mini|hochkant=0.9|Stammwappen der Grafen und Fürsten von Schönburg

Alle heute noch lebenden („muldenländischen“) Schönburgs gehen auf Hermann I. und seinen Sohn Hermann II. zurück. Hermann I. gründete den Ort Geringswalde und die dortige Burg, plante wohl schon die Gründung des dortigen Hausklosters der Schönburgs, die unter Hermann II. stattfand, und errichtete höchstwahrscheinlich auch Burg Glauchau.

Stammliste der markmeißnischen/Geringswalder Linie

Ein Wolf von Schönburg, Herr zu Rochsburg, der nach 1570, aber vor 1588, verstorben sein muss, war in zweiter Ehe mit Johanna Freiin von Scharfenberg verheiratetHorst Schwabe: "Mein Burgstädt" (Reihe: Impressionen & Informationen, Wanderrouten, Stadtbeschreibungen, Geschichte), Riedel Verlag, Röhrsdorf/Chemnitz 1993, S.79 (Jahr 1570).

Nachfahren von Otto Ludwig (Schönburg-Waldenburg, -Hartenstein, -Lichtenstein, -Stein)

Nachfahren von Otto Victor (Schönburg-Waldenburg)

Nachfahren von Heinrich Eduard (Schönburg-Hartenstein)

Nachfahren von Wolf Ernst (Schönburg-Remissau, -Rochsburg, -Hinterglauchau, -Unterglauchau, erloschen)

Nachfahren von Wolfgang Heinrich I. (Schönburg-Wechselburg, -Penig, -Forderglauchau, -Glauchau)

Sonstige Personen/Linien Ab 12. Jh. Ulrich von Schönburg „Ulricus de Schunenburg“ (ersterwähnt 1130, letztmals erwähnt oder † 1166). Seine Ersterwähnung erfolgte als Zeuge in einer Urkunde, die Gräfin Helinburg von Gleichen dem Kloster Volkenroda 1130 ausstellte.Steffen Winkler: Das Wappenschild der Schönburger. In: Schriftenreihe Sonderheft: Sagen und Sagenhafte Erzählungen aus Glauchau und Umgebung, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau, 1981, hier S. 9 und S. 31 Nr. 2 Sein Sitz wurde auf der Schönburg bei Naumburg angenommen. Er ist der erste bekannte Schönburger aus der thüringischen Linie und wohl der erste belegte Schönburger aller Linien. Hermann I. von Schönburg „Hermannus de Sconeburg“ (erstgenannt 1212, † oder letztgenannt 1224/25). Er wurde 1212 in einem Vertrag zwischen König Otto IV. mit Markgraf Dietrich von Meißen neben etlichen anderen königlichen Zeugen (u. a. den königlichen Burggrafen von Altenburg) als Reichsministeriale „ministerialis imperii“ genannt.Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau, Herausgeber: Enno Bünz, Thelem Verlag, Dresden 2010, Hermann I. von Schönburg als „ministerialis imperii“, S. 45 u. 53 Er soll Gründer von Geringswalde auf dem Gelände des heutigen Altgeringswalde – und wohl auch der dortigen Burg um 1158 – und um 1182 (als Planung) des dortigen schönburgischen Hausklosters (Erbbegräbnis der Schönburger) gewesen sein. Er wurde um 1170–1180 als Gründer der Burg Glauchau angenommen. Er begründete die markmeißnische/Geringswalder/muldenländische Linie der Schönburger.Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau, Herausgeber: Enno Bünz, Thelem Verlag, Dresden 2010, S. 45/52/53/84 Sein Sohn war Hermann II. von Schönburg. 1222 nennt eine Urkunde „Hermannus et Bertholdus de Sconenberch, nobiles“. Berthold soll ein thüringischer Schönburger sein, der mit genannte Hermann (Hermann I.?) aber ein markmeißnischer Schönburger. Beide waren offenbar eng verwandt und edelfrei.Dieter Rausendorff (Hrsg.): Zur Geschichte des Schlosses Schlettau. Förderverein Schloss Schlettau, 2000ff, Manfred Richter: Die Schönburger in Schlettau. 2002, S. 4

Ab 13. Jh. Hermann II. von Schönburg (erstgenannt 1212), Sohn von Hermann I. Hermann II. stellte am 2. Januar 1233 die Gründungsurkunde des Klosters Geringswalde aus, dies war die erste Nennung eines Schönburgers im Tal der Zwickauer Mulde und zugleich die älteste Abbildung des schönburgischen Wappens (rot-weiß abwechselnd) auf dem Siegel der Urkunde. Sein tschechischer Name ist „Heřman II. ze Šumburka“. Berthold von Schönburg (1222 belegt). 1222 nennt eine Urkunde „Hermannus et Bertholdus de Sconenberch, nobiles“. Berthold soll ein thüringischer Schönburger gwesen sein, der mit genannte Hermann (Hermann I.?) aber ein markmeißnischer Schönburger. Beide waren offenbar eng verwandt und edelfrei. Nach 1222 erloschen die thüringischen Schönburger, spätestens aber bis 1394, denn in diesem Jahr verkaufte Friedrich von Schönburg auf Schlettau Restbesitz in den Bistümern Merseburg und Naumburg.Dieter Rausendorff (Hrsg.): Zur Geschichte des Schlosses Schlettau. Förderverein Schloss Schlettau, 2000ff, Manfred Richter: Die Schönburger in Schlettau. 2002, S. 4 Friedrich I. von Schönburg-Glauchau (1247 erstgenannt, † zwischen 1290 und 1291), Besitzer von Burg Lichtenstein und Burg Glauchau. 1247 Schirmherr des Klosters Geringswalde in einer Urkunde (seine älteste Nennung). 1256 siegelte er eine Urkunde „in cenaculo Gluchowe“,Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau, Herausgeber: Enno Bünz, Thelem Verlag, Dresden 2010, Friedrich I. von Schönburg, S. 53 u. 51 also im Speisesaal oder Palas der Burg von Glauchau. Dies ist die älteste indirekte Erwähnung der Glauchauer Burg und seine vier Söhne, die im Jahre 1261 zusammen mit ihrem Vater Friedrich I. dem Kloster Geringswalde die peinliche Gerichtsbarkeit übertragen: Dietrich von Schönburg (wohl Dietrich I.) Friedrich von Schönburg (wohl Friedrich II.) (ein zweiter) Friedrich von Schönburg (wohl Friedrich III.) Hermann von Schönburg (wohl Hermann III.) Friedrich II. von Schönburg (1261 erstgenannt, † um 1297), Besitzer von Burg Lichtenstein, offenbar der Sohn von Friedrich I. von Schönburg Hermann III. von Schönburg (?), er ist urkundlich von 1276 bis 1289 als westpreußischer Landeskomtur in Kulm bestätigt. Hermann von Schönburg (* um 1240; † nach 1290) – es handelt sich hier wohl um Hermann III. –, er heiratete Sofie von Waldenburg (* um 1244) laut Stammliste der Waldenburger. Friedrich III. von Schönburg (?). Im Jahr 1295 wurde er durch den böhmischen König Wenzel II. zum Landrichter des Egerlandes ernannt. Friedrich von Schönburg († 1312; CZ: „Bedřich ze Šumburka“ oder „Fridrich ze Šumburka“), böhmisch-königlicher Burggraf in Kaaden auf Burg Kadaň. (Es dürfte sich hier wohl um Friedrich III. handeln.)

Ab 14. Jh. Friedrich IV. von Schönburg-Crimmitschau (?), Herr zu Crimmitschau. Am 31. März 1307 war er Anführer der pleißenländischen Reichsstädte Zwickau, Altenburg und Chemnitz auf Seiten des deutschen Königs in der Schlacht bei Lucka mit dem königlichen Ziel der Entmachtung der Markgrafen von Meißen. Letztere gewannen gegen das Reichsheer und er geriet in Gefangenschaft der Markgrafen. Er musste in einem Vertrag zustimmen, die Reichsunmittelbarkeit seiner Herrschaft Crimmitschau aufzugeben und die Lehnshoheit an die Markgrafen von Meißen abzutreten. Nur so konnte er die Freiheit wiedererlangen. Nach dem Aussterben seiner Linie im Mannesstamme im Jahre 1413 fiel die Herrschaft Crimmitschau daher als erledigtes Lehen an die Wettiner. Friedrich VI. von Schönburg († 1328). Er war Reichsstatthalter für König Johann von Böhmen und wurde 1328 bei einem Aufruhr in der Prager Altstadt ermordet. Friedrich VII. von Schönburg (?). Wohl um 1330 kommt er in den Besitz der böhmischen Burg Pürstein. Herren von Schönburg auf Burg Pürstein (ohne genaue Zuordnung der Person): für das Jahr 1363 war das „Einreichungsrecht“ für die Kirche zu Preßnitz im Besitz eines Friedrich von Schönburg auf Pürstein („Fridrici de Birssestein“). 1363 und 1393 hatten die sie in Preßnitz das Patronatsrecht.Verschiedene Autoren (u. a. Stanislav Ded): Přísečnice – zatopena, ale nezapomenuta/Preßnitz – versunken aber nicht vergessen. (zweisprachig) Sammelband, Regionalmuseum Chomutov, 2004, ISBN 80-239-3286-1, S. 16 Adelheid von Schönburg-Glauchau († 15. Juni 1342/52), durch Heirat wurde sie Gemahlin von Burggraf Otto Heyde I. von Dohna. Bestattet im Meißner Dom. Ihre Grabplatte ist verschollen. Als „Adelheid von Dohna“ ist ihr tschechischer Name „Adléta z Donína“. Albrecht I. von Schönburg (erstgenannt 1349, gest. um 1353), Herr von Burg Pürstein. 1349/50 wurde er im Lehnbuch Friedrich des Strengen zusammen mit Friedrich XIII. von Schönburg-Pürstein (erstgenannt 1341, gest. um 1367) als Besitzer der Burgen (bezeichnet als Schlösser) Ponitz und Lichtenstein aufgeführt. Herren von Schönburg auf Burg Hassenstein (ohne genaue Zuordnung der Person): Am 13. April 1348 wurde ein Friedrich von Schönburg, Herr zu Hassenstein, mit „Gythain“ (Geithain) belehnt. 1357 überließ ein Friedrich von Schönburg Geithain und Stadt und Burg Kohren an die Herren von Reuß. 1360 stellten die Landgrafen von Thüringen einem Friedrich von Schönburg, Herr zu Hassenstein, einen Schutz- und Schirmbrief aus. 1396Verschiedene Autoren (u. a. Stanislav Ded): Přísečnice – zatopena, ale nezapomenuta/Preßnitz – versunken aber nicht vergessen. (zweisprachig) Sammelband, Regionalmuseum Chomutov, 2004, ISBN 80-239-3286-1, S. 17 geriet ein Friedrich („Friczko“) von Schönburg, Herr von Hassenstein, in Streit mit seinem Lehnsherrn, dem böhmischen König. Er hatte den Markgrafen von Meißen wohl militärische Hilfe zugesichert. Außerdem hatte er die Burg Hassenstein an seinen Schwager, den Deutschordensritter Heinrich von Plauen übereignet ohne Zustimmung des böhmischen Königs. 1418 ließ der böhmische König daher Hassenstein belagern. Doch erst 1420 war eine königliche Belagerung unter Führung der Herren Lobkowitz erfolgreich. Die Schönburger verloren Burg und Herrschaft Hassenstein mit den dazu gehörenden Anteilen an Preßnitz und etlichen Dörfern und dem Rittersitz Hagensdorf. 1437 klagten die Schönburger am böhmischen Hoflehngericht offenbar erfolglos auf Rückgabe der Burg Hassenstein gegen die Herren von Lobkowitz. (Siehe auch Veit I. von Schönburg.) Hermann VIII. von Schönburg († 1356). Seine Brüder waren Friedrich XI.(† 1389), Herr zu Glauchau, und Dietrich II.(?) von Schönburg. Als Dietrich II. im Jahre 1347 in den Deutschen Orden eintritt, begann der sogenannte „Schönburgische Bruderkrieg“ zwischen den beiden Brüdern Hermann VIII. und Friedrich XI. Sie verwüsteten zwischen 1347 und 1355 gegenseitig ihre Besitzungen. Ein Gefecht ist auch im Mülsengrund bei Glauchau belegt. Schließlich wurde der Streit durch erzwungene Schlichtung durch die Markgrafen von Meißen beigelegt. 1360 stellten die Landgrafen von Thüringen für einen Friedrich von Schönburg, Herr zu Hassenstein, einen Schutz- und Schirmbrief aus. Dietrich II. von Schönburg (?). Seine Brüder waren Friedrich XI.(† 1389), Herr zu Glauchau, und Hermann VIII. von Schönburg († 1356). Er trat im Jahre 1347 in den Deutschen Orden ein. Dies war Auftakt für den Schönburgischen Bruderkrieg um sein Erbe zwischen seinen beiden Brüdern. Friedrich XI. von Schönburg-Glauchau (erstmals 1341 erwähnt, † 1389), Besitzer von Burg Lichtenstein. 1378 „Herr zu Glauchau und Waldenburg“ nach einer Erbeinigung mit den Herren von Waldenburg/Wartha. Als sein Bruder Dietrich II. im Jahre 1347 in den Deutschen Orden eintrat, begann der sogenannte „Schönburgische Bruderkrieg“ zwischen den beiden Brüdern Hermann VIII. und Friedrich XI. Sie verwüsteten zwischen 1347 und 1355 gegenseitig ihre Besitzungen. Ein Gefecht ist auch im Mülsengrund bei Glauchau belegt. Schließlich wurde der Streit durch erzwungene Schlichtung durch die Markgrafen von Meißen beigelegt. (Offenbar dieser Friedrich war auch Herr von Burg Hassenstein in Böhmen.)