Mario Rigoni Stern (* 1. November 1921 in Asiago; † 16. Juni 2008 ebenda) war ein italienischer Autor, Veteran des Zweiten Weltkrieges. Er gehörte zu der Sprachminderheit der Zimbern. mini|Mario Rigoni Stern und Flora Graiff (1993) Leben Rigoni Stern wurde 1938 italienischer Soldat. Seine erste und auch bekannteste Novelle Il sergente nella neve (Alpini im russischen Schnee) aus dem Jahr 1953 verarbeitet die eigenen Erfahrungen, die Rigoni Stern als Unteroffizier im Alpini-Korps während des verlustreichen Rückzuges aus Russland während des Zweiten Weltkrieges machen musste. Weitere bekannte Werke sind Le stagioni di Giacomo (zu Deutsch: Giacomos Jahreszeiten), Storia di Tönle und der Sammelband von Kurzgeschichten Sentieri sotto la neve (zu Deutsch: Wege unter dem Schnee). Rigoni Stern wurde 1943 als Italienischer Militärinternierter in Hohenstein inhaftiert.

Mario Rigoni Stern erhielt den Premio Campiello und den Premio Bagutta für Storia di Tönle, sowie den Premio Bancarellino für Il sergente nella neve. 1997 wurde er mit dem Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet.

Primo Levi nannte ihn „einen der größten Schriftsteller Italiens“.

Seit 2011 wird der Literaturpreis Premio Mario Rigoni Stern für neuere Werke zur alpinen Kulturgeschichte verliehen.

Werke Il sergente nella neve. 1953 Alpini im russischen Schnee. Übersetzung Hans Hinterhäuser. Heidelberg: Drei Brücken, 1954 Il bosco degli urogalli. 1962 Füchse unter Sternen : Erzählungen. Zürich: Fretz & Wasmuth, 1964 Quota Albania, 1971 Ritorno sul Don, 1973 Storia di Tönle. 1978 Tönle. Übersetzung Gerda Lederer. Nachwort Klaus Stiller. Stuttgart: Mayer, 1988 Uomini, boschi e api, 1980 L’anno della vittoria, 1985 Amore di confine, 1986 Il libro degli animali, 1990 Arboreto salvatico, 1991 Vom Trost der Bäume = Arboretum salvaticum. Übersetzung A. Theodor Fasen. Vorwort Paolo Cognetti. Mainz: Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, 2024 Le stagioni di Giacomo, 1995 Sentieri sotto la neve, 1998 Inverni lontani, 1999 Tra due guerre e altre storie. 2000 L’ultima partita a carte. 2002 Geblendet und betrogen : eine italienische Jugend. Übersetzung Verena von Koskull. Nachwort Friederike Hausmann. Berlin: Berenberg, 2005 Aspettando l’alba e altri racconti, 2004 I racconti di guerra, 2006 Stagioni, 2006

Weblinks

Bericht bei Times Online (englisch)

Einzelnachweise

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