Ansprung ist ein Ortsteil der sächsischen Großen Kreisstadt Marienberg im Erzgebirgskreis.

Geografie Lage mini|hochkant=1.4|Der Südosten Ansprungs vom Hüttstattweg gesehen mini|Hinweisschilder für Wanderrouten in der Ansprunger Umgebung Das Waldhufendorf Ansprung liegt etwa 8 Kilometer östlich von Marienberg im Erzgebirge. Die Ortslage erstreckt sich über etwa 2 Kilometer entlang des Knesenbaches, welcher nach Nordwesten der Schwarzen Pockau zufließt. Etwa 1,2 Kilometer südwestlich der Ortsmitte liegt die Hüttstattmühle, etwa 1 Kilometer westlich vom Ort die hohe Morgensternhöhe. Nordwestlich grenzt der Thesenwald an die Flur. Durch Ansprung führt die Bundesstraße 171 Marienberg–Olbernhau, etwa in Ortsmitte zweigt von dieser die Staatsstraße 217 nach Rübenau ab.

Nachbarorte

Geschichte mini|Die Hüttstattmühle bei Schnee mini|Sitzbank auf dem Vogeltoffelfelsen mini|Ehemalige Schule Ansprung Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1434 als Aschbergk.vgl. 1497 ist eine Glashütte (Hüttstattmühle) nachweisbar, die gemeinsam mit jener in Wernesgrün Stammhütte der Schürer war. Mit der Reformation 1539 kam Ansprung zur Parochie Zöblitz.1751 werden auf der Ansprunger Flur sechs Serpentinsteinbrüche genannt. 1781 wurde das bisherige Schulgebäude durch einen größeren Neubau ersetzt, 1876 und bereits 1878 wurden erneut neue Schulgebäude errichtet.

August Schumann nennt 1814 im Staatslexikon von Sachsen Ansprung betreffend u. a.:

Im Werk „Neue Sächsische Kirchengalerie“ von 1908 heißt es Ansprung betreffend:

Auf der Morgensternhöhe wurde 1911 durch den Erzgebirgszweigverein Sorgau/Ansprung ein Aussichtspunkt mit Unterkunftshütte errichtet.1931 wurde der östlich gelegene Ort Grundau nach Ansprung eingemeindet.

1972 wurde in einem 1830 für die Armen errichteten Gebäude eine Heimatstube eingerichtet. Die Ausstellung widmet sich vordergründig dem Thema „Serpentin“. Zu sehen sind u. a. die Verarbeitung und aus Serpentin hergestellte Produkte.

Am 1. Mai 1974 wurde Sorgau eingemeindet. Zum 1. Januar 1999 wurde Ansprung mit Sorgau und Grundau nach Zöblitz eingemeindet, Ansprung, Grundau und Sorgau wurden Ortsteile der Stadt Zöblitz.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamtes des Freistaats Sachsen. S. 4. (PDF; 39 kB), abgerufen am 18. Januar 2011. Zöblitz wiederum kam am 31. Dezember 2012 zu Marienberg.

Entwicklung der Einwohnerzahl Ab 2000 wird Ansprung ohne seine ehemaligen Ortsteile erfasst: Jahr EinwohnerQuelle: Einwohnermeldeamt, Stadt Zöblitz 1552 32 besessene Mann, 7 Häusler, 18 Inwohner 1764 26 besessene Mann, 14 Gärtner, 22 Häusler, 19 ½ Hufen 1834 612 1871 922 Jahr Einwohner 1890 1002 1910 1005 1925 1006 1939 1067 Jahr Einwohner 1946 1114 1950 1154 1964 946 1990 1165 Jahr Einwohner 2007 705 2008 700 2009 689 2010 672 Jahr Einwohner 2014 668 2015 656 2016 662 2018 641

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Alte Schmiede und Heimatstube Ansprung Der Vogeltoffelfelsen ist ein Aussichtspunkt im Hinterer Grund genannten Teil des Schwarzwassertals. Auf der Morgensternhöhe gibt es ein Kriegerehrenmal, das an die Gefallenen des Ersten sowie an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert.Gedenken an die Kriegsopfer. In: Freie Presse vom 18. November 2019. Heimatstube und Schmiede Ansprung in der Ortsmitte An der Heimatstube befindet sich eine Gedenktafel von 1992, die an die französischen KZ-Häftlinge erinnert, die bei einem Todesmarsch aus dem Außenlager Neustaßfurt des KZ Buchenwald im April 1945 von SS-Männern ermordet wurden.

Persönlichkeiten Paul Schürer (* 1504 in Ansprung), Glasmacher und Gründer der nordböhmischen Glashütte Falkenau bei Kittlitz

Literatur

Landratsamt Mittlerer Erzgebirgskreis, Hrsg.: Zur Geschichte der Städte und Gemeinden im Mittleren Erzgebirgskreis. Eine Zeittafel (Teile 1–3)

Weblinks

Ansprung, Grundau und Sorgau auf der Website der Stadt Marienberg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Erzgebirgskreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1999 Kategorie:Geographie (Marienberg) Kategorie:Ersterwähnung 1434 Kategorie:Waldhufendorf