 1 SATA 2,5″ eSATA, USB 15 W 7,4 W – Mai 2008 ? 800 HD se 800 HD se HDTV-fähig, DivX-Unter­stützung wechselbar, twin­tuner­fähig farbig­es OLED 1 2 – 10/100 – – – 2×2.0 1 SATA 2,5″ eSATA, USB 15 W ? W ? W November 2010? 820 HD 7000 – – 1 – LCD – 2 1 10/100 1 1 – 1×1.1 – IDE 3,5″ – 20 W 11 W 2 W 2003 ? 7020 7020 Anschluss an Fernseher ohne SCART-Anschluss möglich – – 1 – LCD – 2 1 10/100 1 1 – 1×1.1 – IDE 3,5″ – 20 W 11 W 2 W ?? 7025 7025 2× wechselbar – LCD – 2 1 10/100 1 1 – 1×1.1, 1×1.1 (intern) – IDE 3,5″ – 30 W 25 W 2 W 2005 2007 8000 HD PVR 7025+ OLED 2007? 7020 HD HDTV-fähig 2× wechselbar, twintunerfähig OLED 1 2 2 10/100 – – – 3×2.0 1 SATA 3,5″ eSATA, USB 20 W 11 W 1 W Oktober 2011? – 8000 HD PVR HDTV-fähig – – – 2 OLED 1 2 4 10/100 1 1 1 3×2.0 – SATA 3,5″ USB 30 W 26 W 2 W 2009 2012, Dream Property GmbH, 25. Juni 2012. 7080 HD 2× wechselbar 7080 HD HDTV-fähig – – – 2 OLED 2 2 2 10/100/1000 1 – 1 2×2.0, 2×3.0 – SATA 3,5″ USB ? ? ? November 2014 ? – 2× wechselbar, twin- und tripletunerfähig, Multistream und FBC 820 HD HDTV-fähig – – – 1 OLED 2 2 – 10/100/1000 – – 1 2×2.0 1 SATA 2,5″ eSATA, USB ? ? ? November 2014 ? – wechselbar, twin- und tripletunerfähig, Multistream und FBC 520 C/T2 HDTV-fähig 1Ein /T-Hybridtuner kann entweder ein Kabelfernsehsignal oder ein digitales terrestrisches Fernsehsignal empfangen. – – OLED 1 1 – 10/100 – – – 2×2.0 1 – USB ? ? ? August 2016 2018 – 520 S2 – – – 1 525 C/T2 CI 1Ein /T-Hybridtuner kann entweder ein Kabelfernsehsignal oder ein digitales terrestrisches Fernsehsignal empfangen. – – 1 Oktober 2016 525 S2 CI – – – 1 525 Combo 1Ein /T-Hybridtuner kann entweder ein Kabelfernsehsignal oder ein digitales terrestrisches Fernsehsignal empfangen. – 1 Januar 2017 – 900 ultraHD ultraHD-fähig, H.265 wechselbar, twin- und tripletunerfähig, Multistream und FBC farbig­es LCD 2 (HDMI 2.0 out HDMI 1.4a in) 1 1 10/100/1000 – – 1 2×3.0 – SATA 2,5" USB ? ? ? Dezember 2016 – – 920 ultraHD ultraHD-fähig, H.265 2×wechselbar, twin- und tripletunerfähig, Multistream und FBC farbig­es LCD 2 (IN + OUT beide 2.0) 1 2 10/100/1000 – – 1 2×3.0 – SATA 2,5" USB ? ? ? Oktober 2017 – – ONE UltraHDultraHD-fähig, H265, Linux/Android dual boot – – – 1 – 1 1 – 10/100/1000 – – 1 – – USB ? ? ? 2019 – – One Combo UHD 1 1 – 1 2019 oder 2020 – – Two UltraHD ultraHD-fähig, H265 – – – 2 kleines farbig­es LCD 1 1 1 10/100/1000 – – 1 1x2.0 1x3.0 – – USB ? ? ? Oktober 2020––

Modelle DM 100 Die DM 100 ist die kleinste aller Dreamboxen (195 mm × 130 mm × 30 mm). Von der DM 100 gibt es nur eine Sat-Variante. Das Betriebssystem basiert nicht auf Linux wie bei den anderen Modellen und ist zudem nicht open source. Grund dafür ist, dass die Firma Dream Multimedia weder Verkäufer der DM 100 noch Entwickler der zugehörigen Software ist. Es wurde lediglich die Verwendung des Namens lizenziert und der technische Support übernommen.

DM 500 und DM 500+ Die DM500 und die DM500+ haben kein LC-Display, sondern nur 2 Status-LEDs und sind in ihren Maßen sehr kompakt (195 mm × 130 mm × 40 mm). Die DM500 gab es ab Werk als DVB-S, DVB-C und DVB-T Ausführung, die DM500+ nur als DVB-S. Die Tuner sind jedoch nicht, wie bei den neueren Boxen, tauschbar. Die DM500+ hat zudem 32 MB NAND Flash und 96 MB RAM Arbeitsspeicher im Gegensatz zur DM500 mit 8 MB NOR-Flash und 32 MB RAM Arbeitsspeicher und eine verbesserte Ethernetschnittstelle (Chipset der DM500 war zu langsam).

Technische Daten: 250-MHz-PowerPC-Prozessor 2 × LED-Anzeige MPEG-2 Hardware decoding, DVB-C/T/S Smartcard-Reader (Dreamcrypt CA) Scart-Anschluss (unterstützt RGB, FBAS und S-Video Y/C) FBAS Cinch RS232-Schnittstelle 10/100-Mbit-kompatibles Ethernet Interface RJ45 S/PDIF optischer Anschluss (Toslink) 8 / 32 MByte Flash, 32 / 96 MByte RAM (Arbeitsspeicher) DM500 / DM500+ analoges Modem (nur DM500+)

DM 500 HD Die DM 500 HD ist eine technisch reduzierte Variante der DM 800 HD PVR im Gehäuse einer DM 500 ohne Display. Sie bietet als erste Dreambox einen HDMI- statt eines DVI-Ausgangs. Wie die DM 8000 HD PVR verfügt sie auch über einen schnelleren 400-MHz-MIPS-Prozessor (Broadcom BCM7405). Die DM 500 HD hat ein eingebautes Analogmodem, während die Mini-USB-Buchse am Gerät nur ein „USB-serial device“ darstellt, um über einen PC die Firmware zu aktualisieren. Seit Sommer 2013 ist eine neue Revision dieser Box im Handel, welche einen größeren Arbeitsspeicher von 512 MB statt 256 MB und eine Flashspeicher von 1 GB statt 64 MB aufweist (V2). Dies war notwendig, um neue Dienste, wie z. B. HbbTV zu realisieren.

Weitere Features: MPEG-4 H.264 (1080p) und HDMI. DVB-S2 oder DVB-C/T Tuner, fix verbaut (modellabhängig) 10/100 Mbit Ethernet Interface RJ45 HDMI-Anschluss (HDCP konform), CEC-Unterstützung Smartcard-Reader S/PDIF optischer Anschluss (Toslink) eSATA-Anschluss für Festplatten (PVR) ein Mini-USB Type B mit integriertem USB2serial-Interface für Service analoges Modem RJ11 SCART-Ausgang mit Downscaling von HD (unterstützt FBAS, YUV, S-Video und RGB) 400-MHz-MIPS-Prozessor (Broadcom BCM7405), 64 MByte Flash, 256 MByte RAM (seit V2 erhöht auf 1 GB Flash, 512 MB RAM) die Unterstützung von High Definition TV bis 1080i integrierter PWM-Lüfter

DM 5600 und DM 5620 Die DM 5600 wurde nur für relativ kurze Zeit vertrieben und wurde dann durch die mit einer Netzwerkschnittstelle ergänzte 5620 ersetzt. Sonst gibt es keine Unterschiede zwischen der DM 5600 und der DM 5620. Auch diese Box hat kein LC-Display, sondern eine 4-stellige 7-Segment-Anzeige. Der RF(UHF)-Modulator ermöglicht den Anschluss eines Fernsehgerätes ohne SCART-Buchse.

DM 600 PVR Die 600 PVR ist als Nachfolger der 500 zu sehen. Ein wesentlicher Unterschied ist die optionale interne 2,5″-IDE-Festplatte. Hauptmerkmal ist der 250 MHz PowerPC Prozessor und das Linux-Betriebssystem. Die Dreambox DM600 PVR unterstützt die Standard Linux API (DirectFB, Linux-FB, LIRC, …), ENIGMA1. Sie hat auswechselbare Tuner für DVB-C/S/T.

Technische Daten: 250-MHz-PowerPC-Prozessor 2 × LED-Anzeige Wechselbarer Tuner Plug&Play (DVB-S, DVB-T, DVB-C; frei wählbar) MPEG-2 Hardware decoding, DVB-C/T/S Plug&Play Halterung für eine interne 2,5″-PATA-IDE-Festplatte Smartcard-Reader (Dreamcrypt CA) Scart-Anschluss (unterstützt RGB, FBAS und S-Video Y/C) S-Video Y/C Anschluss (Mini-DIN S-Video) RS232-Schnittstelle Analoges Modem 10/100-Mbit-kompatibles Ethernet Interface RJ45 S/PDIF optischer Anschluss (Toslink) 32 MByte NAND-Flash, 96 MByte RAM (Arbeitsspeicher)

DM 7000 mini|DM7000-S Frontansicht

Die 7000er Dreambox ist ein reiner Satellitenempfänger und kam 2003 auf den Markt. Sie bietet die Möglichkeit zum Einbau einer Festplatte. Das Gerät hat keine Lüfter und arbeitet daher geräuschlos.

DM 7020 Die DM 7020 ist das Nachfolgemodell der DM 7000. Die Unterschiede zur DM 7000 sind im Wesentlichen Detailverbesserungen, welche die bekannten hardwarebedingten Schwächen der DM 7000 ausmerzen sollen. Das Gerät wird mit einem separaten Netzteil eines Fremdherstellers betrieben, weshalb Probleme mit Anlaufströmen von Festplatten der Vergangenheit angehören sollen. Zur Behebung der bekannten Probleme beim gleichzeitigen Betrieb von Festplatte und CF-Disks hat der CF-Slot nun einen separaten IDE-Bus. Ein HF-Modulator, Video-Cinch und eine externe 12-V-Stromversorgung zur Satelliten-Umschaltung gehören zu den weiteren Neuerungen. Auf der DM 7020 lassen sich mit iPKG recht einfach zusätzliche Tools, wie Samba, DHCP etc. installieren.

Technische Daten: 250-MHz-PowerPC-Prozessor Großflächiges LC-Display MPEG-2 Hardware decoding, DVB-S 1× DVB Common-Interface Einschub 2× Smartcard-Reader (Dreamcrypt CA) RS232-Schnittstelle CF-Cardreader (CompactFlash) 10/100-MBit-kompatibler Ethernet RJ45 Analoges Modem 1× USB 1.1 S/PDIF optischer Anschluss (Toslink) 2× SCART Ein-/Ausgänge (unterstützen FBAS, S-Video und RGB) RF Modulator Audio/Video Cinch out 32 MByte Flash, 96 MByte RAM (Arbeitsspeicher) Eingebauter IDE-Anschluss Festplattenunterstützung für alle üblichen Größen mit Plug&Play (3,5″-PATA-IDE)

DM 7020 HD