Die folgende Liste bietet einen Überblick über die Mitglieder des Deutschen Herrenklubs. Die Liste stützt sich auf das Mitgliederverzeichnis für das Jahr 1933 (abgeschlossen am 1. Dezember 1932). Die Liste wurde von Manfred Schoeps im Nachlass von Arnold Rechberg (Bundesarchiv NL Rechberg Bd. 4) aufgefunden und 1974 in seiner Studie Der Deutsche Herrenklub. Ein Beitrag zur Geschichte des Jungkonservativismus in der Weimarer Republik (S. 244–257) veröffentlicht.
Auf der hier vorliegenden Liste sind gegenwärtig (Stand Januar 2021) 530 Personen verzeichnet, davon haben gegenwärtig (Stand Januar 2021) 330 eigene Artikel.
Liste der Mitglieder
A Walter Adametz (1883–1967), Oberregierungsrat a. D., Berlin Karl Otto Altvater (1885–1948), Kapitän zur See a. D., Berlin Hans Bodo Graf von Alvensleben (1882–1961), , Rittergutsbesitzer, Neugattersleben Carl Arnhold (1884–1970), DüsseldorfCarl Arnhold im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Vollrath von Arnim (1874–1943), Rittergutsbesitzer, Mellenau Adolf Graf von Arnim-MuskauS. 110. Die Seitenangaben beziehen sich auf Feldbauer u. a., 1984. Hermann Graf von Arnim-MuskauHermann Adolf Dietlof Friedrich Wilhelm Clemens Graf von Arnim-Muskau (* 3. September 1903 in Blumberg; † 15. Februar 1997 in München) war ein deutscher Rittergutsbesitzer. Er war ein Sohn des Adolf von Arnim und ab 1931 Besitzer der Waldgutstiftung Standesherrschaft Muskau, die er bis zur Enteignung 1945 bewirtschaftete. Seine Lebenserinnerungen veröffentlichte er unter dem Titel Muskau. Standesherrschaft zwischen Spree und Neisse im Jahr 1978 (Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 112 der Gesamtreihe, 1997, S. 50). Friedrich Graf von der Asseburg-Falkenstein (1861–1940), Meisdorf/Mansfelder Gebirgskreis Frederik Aumann, Oberregierungsrat a. D.Keine weiteren Informationen auffindbar. Eduard Ausfeld (1885–1946), Hauptmann a. D., Berlin Hans Avé-Lallemant (1888–1945), Direktor, Stettin
B Walter Bachmeiste [wahrscheinlich Walther Bacmeister], Zeitungsherausgeber, Berlin-Zehlendorf Carl von Bärensprung Generalmajor a. D. Gert Bahr (1891–1965), Berlin Carl Wolfgang Graf von Ballestrem (1903–1994), Berlin Nikolaus Graf von Ballestrem (1900–1945), Plawniowitz Heinrich Bartels (1880–1958), Regierungsassessor a. D., Walbeck Hugo Barths, RittergutsbesitzerHugo Barths war ein Rittergutsbesitzer und Domänenpächter in Kolbatz, Kreis Greifenhagen. Werner Graf von Bassewitz-Levetzow (1894–1964), Rittergutsbesitzer, Kläden Adolf von Batocki (1868–1944), Oberpräsident a. D., Schloss Bledau Theodor Graf von Baudissin (1874–1950), Regierungspräsident i. R., Berlin Frederik Baumann, Oberregierungsrat a. D., Berlin Sigurd-Horstmar Freiherr von Beaulieu-Marconnay, Berlin Richard Behn (1886–1974), Rechtsanwalt, Hamburg Carl Graf von Behr (1865–1933), Landrat a. D., Behrenhoff Franz Belitz (1881–nach 1944), Mitglied des Vorstandes der Reichs-Kredit a. G., Berlin Georg Bennecke (1878–1960), Bankdirektor, Magdeburg Herbert Bennecke, Rittergutsbesitzer, LöbnitzJoachim Herbert Bennecke (* 23. Juni 1900 in Straßfurt; † 23. November 1984 in Immenbeck/Buxtehude) war Landwirt. Er war Besitzer des Rittergutes Löbnitz. 1924 verkaufte er die Firma C. Bennecke / Hecker & Co. (Kriegs- und Inflationsfolgen). 1938 erwarb er Klein Vielen / Neustrelitz in Mecklenburg hinzu. Die Güter Löbnitz und Klein Vielen wurden 1945 durch die sowjetische Besatzungsmacht enteignet. Ab 1948 lebte er als landwirtschaftlicher Betriebsleiter auf Gut Immenbeck / Buxtehude. Adolf vom Berg, Rechtsanwalt, BerlinAdolf vom Berg (* 8. September 1885; † 1938) war ein deutscher Jurist. Er wurde 1920 an der Universität Greifswald mit der Arbeit Das Recht der Aktionäre auf Auskunft innerhalb und ausserhalb der Generalversammlung der Aktiengesellschaft zum Dr. jur. promoviert. In den 1920er und 1930er Jahren lebte er als Rechtsanwalt in Berlin. Daneben amtierte er u. a. als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bavag Berliner Assekuranz - Vereinigung A.-G.. Friedrich von Berg (1866–1939), Wirklicher Geheimer Rat, Chef des Geheimen Zivilkabinetts (16. Januar 1918 – 11. Oktober 1918), Makienen Günther von Berg, Bankdirektor, Berlin Friedrich Bergius (1884–1949), Heidelberg Julius Bernstiel, BerlinJulius Bernstiel (* 1879; † 1933) war Fabrikant in Berlin. Friedrich Bethcke von Rüst, Dr. rer pol., Oberst a. D. Friedrich Bethcke (* 3. August 1869; † 9. Mai 1941) war ein deutscher Offizier. Er schied als Oberst aus dem Militär aus. 1924 wurde er mit der Arbeit Der Übergang der deutschen Hütten- und Eisenindustrie Lothringens in französischen Besitz. 1918-1921 promoviert. Walther Beumelburg (1894–1944), Berlin Wilhelm Beutner, Rechtsanwalt, BerlinWilhelm Beutner war ein deutscher Jurist. Er wurde 1912 mit der Arbeit Die Rechtsstellung der Ausländer nach Titel II der preussischen Verfassungsurkunde zum Dr. jur. promoviert. Er war als Rechtsanwalt und Notar in Berlin zugelassen. Beutner war Protestant, galt den Nationalsozialisten aber als „Mischling“ (ein Großelternteil von ihm wurde als jüdisch eingestuft). Dennoch wurde er 1933 wieder als Anwalt und Notar zugelassen. Er wurde noch im Branchenbuch von 1943 als Rechtsanwalt und Notar verzeichnet (Simone Ladwig-Winters: Anwalt ohne Recht. Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933, 2007, S. 123). Karl Biagoisch [= Karl Biagosch], Ingenieur und Fabrikbesitzer, Rittmeister a. D., LeipzigKarl Biagosch (* 1. August 1882) war ein deutscher Ingenieur und Fabrikbesitzer. Seit dem 1. April 1902 war er in der von seinem Großvater gegründeten Fabrik tätig. Er war Vorsitzender des Aufsichtsrates der Krausewerke AG in Leipzig, Mitglied der Industrie- und Handelskammer Leipzig, Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Leipzig des Verbandes Sächsischer Industrieller, Mitglied des Beirats der Zweigstelle Leipzig des Auswärtigen Amts für Außenhandel. (Eintrag im Deutschen Wirtschaftsführer). Hans Freiherr von Bibra (1894–1973), Berlin Flodoard Freiherr von Biedermann (1858–1934), Berlin Röttger von Biel, LegationsratRöttger von Biel (* 1878; † 20. Oktober 1930) war Besitzer des Gutes Kalkhorst. Er starb 1930 bei einem mysteriösen Jagdunfall. Sein Gut kam unter Zwangsbewirtschaftung und wurde 1931 versteigert. Fritz Ulrich Graf von Bismarck, Dr jur., FideikommissbesitzerAugust Fritz Ulrich Karl Theodor Hans Wilhelm Alexander von Bismarck-Bohlen (* 25. Mai 1884 in Krüden, Altmark; 28. April 1945 in Carlsburg) war ein deutscher Jurist und Großgrundbesitzer. Er war Besitzer des Fideikommiss Carlsburg. 1912 wurde er mit der Arbeit Das Höferecht in der Provinz Hannover: Eine systematische Bearbeitung des Gesetzes vom 28. Juli 1909 zum Dr. jur. promoviert. Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen (1901–1949), Friedrichsruh Rudolf von Bitter (1880–1957), Landrat a. D., Berlin Martin Blank (1897–1972), Berlin Robert Boden (1865–1943), Minister a. D. Hans Wilke Freiherr von Bodenhausen-DegenerHans Wilke Freiherr von Bodenhausen (* 7. Januar 1901 im Schloss Eybach; † 30. August 1937 in Mombasa, Kenia) war Rittergutsbesitzer. Er war Besitzer des Gutes Degenershausen und Dr. jur. Bodenhausen starb 1937 während einer Reise nach Kenia: Auf dem Rückweg vom Abendessen mit dem deutschen Konsul in Mombasa wurde er von einem Einheimischen überfallen und erschossen. Johannes Böckelmann, Gutsbesitzer Max Hildebert Boehm (1891–1968), Leiter des Instituts für Grenz- und Auslandsstudien, Berlin Walter Boeß, Major a. D., Direktor im Reichslandbund, BerlinWalter Boeß (* 14. November 1884) war ein deutscher Offizier und Landwirtschaftsfunktionär. Beim Militär erreichte er den Rang eines Majors im Generalstab. Zum 1. Mai 1937 trat er in die NSDAP ein, der SS gehörte er seit dem 20. April 1934 an, zuletzt im Rang eines Standartenführers. Im Reichsnährstand erreichte er den Rang eines Hauptabteilungsleiters (26. Oktober 1934). Heinz von Böttinger (1882–1968), Bankier, Rittergutsbesitzer Waldemar von Böttinger, Bankier, RittergutsbesitzerWaldemar Friedrich Johannes von Böttinger (* 7. September 1886 Elberfeld; † 17. März 1945 in Kriescht) war Bankier und Rittergutbesitzer. Er war Besitzer des Rittergutes Arensdorf in der Neumark. Von 1911 bis 1914 war er Teilhaber des Londoner Bankhauses von der Heydt & Co. 1919 war er an der Gesandtschaft in Den Haag tätig. Von 1925 bis 1945 war er Mitglied des Aufsichtsrats der I.G. Farben A.G. Carl Bolle (1893–1955), Rittmeister a. D., Geschäftsführer der Deutschen Verkehrsfliegerschule, München Heinz von Bomhard, Berlin Franz Bracht (1877–1933), Oberbürgermeister Ernst Brandenburg (1883–1952), Ministerialrat, Dirigent der Abteilung für Luft- und Kraftfahrwesen im Reichsverkehrsministerium Rudolf Freiherr von Brandenstein (1871–1957), Geheimer Kabinettsrat a. D., Kammerherr, Berlin Hans Gert Freiherr von Brandenstein, Rechtsanwalt, BerlinHans Gert Otto Arthur Rudolf Freiherr von Brandenstein (* 16. Juni 1902 in Berlin-Schöneberg; † 25. November 1936 in Lauf bei Nürnberg, Mittelfranken) war ein deutscher Jurist. Er wurde mit der 1925 veröffentlichten Arbeit Die bereichernde Zuwendung unter Benutzung eines Vertrages zu Gunsten Dritter in Breslau promoviert. Er betrieb eine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin Unter den Linden. Brandenstein starb in November 1936 an den Folgen eines Flugunfalls (Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 65 der Gesamtreihe, 1977, S. 15). Magnus von Braun (1878–1972), Verwaltungsjurist und PolitikerS. 110. Heinz Brauweiler (1885–1976), Jurist, Schriftsteller und politischer Aktivist Roland Brauweiler (1879–1935), Regierungspräsident a. D., Geschäftsführendes Präsidialmitglied der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Reichstagsabgeordneter, Berlin Otto Bredt (1888–1973), Vorstandsvorsitzender des IDW Heinrich von Brockhausen (1840–1903), Rittmeister a. D., Rittergutsbesitzer, Mittelfelde Kurt Broschek (1884–1946), Verleger des Hamburger Fremdenblattes, Hamburg Paul Brücher, Dr. jur.Paul Brücher (* 18. Februar 1883; † 1931) war ein deutscher Jurist. Er entstammte einer westfälischen Bauernfamilie. Als Jurist leitete er eine Berliner Tochtergesellschaft der Essener Th. Goldschmidt AG, welche heute Teil von Evonik Industries ist. Er war verheiratet mit Mutter Lilly, geb. Hampe (1892–1932), mit der er fünf Kinder hatte, darunter Hildegard Hamm-Brücher. Er wurde mit der Arbeit Begriff und Rechtsfolgen der Gutgläubigkeit und der Bösgläubigkeit bei Empfang einer ungerechtfertigten Bereicherung 1904 an der Universität Leipzig promoviert. Walther Brünning, Dr. med. Carl Georg Bruns (1890–1931), Jurist Karl Büchting (1887–1982), Direktor, Kleinwanzleben Bühring, Oberstleutnant a. D. Adolf von Bülow, Major a. D.[recte: Oberleutnant a. D.], BerlinAdolf Eduard Karl Paul von Bülow (* 29. April 1892 in Hamburg; vermisst bei Frankfurt/Oder 1945; für tot erklärt durch Beschluss des Amtsgerichts Hildesheim vom 25. Februar 1949) war Offizier und Diplomat. Er war als Gesandtschaftsrat zeitweise Geschäftsträger an der deutschen Gesandtschaft in Sofia. Am 14. Oktober 1933 heiratete er Elisabeth Grube (* 24. August 1900 in Weimar; † 20. November 1959 in Düsseldorf) (Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 132 der Gesamtreihe, 2003, S. 89). Bernhard von Bülow, Major a. D. Erich Burchhard, Hauptgeschäftsführer des Landbundes der Provinz Sachsen, HalleErich Burchhard (* 23. Juni 1885 in Schrimm) war ein deutscher Jurist. Er wurde mit der Arbeit Entspricht den subjektiven öffentlichen Rechten immer eine Rechtspflicht des Berechtigten? 1909 promoviert. Hermann Burgsch, Rechtsanwalt