Ein Trient (von ) ist ein historisches astronomisches Instrument zur Vermessung von Sternbahnen. Der Trient wurde genau in Nord-Süd-Richtung aufgestellt und war in der Regel aus Eisen hergestellt. Er diente dazu, die Höhe von Sternen bei deren Nord-Süd-Durchgang – also den Kulminationspunkt – zu vermessen. Der Name 'Trient' ergab sich aufgrund der Konstruktion aus einem Drittelkreis (120 Grad Kreisbogen). Als Erfinder des Trient gilt der Renaissance-Gelehrte Peter Apian.F. Seck (Hrsg.): Zum 400. Geburtstag von Wilhelm Schickard: zweites Tübinger Schickard-Symposion, 25. bis 27. Juni 1992, Sigmaringen: Thorbecke 1995, S. 209

In Anwendung war ein Trient zum Beispiel in der Eimmart-Sternwarte auf der Nürnberger Burg. Hier wurde er 1687 von Johann Ludtring erstellt und hatte einen Radius von fast fünf Metern (16 Fuß)Historische Abbildung des Trient in Nürnberg, aufgerufen 22. März 2009, 16:00 Uhr.

Einzelnachweise

Kategorie:Historisches Instrument der Astronomie