mini|hochkant=0.8|Altschul etwa 1920 Lutz Altschul, auch bekannt als Louis V. Arco (* 24. Juli 1899 in Baden bei Wien; † 3. April 1975 in Zürich) war ein österreichischer Schauspieler.
Leben Altschul besuchte während des Ersten Weltkrieges eine Kadettenschule. Nach Kriegsende begann er 1919 seine Schauspielerlaufbahn. Dabei kam er 1922 nach Leipzig, wo er erstmals vor die Filmkamera trat. Seit 1923 spielte er an Berliner Bühnen und wirkte daneben in einigen Stummfilmen mit.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 emigrierte er nach Mährisch-Ostrau, dann in die Schweiz und 1939 in die USA. Unter dem Namen Louis V. Arco übernahm er zahlreiche kleine Rollen in Produktionen der Warner Bros., häufig als Ausländer oder Wehrmachtssoldat in Anti-Nazi-Filmen. Trotz Engegaments bei berühmten Filmen wie Casablanca oder Fritz Langs Auch Henker sterben musste er zeitweilig zusätzlich als Taxifahrer arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu sichern.
1946 kehrte Altschul nach Europa zurück und lebte in der Schweiz und Österreich. Er trat noch in einigen Filmen und Serien auf und spielte unter anderem in Salzburg und Gelsenkirchen Theater. Seine letzte Rolle vor der Kamera spielte er 1973 jedoch wieder in den USA, als Gastdarsteller in der Serie Kung Fu. Insgesamt umfasst sein filmisches Schaffen mehr als 50 Film- und Fernsehproduktionen auf.
Filmografie 1922: Die Teppichknüpferin von Bagdad 1922: Spiel mit Menschen 1923: Die Liebe einer Königin 1925: Liebesfeuer 1927: Im Schatten des elektrischen Stuhls 1929: Napoleon auf St. Helena 1930: Rosenmontag 1931: Die Försterchristl 1931: Yorck 1932: Der schwarze Husar 1939: Nurse Edith Cavell 1939: Nick Carter, Master Detective 1940: Paul Ehrlich – Ein Leben für die Forschung (Dr. Ehrlich’s Magic Bullet) 1941: Underground 1942: Agenten der Nacht (All Through the Night) 1942: Pacific Rendezvous 1942: Berlin Correspondent 1942: Sabotageauftrag Berlin (Desperate Journey) 1942: Casablanca 1943: Chetniks 1943: The Moon Is Down 1943: Auch Henker sterben (Hangmen Also Die!) 1943: Aufstand in Trollness (Edge of Darkness) 1943: Botschafter in Moskau (Mission to Moscow) 1943: Dies ist mein Land (This Land Is Mine) 1943: Einsatz im Nordatlantik (Action in the North Atlantic) 1943: Hitler’s Madman 1943: Appointment in Berlin 1943: Bomber’s Moon 1943: Hostages 1943: Adventures of the Flying Cadets 1943: The Strange Death of Adolf Hitler 1943: Gangway for Tomorrow 1943: The Cross of Lorraine 1943: Das Lied von Bernadette (The Song of Bernadette) 1944: Address Unknown 1944: The Hitler Gang 1944: Dr. Wassells Flucht aus Java (The Story of Dr. Wassell) 1944: The Black Parachute 1944: Secrets of Scotland Yard 1944: Wilson 1944: Laurel und Hardy – Der große Knall (The Big Noise) 1945: Son of Lassie 1945: Counter-Attack 1949: Duell mit dem Tod 1952: Straße zur Heimat 1952: Die schöne Tölzerin 1961: Frage Sieben (Question 7) 1963: Das Kriminalmuseum: Die Fotokopie 1964: Geschichten aus dem Wienerwald 1966: Angeklagt nach § 218 (Der Arzt stellt fest…) 1973: Kung Fu (Fernsehserie, Folge: The Chalice)
Literatur
Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 85 f. Kay Weniger: 'Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …'. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. S. 71 f., ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8
Weblinks
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