Die Bauwelt ist eine 14-täglich in der Bauverlag BV GmbH (Gütersloh) erscheinende deutsche Architektur-Zeitschrift. Das jeweils letzte Heft eines Quartals erscheint als Stadtbauwelt und widmet sich aktuellen städtebaulichen Fragestellungen. Die Bauwelt existiert seit 1910 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie erschien 2009 in einer Druckauflage von ca. 12.000 Exemplaren und verfügt über den größten Stellenmarktteil aller deutschsprachigen Architekturzeitschriften.
Geschichte Die Zeitschrift erschien zunächst unter dem Namen Die Bauwelt, Illustrierte Zeitschrift für das gesamte Bauwesen ab Januar 1910 im Berliner Ullstein Verlag, später im Deutschen Verlag (als dessen Rechtsnachfolger). Sie wurde 1945 mit der Nummer 36 eingestellt.Eva Maria Froschauer: „An die Leser!“ Baukunst darstellen und vermitteln. Berliner Architekturzeitschriften um 1900. Wasmuth, Tübingen / Berlin 2009, ISBN 978-3-8030-0707-0, S. 249. Von Januar 1946 bis Juli 1952 erschien sie unter dem Namen Neue Bauwelt.
1963 gründete Ulrich Conrads, damals Chefredakteur der Bauwelt, die Buchreihe Bauwelt Fundamente, die mit inzwischen 150 Titeln umfangreichste deutschsprachige Buchreihe zur Theorie der Architektur und des Städtebaus.Hermann Funke: Fundamente unserer gebauten Welt. In: Die Zeit, Nr. 17/1966. 1964 gründete Conrads zusammen mit Gerd Albers, Kurt Eggeling, Klaus-Jakob Thiele und Klaus Winter die Stadtbauwelt als Vierteljahresschrift für Architekten und Stadtplaner.
Chefredakteure Alfred Berlowitz, Januar 1910 – Februar 1912 Richard A. Müller, März 1912 – Mai 1914Eva Maria Froschauer: „An die Leser!“ Baukunst darstellen und vermitteln. Berliner Architekturzeitschriften um 1900. Wasmuth, Tübingen / Berlin 2009, ISBN 978-3-8030-0707-0, S. 250. Fritz Bennigson, ab Juni 1914 Friedrich Paulsen, 1928–1945Redaktionsmitglied ab 1914, Redaktionsleiter ab 1928 – Dieter-Jürgen Mehlhorn: Rezension zu „Bauen über die Region hinaus. Architekten aus der Baugewerkschule Eckernförde 1868–1968“. In: Bauwelt Jahrgang 2006, Heft 46, S. 40 f., hierzu S. 41. (online als PDF-Dokument, 228 kB) (vertreten ab mind. 14. August 1942 durch Rudolf Weilbier) Rudolf Weilbier, bis Juli 1957 Ulrich Conrads, Juli 1957 – Dezember 1988Ulrich Conrads: Zeit des Labyrinths. Beobachten, Nachdenken, Feststellen 1956–2006. (= Bauwelt Fundamente, Band 136.) Birkhäuser, Basel 2007, ISBN 978-3-7643-8191-2, S. 229. Peter Rumpf, Januar 1989 – Juni 2002Peter Rumpf: abgerufen am 26. Mai 2013. Felix Zwoch, Juli 2002 – Dezember 2010Wir bleiben, was wir werden. „Bauwelt“ hat neuen Chefredakteur. Baunetz, 1. Juli 2002; abgerufen am 26. Mai 2013. Boris Schade-Bünsow, seit März 2011 Bauwelt-Website; abgerufen am 26. Mai 2013.
Verleger Michael Voß, seit Dezember 2018
Preise Seit 1999 zeichnet die Zeitschrift Bauwelt mit dem Bauwelt Preis Erstlingswerke junger Architekten aus.
Auflagenstatistik Im ersten Quartal 2021 lag die durchschnittliche monatlich verbreiteten Auflage nach IVW bei 11.028 Exemplaren. Das sind 0,53 Prozent (59 Hefte) mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Abonnentenzahl ist konstant bei 4.495 Abonnenten. Derzeit beziehen 40,76 Prozent der Leser die Zeitschrift im Abonnement.
Literatur Eva Maria Froschauer: „An die Leser!“ Baukunst darstellen und vermitteln. Berliner Architekturzeitschriften um 1900. Ernst Wasmuth, Tübingen / Berlin 2009, ISBN 978-3-8030-0707-0, S. 72–77, S. 249–251.
Weblinks bauwelt.de Adrenalin für Baumeister: Kultiviert und gelassen. In: Der Tagesspiegel. 14. November 2010. beim Projekt Deutschsprachige Zeitschriften des Goethe-Instituts
Einzelnachweise
Kategorie:Architekturkritik Kategorie:Architekturzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Stadtplanungszeitschrift (Deutschland) Kategorie:Zeitschrift (Berlin) Kategorie:Ersterscheinen 1910