Ernst Hertel (auch Ernst Härtel; * 19. März 1870 in Kösen;; † 10. März 1943 in LeipzigJung-Stilling-Forschung) war ein deutscher Augenarzt.

Hertel wurde 1895 in Jena zum Dr. med. promoviert; ebenfalls in Jena erwarb er 1898 die Venia legendi. 1910 wurde er als Nachfolger von Jakob Stilling (1842–1915) auf den Lehrstuhl für Augenheilkunde an der Universität Straßburg berufen, musste die Stadt aber nach dem Ersten Weltkrieg verlassen. Zunächst erhielt er einen Ruf nach Berlin, ging dann aber 1920 an die Universität Leipzig, wo er bis zu seiner Emeritierung 1935 blieb. 1929 wurde Hertel in die Leopoldina gewählt. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Im Jahr 1935 erschien die von ihm herausgegebene achte Auflage des von Theodor Axenfeld begründeten Werks Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde.

Nach Hertel sind ein Verfahren zur Bestimmung des Ausmaßes eines Exophthalmus benannt, die Exophthalmometrie nach Hertel, und die Stilling-Hertel-Farbtafeln (pseudoisochromatische Tafeln) zur Testung bei Verdacht auf Farbenfehlsichtigkeit.

Quellen und Verweise Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Augenarzt Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg) Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann