miniatur|Lasse Samström als Teilnehmer beim Box Slam in St. Gallen, 2005Lasse Samström, eigentlich Albrecht Lahme. In: Neue Szene Augsburg, Heft Dezember 2008, S. 38. (PDF-Datei; aufgerufen am 13. Dezember 2010.) (* 23. Januar 1969Vgl. Angaben über Lasse Samström auf dem Poetry-Slam-Internetportal myslam.net. (Aufgerufen am 13. Dezember 2010.) in Gerolstein) ist ein deutscher Poetry-Slam-Dichter.
Leben mini|Lasse Samström bei einem Auftritt in Frankfurt am Main. Albrecht Lahme besuchte von 1979 bis 1985 das Regino-Gymnasium in Prüm, danach bis 1987 das Vinzenz-Pallotti-Kolleg, eine Privatschule in Rheinbach, und danach bis 1990 das Städtische Gymnasium Rheinbach. Den Künstlernamen Lasse Samström gab er sich nach eigenen Angaben Ende der 1980er-Jahre, als er als Punksänger auftrat und der Fun Punk-Band Amoklaufende Frittenbuden angehörte. Nachdem die US-amerikanische Spoken-Word-Bewegung in den 1990er-Jahren auch in Deutschland aufgegriffen und das Genre Slam-Poetry beim Publikum bekannt wurde, beteiligte Samström sich erstmals im Jahr 1997 als Slampoet an einem Wettbewerb. Seitdem nimmt er regelmäßig an Poetry Slams im gesamten deutschsprachigen Raum teil und hatte zudem mehrere Auftritte bei ausländischen Slam-Veranstaltungen.
2002 qualifizierte er sich sowohl in der Einzel- als auch in der Team-Disziplin für die sechste deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterschaft, die in der Schweizer Bundesstadt Bern stattfand und an der 17 Teams und 64 Slammer aus über 30 Städten teilnahmen. Bei diesem 6. German International Poetry Slam (GIPS) siegte Samström in der Disziplin „Einzel“ sowie mit seinem Team „Wuppertal“ in der Disziplin „Team“.Vgl. Stefanie Westermayr: Poetry Slam in Deutschland. Theorie und Praxis einer multimedialen Kunstform. Tectum Verlag, Marburg 2004, ISBN 3-8288-8764-3, S. 54. (Auszug: „Der sechste GIPS aus Bern/CH machte 2002 Furore: An die 2000 Zuschauer sowie Fernseh- und Radiosender beobachteten und berichteten von der Veranstaltung. 17 Teams und 64 Slammer aus über 30 Städten nahmen teil. Lasse Samström aus Bonn gewann den Einzelwettbewerb.“)Vgl. Vgl. auf www.slam2009.de. (Aufgerufen am 18. Dezember 2010.) Im gleichen Jahr gewann er den kroatischen Slam-Meistertitel.Vgl. Sandra Treml: Wortschatz. Perlen des Poetry Slam. In: Das Poetry Slam Magazin. , Ausgabe 1, Stuttgart 2007, S. 19. 2004 nahm er an den World Championships teil und errang bei der Poetry International 2004, die im niederländischen Rotterdam stattfand, den vierten Platz.Lasse Samström. In: Mitwirkende der 15. Internationalen Frühjahrsbuchwoche München zum Thema „Literatur & Sport“ vom 30.03.–6.04.2006 auf der Website des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. (Aufgerufen am 13. Dezember 2010.)
Samström gehört mittlerweile zu den bekanntesten Dichtern der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene.Vgl. André Müller: . Im: Onlinemagazin Tink.ch, 6. Dezember 2010. (Aufgerufen am 13. Dezember 2010.)Vgl. Sebastian Minas: Campus: 1. Trierer „Science Slam“ – Wissen mit Unterhaltungseffekt! Im: Onlinemagazin 5vier.de, 3. Dezember 2010. (Aufgerufen am 13. Dezember 2010.) Er hatte bislang hunderte Auftritte bei Einzel- und Teamwettbewerben, bei denen er zahlreiche Auszeichnungen erringen konnte.Vgl. . Auf: Kultur-Online, 11. April 2008. (Aufgerufen am 18. Dezember 2010.) So gewann er alleine im Zeitraum von 1999 bis Anfang 2006 über 50 Poetry Slams im In- und Ausland und gibt selbst an, mindestens hunderte Auftritte im Jahr zu absolvieren. Daneben tritt er auch als Moderator verschiedener Formate auf, zum Beispiel seit 2012 beim "Rheinhexenslam" in Rheinbach oder bei Kunst gegen Bares in Düsseldorf.
Er gilt als Erfinder der „Schüttelprosa und des Brachialcharmes“, sein Credo lautet:
Lasse Samström lebt in Prüm.
Zitate Beispiele für Samströms „Schüttelprosa“:Andreas Schmidt: Bei diesen „Lesungen“ ist alles anders. In: Friedberger Allgemeine, 20. Oktober 2010. (Aufgerufen am 6. Oktober 2015.) – Titel seines Eröffnungsbeitrags bei einem Literaturfestival – zum Thema „Liebe“
Textbeispiel für die „laminierten Schüttelreimkärtchen“, die Samström bei seinen Lesungen anbietet:
Auszeichnungen (Auswahl) 2002: Gewinner des 6. German International Poetry Slam in Bern („Einzel“) 2002: Gewinner des 6. German International Poetry Slam in Bern („Team“; als Team „Wuppertal“ zusammen mit Jonas Jahn, Markim Pause und Michael Wefers) 2002: Gewinner der kroatischen Poetry-Slam-Meisterschaft 2004: 4. Platz bei den World Championships im Rahmen von Poetry International 2004 in Rotterdam 2011: Gewinner FritzNacht der Talente in der Rubrik Wortakrobatik
Werke (Auswahl) CDs Slam-Poetry-Beiträge von Lasse Samström sind enthalten auf folgenden CDs: Darmstädter Dichterschlacht I. Ariel-Verlag, Riedstadt 2003, ISBN 978-3-930148-28-8. Darmstädter Dichterschlacht II. Ariel-Verlag, Riedstadt 2004, ISBN 978-3-930148-33-2. Darmstädter Dichterschlacht III. Ariel-Verlag, Riedstadt 2006, ISBN 978-3-930148-36-3.
DVD-Videos Slam-Poetry-Einzelauftritte von Lasse Samström sind enthalten auf folgenden DVD-Videos: Poesie auf Zeit. German International Poetry Slam. Sprechstation-Verlag, Konstanz 2004, ISBN 3-932902-47-5. (120 Minuten) Poetry Slam. Volume 8. 2007. (30 Minuten; im Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach) Poetry Slam. Volume 11. 2008. (30 Minuten; im Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach)
Literatur Stefanie Westermayr: Poetry Slam in Deutschland. Theorie und Praxis einer multimedialen Kunstform. Tectum Verlag, Marburg 2004, ISBN 3-8288-8764-3, S. 54. Alex Dreppec et al. (Hrsg.): Dichterschlacht, schwarz auf weiß. Slam 2003. Darmstadt & Frankfurt. 1. Auflage. Ariel-Verlag, Riedstadt 2003, ISBN 3-930148-25-0.
Weblinks
auf der Website des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in der Tageszeitung Neue Westfälische vom 23. Juni 2003
Einzelnachweise
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