Schenksolz ist ein Ortsteil der Gemeinde Schenklengsfeld im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt nördlich des Hauptortes Schenklengsfeld im Solztal an der Solz.
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Schenksolz erfolgte unter dem Namen Schenken Sulza im Jahr 1312. Die Nennung des Ortsnamens geschah anlässlich einer Zeugenvernehmung in einer Streitigkeit zwischen der Hersfelder Propstei Petersberg und den Herren von Buchenau. Spätere Namen für das Dorf sind Picerne (Schenk) Sulza und Schenksultz.
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schenksolz im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Schenklengsfeld eingemeindet. Für Schenksolz wurde, wie für alle bei der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde mit Lampertsfeld, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Schenksolz angehört(e):
vor 1648: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck 1648–1806: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis HersfeldVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.Trennung zwischen Justiz (Justizamt Friedewald) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hersfeld ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gemeinde SchenklengsfeldAm 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Schenklengsfeld.
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Schenksolz 42 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 9 Einwohner unter 18 Jahren, 12 zwischen 18 und 49, 9 zwischen 50 und 64 und 12 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 21 Haushalten. Davon waren 6 Singlehaushalte, 6 Paare ohne Kinder und 9 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 9 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 54 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 58 evangelische (= 98,31 %), ein katholischer (= 1,69 %) Einwohner
Politik Für den Ortsteil Schenksolz besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Schenksolz) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei Kommunalwahlen in Hessen 2021 lag die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat bei 79,31 %. Alle Kandidaten gehören der „Gemeinschaftsliste“ an. Der Ortsbeirat wählte Thomas Tobolik zum Ortsvorsteher.
Infrastruktur und Verkehrsanbindung Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Schenksolz.
Im Ort gibt es ein Dorfheim.
Westlich des Dorfs verläuft die Landesstraße 3171.
Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch die ÜWAG Bus GmbH mit der Linie 340.
Der Haltepunkt Schenkensolz lag an der Bahnstrecke Bad Hersfeld–Heimboldshausen (Solztalbahn), die seit dem Jahr 1999 stillgelegt ist.
Durch den Ort führt entlang der ehemaligen Bahntrasse der Solztalradweg, Teil des Bahnradwegs Hessen. Dieser führt von Hanau auf ehemaligen Bahntrassen circa 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön und endet in Bad Hersfeld.
Persönlichkeiten Tanja Hartdegen (* 1970), Politikerin (SPD), wohnt in Schenksolz.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Weblinks Ortsteil Schenksolz. In: Webauftritt der Gemeinde Schenklengsfeld.
Private Webseite zum Ort
Kategorie:Ort im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Kategorie:Geographie (Schenklengsfeld) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971