Sulmingen ist eine Ortschaft im Landkreis Biberach. Sie ist der Teilort der Gemeinde Maselheim.
Wappen mini|Kirche St. Dionysius mini|hochkant|Szenische Darstellung an der Kirche mini|hochkant|Ulrich Schmied
Das Wappen von Sulmingen ist zweigeteilt. Im oberen Teil befindet sich ein rot und silber (weiß) geschachtelter Schrägbalken auf schwarzem Grund. Im Unteren ein schwarzes, achtspeichiges Pflugrad auf weißem Grund.
Der Balken ist angelehnt an die Zisterzienserinnen von Heggbach und symbolisiert die Verbindungen von Sulmingen zu Heggbach und Salem. Sulmingen wünschte sich, durch ein Landwirtschaftssymbol wie das Pflugrad, in seinem Wappen eine Erinnerung an den Bauernführer Ulrich Schmied. Farblich lehnt sich das Wappen an den früheren Ortsadel an. Verliehen wurde das Wappen am 16. Oktober 1957 durch das baden- württembergische Innenministerium.
Geschichte
mini|Sulmingen um 1900 Mit der ersten Erwähnung im Jahre 1250 erfolgt zugleich der Beweis eines Adelsgeschlechts: Die Herren von Sulmingen. Dieser niedere Adel wird bis 1396 erwähnt. Bevor die Abtei des Klosters Heggbach 1277 das ganze Dorf in Besitz hatte, waren die Grafen von Kirchdorf und Berg sowie das Reich Grundbesitzer. Im Jahre 1606 erhielt das Kloster Salem die Blutgerichtsbarkeit von der Landvogtei Schwaben. Durch die Säkularisation 1803 ging Sulmingen an die Grafen von Plettenberg und 1806 durch die Rheinbundakte an das Königreich Württemberg. Gerichtlich unterstand es dem Patrimonialvogteiamt in Mietingen, welches allerdings 1809 aufgelöst wurde. Von 1810 bis 1938 gehörte das Dorf zum Oberamt Wiblingen/Laupheim und ging dann zum Landkreis Biberach.Roland Schmid: 750 Jahre Maselheim. Aus der Geschichte des Dorfes - Geschichten aus dem Dorf. (Hrsg. Gemeinde Maselheim) 1995, 256 S.
Am 1. Januar 1975 wurde Sulmingen nach Maselheim eingemeindet.
Veranstaltungen Jedes Jahr findet in Sulmingen das "Sulminger Dorffest" statt. Es bildet Szenen aus dem beginnenden 16. Jahrhundert nach: Baltringer Haufen mit Bauernaufstand und Revolutionsrede des Sulminger Schmieds Ulrich Schmied, Dreschvorführungen und verschiedene Handwerksvorführungen (Hufschmied, Seiler, Wagner u. ä.). Dazu kommen musikalische Band-Auftritte. Außerdem gibt es noch spezielle Angebote für Kinder wie Ponyreiten oder Dürnach-Zügle.
Tourismus Sehenswürdigkeiten Kirche St. Dionysius Schmied-Denkmal (Der Schmied Ulrich Schmied war im Bauernkrieg ein Anführer des Baltringer Haufens)
Verkehrswege Öchsle-Radweg
Kulturdenkmäler Wasserburg Sulmingen
Söhne und Töchter Sulmingens Ulrich Schmied, Schmied und Rädelsführer des Baltringer Haufens Helmuth Barth (1933–1991), Tierfilmer, Kameramann beim 1972 oscarprämierten Dokumentarfilm Die Hellstrom Chronik Elmar Braun (* 1956), Bürgermeister von Maselheim, erster Die Grünen Bürgermeister Deutschlands
Literatur
Roland Schmid: 750 Jahre Maselheim. Aus der Geschichte des Dorfes – Geschichten aus dem Dorf. Hrsg. Gemeinde Maselheim, Maselheim 1995.
Weblinks www.maselheim.de
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Maselheim) Kategorie:Ort im Landkreis Biberach Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Biberach) Kategorie:Ersterwähnung 1250 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975