mini|hochkant|Kriegerdenkmal 1914–1918 und 1939–1945 mini|links|Treppenspeicher von 1767 Baven ist eine zur Gemeinde Südheide gehörende Ortschaft im nördlichen Landkreis Celle. Sie liegt am westlichen Rand des Naturparks Südheide, in der Lüneburger Heide und hat derzeit 1638 Einwohner.

Geschichte Erste Siedlungen sind für die ältere Bronzezeit nachweisbar. Im Jahre 1932 wurde von Hans Piesker, einem Archäologen aus Hermannsburg, das „Totenhaus von Baven“ ausgegraben. Unter einer starken Brandschicht im Nordwestsektor eines Hügels fanden sich die Reste eines Ost-West-orientierten Hauses und verschiedene Grabbeigaben, die aus der Frühen Bronzezeit (2200 v. Chr.–1600 v. Chr.) datierten. Einzelne Ausgrabungsfunde hiervon sind im Landesmuseum Hannover Abteilung „Menschenwelten“ ausgestellt.

Bis ins 19. Jahrhundert bestand Baven über Jahrhunderte aus 15 Gehöften, bis durch Verkauf und Teilung einer Hofstelle neue Siedlungsmöglichkeiten entstanden und die Bevölkerungszahl deutlich anstieg.

Am 1. Juli 1929 wurde Baven nach Hermannsburg eingemeindet.Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1929, S. 132 Der Ort wurde am 1. Oktober 1950 wieder aus der Gemeinde Hermannsburg ausgegliedert und zu einer eigenen Gemeinde erhoben.Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1950 Am 1. Januar 1973 wurde Baven im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen wieder ein Teil der Einheitsgemeinde Hermannsburg.Zur Gebiets- und Verwaltungsreform vgl. Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, 2. Aufl., Stuttgart 2014, ISBN 978-3-89821-357-8. Im Zuge der Fusion von Hermannsburg mit der Nachbargemeinde Unterlüß zum 1. Januar 2015 kam der Ort zur Gemeinde Südheide.

Politik

Der Ortsrat von Baven besteht aus fünf Ortsratsmitgliedern. Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:Ortsrat der Gemeinde Baven Unabhängige Wählergemeinschaft Baven (UWB): 5 Sitze

Ortsbürgermeister ist Norbert Nehrig.

Baudenkmäler Siehe auch Baudenkmale in Baven Drei Treppenspeicher in Baven aus dem 18. und 19. Jh. in verbohlem Holzbau Wohn- und Wirtschaftsgebäude Müdener Straße 1, Vierständer-Fachwerkbau aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. mit Krüppelwalmdach und Niedersachsengiebel

Totenhaus von Baven (auch Totenhaus von Baven genannt)

Literatur Gerhard Röhrs (Hrsg.): Chronik Baven. Hermannsburg 1993. Hartmut Rißmann (Hrsg.): Bavener Dorf-Chronik. Hermannsburg 1995. Matthias Blazek: 100 Jahre organisiertes Feuerlöschwesen in Baven 1907–2007. Hermannsburg 2007, ISBN 978-3-00-019848-9.

Weblinks

Webseite der Gemeinde Südheide mit der Ortschaft Baven Informationen über Baven

Einzelnachweise

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