Charles Lichtenthaeler (* 31. August 1915 in Lausanne; † 18. Mai 1993 in Hamburg) war ein Schweizer Arzt und Medizinhistoriker, der von 1963 bis 1983 erster Ordinarius für Geschichte der Medizin an der Universität Hamburg war.
Lichtenthaeler wurde zum Dr. med. promoviert und habilitierte sich. Von 1960 bis 1963 war er Dozent an der Universität Lausanne, ab 1965 dort Extraordinarius für Medizingeschichte. 1963 wurde er ordentlicher Professor für Geschichte der Medizin an der Universität Hamburg. Seine Hauptarbeitsgebiete waren die antike Medizin, insbesondere das Corpus Hippocraticum, und die Medizintheorie. In dieser Zeit war er auch Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Schriften (Auswahl) Geschichte der Medizin. Die Reihenfolge ihrer Epochen-Bilder und die treibenden Kräfte ihrer Entwicklung. Ein Lehrbuch für Studenten, Ärzte, Historiker und geschichtlich Interessierte. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1975; 3., verbesserte und ergänzte Auflage Köln-Lövenich 1982, ISBN 978-3-7691-0061-7. Der Eid des Hippocrates. Ursprung und Bedeutung (= Hippokratische Studien. Band 12). Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1984, ISBN 3-7691-0088-3. Neuer Kommentar zu den ersten zwölf Krankengeschichten im III. Epidemienbuch des Hippokrates (= Hippokratische Studien. Band 15). Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06361-7.
Literatur Kai Sammet: Charles Lichtenthaeler. In: Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Band 3, Wallstein, Göttingen 2006, S. 227 f. Lichtenthaeler, Charles. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 761.
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