Charles Frédéric Dubois (* 28. Mai 1804 in Barmen (heute Stadtteil von Wuppertal); † 12. November 1867 in Brüssel) war ein belgischer Naturforscher.

Leben und Wirken Vom Wunsch getrieben, Künstler zu werden, besuchte Dubois die Kunstakademie Düsseldorf, bevor er sich schließlich als Maler in Aachen niederließ. In seiner Freizeit widmete er sich der Naturwissenschaft sowie seiner naturhistorischen Sammlung, die aus vielen Exponaten aus der Rheinprovinz bestand. Anfänglich zögerte er noch, die Kunst aufzugeben und sich in der Industrie zu etablieren. 1836 publizierte er die Monatszeitschrift Das Museum oder Naturgeschichtlicher Atlas in naturgetreuen Abbildungen aus dem Thier-, Pflanzen- und Mineralreiche, und ausführliche Beschreibung derselben für gebildete Leser aller Stände.Alphonse Joseph Charles Dubois: Nécrologie. S. 314. Zwischen 1835 und 1839 publizierte er in 22 Heften, die sein Buch Ornithologische Gallerie bildeten.Christian Gottfried Andreas Giebel, S. 11. Darin beschrieb er 1839 die für die Wissenschaft neue Gelbschnabelente (Anas undulata).Charles Frédéric Dubois (Ornithologische Gallerie), S. 119, Tafel 77. Das Buch erschien im Oktavformat und beinhaltete 145 Farbtafeln mit beschreibendem Text. Seine Veröffentlichungen brachten ihm Renommee unter den führenden Wissenschaftlern, so dass er Ehrenmitglied in zahlreichen Gelehrtengesellschaften wurde. 1851 bot er zahlreiche Vogelbälge zum Verkauf in der Montange de la Cour Nr. 9 in Brüssel an.Charles Frédéric Dubois (Prix-Courant), S. 87 f. Als er 1854 seine ersten Tafeln zu Planches coloriées des Oiseaux publizierte, schrieb Johann Friedrich Naumann (1780–1857) eine Rezension zu den ersten dreißig Lieferungen, die sehr kritisch ausfiel. Zum einen fand er keine Neuigkeiten und zum anderen erwähnt er, dass die Darstellung der gleichen Vögel in anderen Werken teils besser illustriert waren. Insbesondere kritisiert er die Perspektiven, aus denen Dubois die Vögel zeichnete.Johann Friedrich Naumann, S. 389. Noch schlechter fiel die Kritik von Ernst Gotthelf Gersdorf (1804–1874) zu den einzelnen Heften von Ornithologische Gallerie aus. So schrieb er u. a.…

…oder…

In dieser Zeit war Aachen von Sümpfen umgeben, so dass Dubois an Malaria erkrankte. Die Ärzte rieten ihm die Gegend zu verlassen und so zog die Familie nach Brüssel, wo er sich als Naturforscher etablierte. Elf Jahre später im Jahr 1851 begann er sein Werk über die Vögel Europas (Les Oiseaux de l'Europe et leurs œufs, décrits et dessinés d'après nature), 1859 ein Werk über die Schmetterlinge Belgiens (Les lépidoptères de la Belgique, leurs chenilles et leurs chrysalides décrits et figurés d’après nature). Es war ihm nicht vergönnt diese Werke noch zu Lebzeiten zu publizieren und so war es sein Sohn Alphonse Joseph Charles Dubois (1839–1921), der sie vollendete und schließlich postum veröffentlichte.

Dubois publizierte außerdem mehrere Artikel ihn mehreren Fachzeitschriften, wie Naumannia von August Carl Eduard Baldamus (1812–1893), Journal für Ornithologie von Jean Louis Cabanis (1816–1906) oder Revue et magasin de zoologie pure et appliquée von Félix Édouard Guérin-Méneville (1799–1874), sowie in Archive cosmologiques seines Sohnes.

Von einem schwachen Herz geplagt, erlitt er 1866 einen Schlaganfall, der schließlich zur vollkommenen Lähmung führte. Im Wissen seines baldigen Todes, beobachtete er weiter. Auch diese Beobachtungen wurden von seinem Sohn aufgeschrieben und in dessen Werke involviert.Alphonse Joseph Charles Dubois: Nécrologie. S. 315.

Literatur

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

Kategorie:Naturforscher Kategorie:Deutscher Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1804 Kategorie:Gestorben 1867 Kategorie:Mann