Manfred Simon Noa (* 22. März 1894 in BerlinGeburtsregistereintrag 566/1894, Standesamt Berlin IV, 28. März 1894.; † 4. Dezember 1930 ebendaSterberegistereintrag 828/1930, Standesamt Charlottenburg I, 5. Dezember 1930, verfügbar über Ancestry.Film-Kurier, 8. Dezember 1930.) war ein deutscher Filmregisseur und Szenenbildner.

Leben Manfred Noa, der Bruder der Schauspielerin Loo Hardy (geboren als Charlotte Noa, verheiratete Levy) und der Drehbuchautorin Margarete M. Langen, besuchte das Luisenstädtische Realgymnasium, studierte Malerei an der Kunstgewerbeschule Berlin und arbeitete danach als Theatermaler und Bühnenbildner. Ende 1915 begann er als Szenenbildner für den Film tätig zu werden und stattete besonders die Dramen und Krimis Richard Oswalds und Johannes Guters aus.

Noa führte erstmals 1916 Regie. Seit 1919 war er überwiegend als Regisseur tätig. Mit seiner eigenen Noa-Film GmbH,Handelsregister Berlin HRB Nr. 37563 die er im Dezember 1925 zusammen mit dem Kaufmann Max Badner gegründet hatte, übernahm er zudem die Produktion. Mit Nathan der Weise nach dem Drama von Lessing und dem zweiteiligen Historienepos Helena lieferte er seine ambitioniertesten Leistungen.

Er war von 1923 bis 1924 mit der Schauspielerin Eva May verheiratet.Heiratsregistereintrag 164/1923, Standesamt Charlottenburg I, 1. März 1923, verfügbar über Ancestry.

Filmografie als Regisseur 1916: Der schwarze Pierrot (nur Drehbuch) 1917: Der Tod des Baumeisters Olsen 1917: Bobby als Amor 1918: Der Stellvertreter 1919: Das Mädchen und die Männer 1919: Liebe 1920: Haß 1920: Schneider Wibbel 1920: Berlin W. (auch Drehbuch) 1921: Opfer der Keuschheit 1921: Schieber 1921: Söhne der Nacht (2 Teile) 1921: Der heilige Haß (2 Teile, auch Drehbuch) 1922: Die Schiffbrüchigen 1922: Nathan der Weise 1924: Helena (2 Teile) 1924: Das schöne Abenteuer 1925: Der Mann im Sattel 1925: Soll man heiraten? 1926: Die versunkene Flotte 1926: Junges Blut 1926: Warum sich scheiden lassen? 1926: Der Mann aus dem Jenseits 1926: Das süße Mädel (auch Schauspieler) 1926: Der Provinzonkel (auch Produktion) 1927: Die Achtzehnjährigen (auch Produktion) 1927: Gauner im Frack (auch Produktion) 1927: Glanz und Elend der Kurtisanen 1927: Die Dame von Paris 1927: Der große Unbekannte (auch Produktion) 1928: Casanovas Erbe (auch Produktion) 1928: Die Dame und ihr Chauffeur (auch Produktion) 1928: Moderne Piraten (auch Produktion) 1929: Aufruhr im Junggesellenheim 1929: Meine Schwester und ich 1930: Mon coeur incognito 1930: Der Walzerkönig 1930: Leutnant warst Du einst bei den Husaren 1931: Der Weg nach Rio

als Filmarchitekt 1916: Hoffmanns Erzählungen 1916: Zirkusblut 1916: Am Amboß des Glücks 1916: Die Rache der Toten 1916: Das unheimliche Haus 1916: Der chinesische Götze 1917: Das Bildnis des Dorian Gray 1917: Das Geheimnis der Pagode 1917: Der Schloßherr von Hohenstein 1917/18: Es werde Licht! (4 Teile) 1918: Die Fürstin von Beranien 1919: Das Buch Esther 1921: Der Tod und die Liebe

Literatur Rolf Aurich: Manfred Noa – Filmarchitekt, Regisseur, Produzent. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 23, 1993. Irene Stratenwert mit Hermann Simon (Hrsg.): Pioniere in Celluloid. Juden in der frühen Filmwelt. Henschel, Berlin 2004, ISBN 3-89487-471-6. Hier S. 45, 78, 214, 215 f., 218. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 695.

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Einzelnachweise

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