Sterne im US-NCAP-Crashtest (2013)Ergebnis des Tesla Model S beim US-NCAP-Crashtest (2013) 105px|5 Sterne im US-NCAP-Crashtest Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2014)Ergebnis des Tesla Model S beim Euro-NCAP-Crashtest (2014) 105px|5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2022)Ergebnis des Tesla Model S beim Euro-NCAP-Crashtest (2022) 105px|5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest mini|Heckansicht des Model S mini|Kofferraum mit zwei Kindersitzen,Sonderausstattung

Das Tesla Model S ist eine batterieelektrisch angetriebene Oberklasse-Limousine des US-amerikanischen Herstellers Tesla. Sie wurde zwischen 2012 und 2026 in Serie hergestellt.

Die Reichweitesiehe Reichweite pro Ladung auf Tesla Model S Webseite beträgt je nach Akkuausstattung und Fahrbedingungen von 200 bis über 600 km. Eine Auflademöglichkeit besteht an Tesla-Supercharger-Stationen.

Tesla sieht sich auch als Softwareunternehmen und stattet jedes Fahrzeug ab dem Model S mit einem Internetzugang aus, über den die Fahrzeuge auch Updates eingespielt bekommen (Over-the-Air-Update), etwa die Autopilot genannten Fahrassistenzfunktionen.

Das Model S war in den Jahren 2015 und 2016 das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Es war 2017 das meistverkaufte Auto der Oberklasse in Europa und den USA. Bis September 2020 wurden 305.000 Exemplare des Model S verkauft.

Geschichte Die Arbeiten an den Entwürfen wurden am 30. Juni 2008 in einer Pressemitteilung angekündigt. Tesla hat bei diesem Modell zum ersten Mal das Fahrwerk und die Karosserie vollständig selbst entwickelt. Nachdem Tesla zunächst mit Henrik Fisker gearbeitet hatte, wurde das Model S schließlich von Franz von Holzhausen entworfen, der zuvor für Mazda North American Operations gearbeitet hatte. Während der Forschung und Vorentwicklung hatte es den Codenamen „Whitestar“.

Im Februar 2008 wurde berichtet, dass Tesla Inc. (damals Tesla Motors) eine erweiterte Version seines Model S anbieten wolle. Sie sollte zusätzlich einen Ottomotor enthalten, um die Reichweite des Fahrzeugs zu erhöhen, aber diese Idee ließ Tesla wieder fallen. Auf der GoingGreen-Konferenz im September 2008 gab Tesla-CEO Elon Musk bekannt, dass Tesla nur Elektroautos entwickelt. Ein fahrbarer Prototyp wurde am 26. März 2009 auf einer Pressekonferenz gezeigt.

Um die avisierten hohen Stückzahlen zu erreichen, plante Tesla anfangs den Bau einer Fabrik in Albuquerque, New Mexico für April 2007, diese Planung wurde aber bald abgebrochen. Ebenso der geplante Bau einer Fabrik im kalifornischen San José. Stattdessen kaufte Tesla im Mai 2010 von General Motors und Toyota deren gemeinsames NUMMI-Montagewerk in Fremont, Kalifornien. Am 22. Juni 2012 wurde das erste Fahrzeug an Kunden ausgeliefert. Im Jahr 2014 stufte das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt das Modell aufgrund seines Preises ab 78.000 € in die Oberklasse ein.Einstufung als Oberklasse durch das KBA, Neuzulassungen im Januar 2014

Im Juni 2015, drei Jahre nach der Einführung des Model S und nach der Auslieferung von fast 75.000 S-Limousinen weltweit, berichtete Tesla, dass Model-S-Besitzer über eine Milliarde Meilen (1,6 Milliarden Kilometer) elektrisch gefahren und mehr als 500.000 Tonnen CO2 eingespart hätten. Das Model S ist das erste Elektrofahrzeug, das diese Marke erreichte. Im Oktober 2014 hatte General Motors berichtet, dass Volt-Besitzer insgesamt 629 Millionen Meilen (über eine Milliarde Kilometer) von insgesamt einer Milliarde Meilen (1,6 Milliarden Kilometer) zurückgelegt hatten, und Nissan hatte im Dezember 2014 berichtet, dass Leaf-Besitzer 625 Millionen Meilen (eine Milliarde Kilometer) zurückgelegt hatten. Die globalen Model-S-Verkäufe erreichten 100.000 Stück im Dezember 2015 und die 150.000-Marke im November 2016.

Im Jahr 2016 wurde eine Rennserie namens „Electric GT World Series“ in Vorbereitung auf eine Rennsaison 2017 mit dem P85+ als Rennwagen auf bestimmten traditionellen Rennstrecken gefördert. In der ersten Saison war geplant, rund 20 Autos in zehn Teams zu haben.

Im April 2016 erhielt das Model S das erste Facelift. Das im August 2016 vorgestellte Model S P100D mit optionalem Ludicrous-Modus (dt.: aberwitzig, im Konfigurationsmenü des Fahrzeugs als „von Sinnen“ bezeichnet) beschleunigt in 2,5 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (rund 96 km/h).Schnellstes Serienauto der Welt: Tesla P100D-Pack für Model S und Model X. In: autoservice.de, 24. August 2016, abgerufen am 25. August 2016 Im Oktober 2016 kündigte Tesla an, dass alle ab diesem Zeitpunkt produzierten Fahrzeuge mit acht Kameras und zwölf Ultraschallsensoren ausgestattet werden, um in Zukunft autonomes Fahren zu ermöglichen, das sicherer sein soll als ein menschlicher Fahrer.All Tesla Cars Being Produced Now Have Full Self-Driving Hardware.

Ende 2018 wurde das bis dahin in Deutschland kostenfreie Nutzen der Tesla-Schnelllader eingestellt.

Im April 2019 stellte Tesla für Model S und Model X die Produktion auf den „Raven“-Antriebsstrang um. Diese Fahrzeuge erhielten den Permanentmagnet-Synchron-Reluktanzmotor aus dem Model 3 als Frontmotor. Er ist sowohl stärker als auch effizienter als der vorherige Motor. Zum „Raven“-Antriebsstrang gab es auch eine neue adaptive Luftfederung und eine höhere Ladeleistung des Akkus.

Im Februar 2021 wurden im Rahmen des Battery-Day die Modelle Plaid / Plaid+ mit über 750 kW (1.000 PS) vorgestellt. Der Name ist an die Science-Fiction-Komödie Spaceballs von Mel Brooks angelehnt.Holger Wittich: Tesla Model S PLAID mit 1.100 PS. 840 km Reichweite, 320 km/h schnell, 139.990 Euro teuer. Auto, Motor und Sport, 24. September 2020

Ende Januar 2026 wurde das Produktionsende der Baureihe für das zweite Quartal 2026 angekündigt.

Technik mini|Fahrwerk mini|Vorderer Kofferraum (Frunk) des Model S ohne Frontmotor mini|Vorderer Kofferraum (Frunk) des Model S P90D mit Allradantrieb

Die 5+2-sitzige Karosserie, bei der auf Wunsch zwei zusätzliche Kindersitze im Kofferraum eingebaut werden können,Tesla Model S as a Family Car – Review From a Mom's Perspective – Part 1 – EVStories.com wird aus Aluminium gefertigt. Da der Elektromotor hinter der Hinterachse sitzt, steht neben dem hinteren Kofferraum mit 745 Litern (bzw. 1.645 Litern bei heruntergeklappten Rücksitzen) vorne ein zusätzlicher kleiner Kofferraum mit 150 Litern zur Verfügung. Der Akku ist unterhalb der Fahrgastzelle eingebaut. Die NHTSA bezeichnete das Model S im August 2013 als sicherstes von dieser Organisation bis dahin getestetes Fahrzeug.http://www.wired.com/2013/08/tesla-model-s-crash-test/ The Tesla Model S Is So Safe It Broke the Crash-Testing Gear Das Model S hat ein Fahrwerk mit Stahlfederung, auf Wunsch mit Luftfederung, die auch unterschiedliche Bodenfreiheiten zwischen 120 und 163 mm ermöglicht. Gelenkt wird mit einer elektromechanischen Servolenkung. Tesla wählte den von Computern und Smartphones bekannten Ansatz, das Auto etwa alle drei bis vier Monate durch Software-Updates über Mobilfunk zu aktualisieren. Das Aufladen der Akkus zu 80 Prozent konnte innerhalb von 30 Minuten erfolgen, was ab diesem Zeitpunkt zum Standard für Elektroautos wurde.

Das Fahrzeug ist das erste Elektroauto, das mit einer Limousine der Oberklasse hinsichtlich Raumangebot, Sicherheit, Antrieb insbesondere bei den am stärksten motorisierten Versionen (Drehmoment bis zu 930 Nm im P90D, 2016 P100D mit „Ludicrous Speed“: 0–100 km/h in 2,7 Sekunden), Infotainment/Elektronik (17-Zoll-Touchscreen mit Tegra 3, Google Maps), und Komfort (insbesondere mit der auf Wunsch lieferbaren adaptiven Luftfederung (mit automatischer Niveauregulierung)) mithalten kann. Seit Anfang 2015 waren Fahrerassistenzsysteme mittels Radar, Videokameras und zwölfDual Motor Model S and Autopilot. The Tesla Motors Team, 10. Oktober 2014. Ultraschallsensoren für alle Versionen lieferbar. Damit wurde es zum ersten erfolgreichen Elektroauto in der Oberklasse. Elon Musk argumentierte, jede neue Technik sei am Anfang zu teuer für den Massenmarkt, und die Investition müsse durch hohe Verkaufspreise amortisiert werden, daher sei dieses Auto auch relativ teuer (in Deutschland kostete 2015 das Einstiegsmodell mit 70 kWh 78.000 Euro.) Das nächste und kleinere Modell Model 3 wurde für 2017 und etwa 35.000 US-Dollar angekündigt.

Batterietechnik mini|Zylindrische Zelle (18650) vor dem Zusammenbau; etwa Zehntausend davon bilden einen 90-kWh-Akku des Tesla Model S (s. Gigafactory).

Ähnlich wie bei dem in Kleinserie produzierten Tesla Roadster basiert das Speichersystem des Model S auf Zellen in Form gewöhnlicher Lithium-Ionen-Akkus für Laptops der Größe 18650 mit für Elektroautos optimierter NCA-Zellchemie.

Das Model S mit 85-kWh-Akku-Pack hat zum Beispiel 7.104 Einzelzellen (Typ 18650), aufgeteilt in 16 Blöcke („Bricks“). Der erste Tesla Roadster hat 6831 Einzelzellen.

Energieinhalt Reichweite NEFZReichweite WLTP 70 kWh 442 km 75 kWh 490 km 85 kWh 528 km 90 kWh 560 km 100 kWh 613 km 610 km

Die Masse der Batterie für die reichweitenstärkste Version beträgt 750 kg. Die ursprünglich geplante 40-kWh-Variante wurde wenig nachgefragt und deshalb nicht produziert. Kunden, die diese Version bestellt hatten, erhielten einen Akku mit 60 kWh, der per Software auf 40 kWh limitiert wurde. Alle anderen Eigenschaften des größeren Systems, wie beispielsweise die höhere maximale Beschleunigung, bleiben erhalten.

Tesla garantiert für das Model S 8 Jahre (mit Ausnahme der originalen 60-kWh-Batterie, die vor 2015 hergestellt wurde, für die eine Abdeckung für 8 Jahre oder eine Laufleistung von 125.000 Meilen/200.000 km, je nachdem, was früher eintritt, besteht)https://www.tesla.com/sites/default/files/downloads/tesla-new-vehicle-limited-warranty-de-de.pdf abgerufen am 30. Mai 2019. mit unbegrenzter Laufleistung für die Funktionsfähigkeit des Akkus, jedoch nicht für Kapazität und Leistung, die sich mit der Zeit durch den Gebrauch verringern.MODEL S Neuwagengarantie für die Garantieregion Europa. In: teslamotors.com (PDF), abgerufen am 30. Mai 2019. Zur Haltbarkeit von Antriebsbatterien siehe auch Lebensdauer und Zyklenfestigkeit von Antriebsbatterien.

Ladefähigkeit mini|Tesla Model S Facelift an einem Supercharger mini|Ein Tesla Model S P85+ kann durch seine Nutzbremse mit über 60 kW aufladen.

Die Antriebsbatterie kann über einen Ladeanschluss im linken Rücklicht aufgeladen werden. Die Ladeleistung reicht typischerweise von max. 3,7 kW an einer Haushaltssteckdose bis hin zu 250 kW an einem Supercharger (Version 3) des Tesla-eigenen Gleichstrom-Ladenetzes. Allerdings erfolgte das Laden in der preisgünstigeren „Stufe 1“ nur mit maximal 60 kW.https://www.tesla.com/de_AT/support/supercharging

Zur Aufladung besitzt das Model S ein eingebautes 16,5-kW-Bordladegerät, das pro Stunde Energie für eine Reichweite von bis zu 77 km lädt. Optional war bis 2016 ein Doppellader mit 22 kW erhältlich.Model S: Optionen und Preise. Tesla Motors, abgerufen am 2. Oktober 2013. Das mitgelieferte Ladekabel für normale Steckdosen wird als „Mobile Connector“ bezeichnet. Es werden aufsteckbare Adapter serienmäßig mitgeliefert oder sind optional erhältlich. Damit ist eine Aufladung an fast allen Stromanschlüssen möglich.Aufladen in Europa. Tesla Motors, Video 2 min, abgerufen am 2. Oktober 2013.

Das Model S kann serienmäßig einphasig (230 V/10 A bzw. 16 A) sowohl an Haushaltssteckdosen als auch an roten Anschlussdosen nach IEC 60309 mit 11 kW geladen werden.

Für eine Ladung an einer Typ-2-Ladestation ist ein Typ-2-Ladekabel erforderlich. Nur mit diesem lässt sich die volle Ladeleistung des Bordladegerätes nutzen.Mobile Connector. Tesla Motors, abgerufen am 2. Oktober 2013Stecker, Adapter, Infrastruktur. Tesla Motors, abgerufen am 2. Oktober 2013 (PDF).